Manufakturen und der Mittelstand

Von dem Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (12.01.1746 - 17.0.1827) stammt der Ausspruch: "Im Mittelstand ist Kraft, im Mittelstand muß man suchen, was Kraft will und Kraft hat." Auch Gotthold Ephraim Lessing (22.01.1729 - 15.02.1781) war ein Freund des Mittelstandes, Er charakterisierte ihn so: "Hier im Trauerspiel hielt man es für unbillig, dass nur Regenten und hohe Standespersonen in uns Schrecken und Mitleid erwecken sollten, man suchte sich also aus dem Mittelstand Helden." Zwei Jahrhunderte alte Sichtweisen, die belegen, dass es schon damals der Mittelstand war, der die Wirtschaft und damit die Welt bewegte.
So findet man nicht ohne Grund viele Dinge des heute üblichen täglichen Bedarfes, die in kleinen und mittelständischen Manufakturen einst erfunden wurden. Allein schon deshalb, weil eine Manufaktur viel eher in der Lage ist, das eine oder andere auszuprobieren. Der große Korpus eines Konzerns ist allein schon auf Grund der ihm innewohnenden Organisationsstruktur dazu gar nicht in der Lage. Denn hier sind es oft zuviele Köche, die in Form unendlicher Diskussionen dafür sorgen, dass der Brei in dem jede noch so kleine Innovation entsteht, verdirbt.
So wirkt es nicht Wunder, dass auch im 21. Jahrhundert Manufakturen ihre Berechtigung haben. Und dies in zweifacher Sicht. Einmal als klassische Manufaktur, die bspw. Uhren, nautische Instrumente oder Petroleumlampen fertigt und andererseits als IT Manufaktur. Denn jedes noch so kleine Entwicklerbüro folgt den Gesetzen der Manufakturwirtschaft. D.h. es ist wesentlich flexibler, um auf die Anforderungen seiner Kunden reagieren zu können, als ein großer Konzern.

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