Matrosen In Lederhosen - Annemariechen

Erstellt am 29. September 2015 von Tagger Lovers @castleofscraps

Matrosen in Lederhosen brechen zu neuen Ufern auf. Ahoi, es ist Zeit, die Anker zu lichten. Die „Matrosen in Lederhosen“ setzen in diesem Jahr die Segel und brechen zu neuen Ufern auf. Die Band um Thomas Eixner (49), Michael Fiedler (46) und Thomas Selendt (49) haben es mit der richtigen musikalischen Mischung längst geschafft, sich als Original am volkstümlichen Schlager-Himmel zu etablieren. Seit Jahren - und das ist bislang einmalig! - schippern sie musikalisch schon quer über See- und Landkarten hinweg und paaren die volkstümlichen Einflüsse aus Nord und Süd zu ihrem eigenen, unverkennbaren Sound. Das skurrile Trachten-Outfit der „Jungs von der Waterkant“ ist deshalb nicht nur Eye-Catcher und Pflicht-Programm, sondern ein Versprechen, maritimes und alpines Liedgut musikalisch zu sich ins Boot zu holen. Apropos in Boot geholt. Auf die norddeutschen Talente und ihren hohen Wiedererkennungswert setzen nicht nur die Fans. Ende letzten Jahres haben VM Records / MCP Sound & Media GmbH und YOYO Music die Matrosen unter Vertrag genommen, was natürlich für erheblichen Aufwind sorgt. „Wir haben gerade unser erstes Album ,ALPEN LA PALOMA‘ produziert und werden auch bei Melodie-TV zwei Sendungen moderieren“, verrät Thomas Eixner, der gern auf die Anfänge zurückblickt, als man noch im Kielwasser der erzgebirgischen Band „De Randfichten“ fuhr. Die Idee, eine Band zu gründen verdanke man ihrem „Holzmichl“-Hit. „Folglich waren im Januar 2006 bei einem Randfichten-Konzert und haben uns alle kennengelernt“. Die Idee: „Wir wollten die Instrumental-Playbacks der Randfichten nutzen, dazu aber eigene Texte mit maritimer Note machen“, erzählt der Bandleader. Der Plan ging noch im selben Jahr auf. Unter dem damaligen Bandnamen „De STRANDfichten“ konnte das Quartett (heute Trio) binnen kurzer Zeit erstaunliche Referenzen vorweisen. „Wir wurden regelrecht überrumpelt“, gesteht Thomas Eixner ein. Über einen Norddeutschen Radiosender gepuscht, spielten die Jungs ganz am Anfang ihrer Laufbahn vor 7.000 Leuten bei einem Roland-Kaiser-Konzert in Rostock (2007). Unzählige redaktionelle Beiträge folgten. „De STRANDfichten“ machten von sich in der Presse, im Rundfunk und im Fernsehen von sich reden – vor allem als bekannt wurde, dass sie als offizielle Vertreter der Randfichten gehandelt werden. Bevor die Erzgebirgler eine Kreativ-Pause einlegten, stand man 2008 gemeinsam auf der Bühne. Für die STRANDfichten brachen aufregende Zeiten an. Auf Einladung des MDR-Fernsehens folgten Auftritte in der „Wernesgrüner Musikantenschenke“ (2009), und der Sendung „Mit Volldampf über die Insel Rügen“ (2012). „Zwischendurch hatten wir uns mit Augenzwinkern für den Eurovision-Song-Contest-2009 beworben“, berichtet Thomas Eixner. Die Krone gab‘s aber erst im Oktober letzten Jahres. Da errangen die „Matrosen in Lederhosen“- so nennen sie sich seit April 2010 in neuer Besetzung - den 3. Platz beim „Alpen Grand Prix der Volksmusik“. Doch warum wurde mit einem bewährten Konzept gebrochen? „Was uns antrieb, hat uns ausgebremst. Wir wurden als Coverband wahrgenommen, landeten in der Schublade“, sagt der 49-Jährige, dessen Ziel es ist, mit eigenen Produktionen weitaus überregionaler wahrgenommen zu werden. In der jetzigen Konstellation sei man in der glücklichen, ja luxuriösen Lage mit Thomas Selendt ein Bandmitglied zu haben, der über ein eigenes Musikstudio verfügt und die Songs selber komponiert, schwärmt Thomas Eixner, der hierfür die Texte beisteuert. Seine Inspiration, darauf legt er großen Wert, überlässt er nicht dem Zufall. „Wir wollen ja authentisch zu sein, die Texte liegen auf der Straße. Deshalb schauen wir uns genau an, was die Leute bewegt und beschäftigt“, sagt der gebürtige Strasburger (Neubrandenburg), der gleich, und schon zu Anfang des Jahres auf ein Mega-Event zurückschauen kann: das Warnemünder Turmleuchten. Hier habe man schon das dritte Jahr in Folge vor sage und schreibe 85.000 Leuten am Neujahrstag gesungen. „Vor so vielen Menschen aufzutreten, ist absoluter Wahnsinn. Das gibt uns gleich zu Jahresbeginn Rückenwind“, sagt er. Rückenwind für die Segel, um zu neuen Ufern aufzubrechen, Ahoi.