Männer sind leicht zu bekommen, schwer zu kontrollieren!

Gleich zu Beginn muss ich mich wieder einmal entschuldigen: ich habe in meiner Besprechung zur letzten Clone Wars Folge die Nightsisters als Hexen bezeichnet. Dabei ist es in Wirklichkeit so, dass es die Hexen von Dathomir UND die ebenfalls dort ansässigen Nightsisters gibt. Während die ersteren eher der hellen Seite der Macht anhängen, verwenden letztere die dunklen Mächte.

Nachdem die Nightsisters in der Serie aber selbst als „Witches“ bezeichnet werden, nehme ich an, dass mein Fehler eher lässlicher Art ist. ;-) Trotzdem: für die Puristen sei dies nunmehr richtig gestellt.

„Monster“ ist also der mittlere Teil der Dathomir Trilogie, in dem Assajj Ventress gemeinsam mit dem Clan, dem sie entstammt immer noch auf Rache an Count Dooku sinnt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Dooku und die Anführerin der Nightsisters – Mutter Talzin – einander kennen und Dooku der Nachtschwester offenbar „vor langer Zeit“ einen Diesnt erwiesen hat, was wohl den Schluss zulässt, dass er dies tat als er noch ein Jedi war… Naja, vielleicht werden wir diese Geschichte auch irgendwann einmal erzählt bekommen.

Männer sind leicht zu bekommen, schwer zu kontrollieren!

Mutter und Tochter (und Schwester)

Daneben ist diese Folge natürlich primär der Erstauftritt von Savage Opress, einem Zabrak mit einem sehr prominenten Bruder. Doch dazu kommen wir noch. War man bisher der Ansicht, dass die Zabraks von Iridonia stammen, so erfahren wir hier, dass dies zwar tatsächlich der Fall ist, diese Rasse aber im Prinzip in der ganzen Galaxis verstreut ist und eine Gruppe von ihnen irgendwann auch nach Dathomir gekommen ist, wo sie von den Nightsisters unterworfen und als eine Mischung aus Krieger, Spielzeug und Paarungspartner gehalten werden.

Männer sind leicht zu bekommen, schwer zu kontrollieren!

Der Bruder vom Bruder mit seinem Bruder

Nett finde ich in diesem Zusammenhang folgende Satz von Mutter Talzin: „Men are easy to acquire, hard to control!“ Ich kenne eine ganze Reihe weiblicher Wesen, die diesen Satz sofort in ihr Stammbuch schreiben würden.

Betrachtet man die Zabraks rein äußerlich, so scheint es verblüffend, dass sich die Männer scheinbar ohne zu Murren den Frauen von Dathomir unterworfen haben. Wie wir in diese Folge jedoch lernen, sind die Nightsisters ihren Nightbrothers nicht nur in Bezug auf Intelligenz, sondern auch an Schnelligkeit und Brutalität überlegen. Und nicht zuletzt können sie auf die Magie zurückgreifen, während die Männchen auf pure Muskelkraft angewiesen sind.

Männer sind leicht zu bekommen, schwer zu kontrollieren!

Hier builded jemand seinen Body

Was wir auch noch lernen ist, dass Darth Mauls Gesichts- und Körperbemalung scheinbar nichts mit einem uralten Sith-Ritual zu tun hat, bei dem es darum geht, sich unter Aufbringung möglichst großer Schmerzen überall zu tätowieren, sondern es scheint eher eine Art lokaler Kriegerritual zu sein, sich zu zu kennzeichnen. Dies bringt die Legacy Comic Reihe in einen gewissen Erklärungsnotstand (denn dort sehen praktisch alle Sith mehr oder weniger wie Darth Maul aus – zumindest was das Design von Gesicht und Körper betrifft).

Dabei gibt sich diese Folge alle Mühe, Opress zunächst nicht als einen absoluten Bösewicht und brutalen Berserker (wie etwa Maul es ist) zu zeigen. Selbst sein Gesicht mit den großen Katzenaugen wirkt anfänglich gar nicht furchteinflößend. Das macht seine spätere körperliche und mentale Wandlung natürlich noch extremer.

Männer sind leicht zu bekommen, schwer zu kontrollieren!

Bist du aber groß geworden!

Der „Kampf“ zwischen Ventress und Opress ist lang und beeindruckend inszeniert. Die Bewegungen sind so schnell, dass es Sinn macht, teilweise Bild für Bild vorwärts zu spulen, um möglichst jede Einzelheit zu erfassen, so rasant ist der Kampf choreografiert! Wobei ich sagen muss, dass die Zabraks über eine recht beindruckende Infrastruktur für ihre Übungen und Kämpfe verfügen, verglichen damit, dass ihr Dorf sonst eher aussieht als wäre es noch tief im Mittelalter. Aber vielleicht war das auch ein „Geschenk“ von den Nightsisters.

Schließlich offenbart auch diese Folge wieder das alte Schema, dass Sith Schüler nichts besseres zu tun haben, als sich selbst einen Adlatus zu suchen um mit diesem ihre Meister zu stürzen. Die Worte, die Dooku an Opress richtet, als sie sich zum ersten Mal begegnen sind fast wörtlich die gleichen, die Vader an Starkiller und später an Luke richtet, um ihn dazu zu bringen sich ihn anzuschließen und zu dienen.

Männer sind leicht zu bekommen, schwer zu kontrollieren!

Ein neuer Schüler

Insgesamt zählt auch diese Folge zu den besten der Serie, sowohl optisch und akustisch, als auch was Spannung und Dramaturgie betrifft. Weiter so!

Was es sonst noch zu erwähnen gibt:

  • Die Szenen, in denen wir Ventress Fahrt auf dem Speederbike aus der Fahrerperspektive sehen erinnern an die Jagd durch die Wälder von Endor aus ROTJ – nur eben in einer anderen Landschaft.
  • Als die Nightsisters mit ihrer Zeremonie beginnen, um Opress zu „transformieren“ steht Ventress abseits, sie hat nie gelernt Magie anzuwenden.
  • Das Geräusch, das wir hören, als Opress seinen Bruder am Hals packt, ist das gleiche wie jenes als Vader am Beginn von Episode IV Raymus Antilles würgt.

Die obigen Bilder und noch viele mehr gibt es wie immer auf meiner Flickr Seite.