#Mangamonat Animereview: Your Name – Gestern, heute und für immer

Für den #Mangamonat hat auch mein Freund Marc in die Tasten gehauen. Er versucht seit Monaten, mich ins Kino zu treiben, damit ich diesen Anime sehe, aber irgendwie kam ich immer drum herum. Wenn ich mir nun aber seine Review durchlese, bin ich ja fast begeistert, ohne den Film je gesehen zu haben … Aber lest selbst!

#Mangamonat Animereview: Your Name – Gestern, heute und für immer

Zu allererst: Der deutsche Titel ist, wie bei vielen deutschen Titeln, extrem misslungen. Im Japanischen heißt der Film 君の名は (kimi no na wa) und im Englischen Your Name. Nun lässt der deutsche Nebentitel – welcher aller Wahrscheinlichkeit nach nur existiert, um zu zeigen “Ja, hier, das ist tatsächlich deutsch!” – auf eine ultrakitschige Teenieromanze schließen. Dem ist aber nicht so. Ganz im Gegenteil ist der Film, wenn man sich darauf einlässt, eher tiefgründig. (Nebenbei bemerkt: Ich habe kein Kino gesehen, der den Nebentitel im Veranstaltungstitel nennt.) Nachdem ich Your Name jetzt im Kino sehen durfte, bin ich noch immer begeistert. Als ich im September letzten Jahres davon erfuhr, habe ich direkt nach dem Trailer dazu entschieden, den Film zu sehen. Was ich dann auch getan habe. Wieder und wieder. Einfach alles an diesem Film ist klasse.

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Der Artstyle ist, wie von Shinkai gewohnt, sehr realitätsnah und oft inspiriert von unserer Welt. Zwar ist er nicht ganz so detailreich wie zum Beispiel in 5 Zentimeter pro Sekunde, aber er lässt einen dennoch vergessen, dass man gerade tatsächlich einen Anime schaut. Damit meine ich nicht, dass man denkt, es wäre ein Realfilm. Man kann es einfach schaffen, sich auf die Handlung zu konzentrieren und wird nicht vom Hintergrund abgelenkt. Dennoch sind in so gut wie jeder Szene Details enthalten, die einem erst beim vierten oder fünften Mal Schauen auffallen. Das lässt Your Name sehr natürlich wirken. Mimik und Gestik sind dadurch begrenzt, dass es ein Anime ist (Cpt. Obvious), sind aber nicht zu überzogen dargestellt, wie es oft in anderen Anime zu sehen ist. Und wenn das doch einmal passiert, dann nur, um pointiert eine witzige Szene zu untermalen, oder überhaupt den Witz erst geltend zu machen.
Zu sagen, dass der Soundtrack wie für den Film gemacht ist, wäre ziemlich witzig, da es hier tatsächlich genau anders herum ist. Shinkais enge Zusammenarbeit mit RADWIMPS ist während des Schauens deutlich spürbar und die vier Lieder, die neben den Instrumentalstücken im Film verwendet werden, wirken mit diesem wie ein Musikvideo. Wie ein gutes Musikvideo. Die Lieder sind auch in der deutschen Fassung des Films auf japanisch, was den Film aber nicht schlechter macht.

Dann wäre da noch die Handlung. Viel kann ich darüber nicht verraten, weil es sonst das Vergnügen beim Schauen verringern würde. Die Geschichte spielt im Japan der heutigen Realität und es geht darum wie sich unsere beiden Protagonisten kennenlernen. Und zwar, indem er in einem “Traum” ihren Körper betritt und sie seinen.

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Unsere beiden Protagonisten Mitsuha und Taki sind meiner Meinung nach recht flach designed. Ich weiß dass das jetzt schrecklich klingt, aber es kommt dem Film zugute. Taki ist ein Oberschüler in Tokyo und geht nebenbei in einem Restaurant arbeiten. Mitsuha ist eine Oberschülerin aus der Stadt Itomori, einer ländlichen Kleinstadt. Keine Besonderheiten, “flach” eben.
Beide leben recht langweilige und eintönige Leben, bis die Handlung des Films einsetzt und sich durch die Anwesenheit des jeweils anderen ein wenig Chaos breit macht. (Wer will, kann sich noch den Trailer ansehen, viel mehr wird da auch nicht verraten und ich will nicht mehr schreiben über die Handlung – einfach mal überraschen lassen, es lohnt sich definitiv.)

Von Anfang bis Ende ist der Film humorvoll und spannend. Gänsehautmomente sind reichlich vorhanden. Wenn man andere Filme von Shinkai (5 Zentimeter pro Sekunde, Garden of Words) gesehen hat, kann man sich besonders drauf freuen.

Also: Absolute Filmempfehlung! Auch, wer mit Anime nicht unbedingt was am Hut hat, wird den Film mögen. Von mir hat der Film nach dem ersten Mal eine glatte 11/10 bekommen. 😀 Jetzt ist es mir immer noch eine 9.95/10, da er einige kleine Fehler hat (In der Animation hauptsächlich, aber wirklich sehr, sehr kleine Fehler!), die aber null auffallen.

#Mangamonat Animereview: Your Name – Gestern, heute und für immer

Artwork; passiert nicht genau so im Film.

Wissenswertes

Genre: Coming of Age, Drama, Romantik, Slice of Life
Länge: 107 Minuten

Regie: Makoto Shinkai
Studio: CoMix Wave Films
Musik: Radwimps
Jahr: 2016

Your Name wurde seit 2016 für 15 Auszeichnungen nominiert und hat acht davon gewonnen. Eine Auflistung findet ihr hier.

Im Rahmen des #Mangamonats wird auch eine Kurzrezension zum zugehörigen Manga kommen – seid gespannt!

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