Marokkanischer Quinoa-Salat

Von Ellerepublic @ElleRepublic_de

Ein marokkanischer Quinoa-Salat enthält die klassischen Gewürze der marokkanischen Küche. Das heißt, Ihr braucht dafür ein ganzes Regal voller Aromastoffe für das Dressing. Insgesamt sind es 7 unterschiedliche Gewürze. Das ist aber noch gar nichts. Der typisch marokkanische Gewürz-Mix Ras El Hanout enthält sogar 27 Würzmittelchen. Dagegen ist ein marokkanischer Quinoa-Salat doch ein Klacks.

Die 7 Gewürze im marokkanischen Quinoa-Salat

Die 7 Wundermittel heißen Kreuzkümmel, Kurkuma, Kardamom, Koriander, Knoblauch, Muskatnuss und Zimt. Da ich sie immer im Haus habe, ist der Salat kein Problem für mich. Kurkuma ist dabei das einzige Gewürz, das ich lieber frisch verwende. Wenn Ihr mal jemanden auf der Straße mit orangenen Händen seht, dann kann ich das sein, weil ich Kurkuma gerieben habe :-).

Ein marokkanischer Salat à la Elle

Normalerweise sind in typisch marokkanischen Gerichten Couscous, Mandeln und getrocknete Früchte drin. Ich mag ja Mandeln sehr gerne. Trotzdem habe ich mir überlegt, ob Quinoa nicht auch gut funktionieren würde. In Bezug auf Früchte scheiden bei mir Rosinen und Aprikosen aus. Trockene Cranberries wären noch eine Möglichkeit gewesen. Aber ich habe mich für frische Orangen und Granatapfel entschieden. In einer anderen Variante hätte ich auch weniger Quinoa und dafür Kichererbsen verwenden können. Ihr seht jetzt warum ich Salate so gern mag. Es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.

Krankenhausessen ist eine Katastrophe

Ich habe die Mengen der Zutaten für ein Gruppe von 6-8 Personen genommen, denn ich dachte mir, dass ist doch der perfekte Party-Salat. Ihr könnt natürlich ganz einfach von allem die Hälfte nehmen. Dann seid Ihr bei 2-4 Portionen. Doch wie Ihr wißt bin ich ja ein Fan von „Leftovers". Sprich ich habe gerne eine ausreichende Menge übrig, die ich am nächsten Tag mit ins Büro nehmen kann. In diesem Fall hatte die große Menge aber einen anderen Grund. Ich mußte für eine Woche ins Krankenhaus. Und so habe ich vorgekocht und der liebste Schwabe konnte mir jeden Tag etwas Leckeres mitbringen. Denn Krankenhausessen geht gar nicht. Wie soll man denn bei Weißbrot und Fleisch gesund werden? Außerdem sind die meisten Zutaten industriell bearbeitet. Wo bleiben da die Frische und die Vitamine? Deswegen hat meine liebe Freundin Afra mir ihren Entsafter ausgeliehen, so dass der liebste Schwabe mir auch frische Säfte (mit verschiedenen Kräutern und Gemüse!) bringen konnte. Und natürlich grüne Smoothies. Und was ist dann passiert? Der Mann hat sich mit einer Grippe selber ins Bett gelegt. Tja, da hilft die beste Vorbereitung nichts. Deswegen gab es diese Woche auch keine neuen Rezepte auf Elle Republic.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir von Euren Erfahrungen mit dem leckeren marokkanischen Quinoa-Salat erzählt. Hat er Euch geschmeckt? Am besten Ihr bewertet das Rezept unten und schreibt mir einen Kommentar. Vor allem wenn Ihr noch weitere Tipps für alle Leser habt. Oder noch besser, Ihr macht ein Bild und postet es mit dem Tag @ellerepublic auf Instagram (vergesst nicht den Hashtag #ellerepublic, damit ich es auch finden kann).

Zutaten:

Für den Salat:
400 g Quinoa, abgespült
100 g Mandeln, geröstet und dann grob gehackt
2 große Orangen, das Fruchtfleisch filetieren (den Saft in einer Schale auffangen, siehe Tipps unten)
1 Große Karotte, gerieben (ich habe eine alte Sorte in lila genommen)
3 EL Kapern (in Lake), das Wasser abgeschüttet
4 EL Frische Minze, klein geschnitten
1 Kleiner Bund glatte Petersilienblätter, klein geschnitten
Körner von 1 Granatapfel

Für das Dressing:
6 EL Natives Olivenöl extra
4 EL Bio Apfelessig (naturtrüb)
2 EL Dijon-Senf
2 EL Ahornsirup
1 TL Gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)
1/2 TL Gemahlener Kurkuma (alternativ 1,5 TL frisch gerieben)
1/2 TL Gemahlener Kardamom
1/2 TL Gemahlener Koriander
1/8 TL Gemahlene Gewürznelke (eine großzügige Prise)
1/4 TL Muskatnuss
1/4 TL Zimt
Meersalz und frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

1. Das ungekochte Quinoa in einem feinen Küchensieb abspülen und dann in einen mittel großen Topf mit Wasser geben und entsprechend der Packungsanleitung lange kochen (ca. 15 Minuten). Sobald die meiste Flüssigkeit absorbiert und das Quinoa leicht und locker ist, nehmt Ihr den Topf vom Herd und lockert es mit einer Gabel auf. Danach lasst Ihr es noch 5 Minuten stehen und gebt es dann in eine große Salatschüssel damit es weiter abkühlen kann.

2. Während das Quinoa kocht, röstet Ihr die Mandeln auf einem Backblech im vorgeheizten Ofen bei 175°C für ca. 10 Minuten. Ab und zu solltet Ihr umrühren oder das Backblech leicht rütteln. Danach das Blech aus dem Ofen nehmen und die Mandeln in grobe Stücke hacken. Das Rösten bewirkt, dass das Aroma der Mandeln noch stärker wird. Der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall!

3. In einer kleinen Schüssel die Dressing-Zutaten gut vermischen.

4. Nun die Orangen-Filets, den aufgefangenen Orangensaft, die Karotten, die Kapern, die frischen Kräuter und die Körner des Granatapfels in einer Schüssel mit dem Quinoa vermischen. Danach das Dressing darüber geben und nochmal gut vermischen. Zum Schluß gebenenfalls nochmal mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Fertig ist ein marokkanischer Quinoa-Salat.

5. Enjoy!

Tipp: Wenn Ihr die Orangen filetiert solltet Ihr das über einer Schüssel machen, damit der Saft aufgefangen werden kann. Am Schluß presse ich aus dem Rest der Orange noch den restlichen Saft heraus. Das ergibt 1-2 EL Orangensaft. Hier habe ich ein schönes Video gefunden, wie Ihr Orangen ganz einfach filetiert.

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