Ai Yazawa ist eine spezielle Mangaka. Ihre bisherigen Manga haben mir alle gefallen, auch wenn es nicht immer leicht ist, diese zu lesen. Kagen No Tsuki hat mich etwas überrascht. Der Inhalt und wie die Geschichte erzählt wird, sind anders. Mit Band 2 endet die Serie nun.
Dieser Manga wurde mir von Panini Comics als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Bewertung des Manga findet aber in üblicher Vincisblog Qualität statt.
Band 2
Die große Neuigkeit für Eve – die Lesenden wussten es bereits – ist, dass sie ein Geist ist. Sie ist geschockt, Fragen drängen sich zusätzlich bei ihr auf. Wer ist Adam? Und warum kann sie das Haus nicht verlassen? Sie sieht Papa, Mama und Mary – ihre Katze.
Die Gruppe sucht dabei nach Adam und seiner Band, und dabei entdecken sie eine weitere große Überraschung. Die Band hat nur ein Album veröffentlicht und Adam hat vor 19 Jahren verkündet, dass er mit 20 Jahren die Welt verlassen wird. Der Schock sitzt bei den Kindern tief.
Wie passt das zu Eve? Hat sie eine ganz andere Erinnerung, die gar nicht zu ihr gehört? Sollten die Kinder erzählen, was Adam zugestoßen ist? Was passiert dann mit der echten Eve, die im Koma liegt? Die große Aufklärung liefert Antworten.
Mein Manga Senf
Konsequent durchgezogen. Das ist die Kurzzusammenfassung von Band 2 – und eigentlich von der gesamten Serie. Die Geschichte wird gelüftet, Stück für Stück und auch fokussiert. Es gibt wenige parallele Handlungsbögen. Sehr erfrischend. Es muss nicht immer komplett komplex sein.
Die Gruppe ist eine Anomalie. Sie ist der Teil, der die Geschichte ins Rollen bringt, und dennoch bleiben die Kinder mehr im Hintergrund als Eve und Adam – sowohl als Geist, als auch als Lebende. Das ist ungewöhnlich und gefällt mir gut.
Dass die Geschichte vorhersehbar ist und man – wenn auch nur grob – weiß, was passiert, ist in meinen Augen kein Nachteil, sondern ebenfalls etwas Angenehmes. Manchmal sind Plottwists nur zum Schocken da und machen am Ende die Geschichte weniger gut oder sogar inkonsistent.
Der Stil für die Erzählung weicht ein wenig von den anderen Serien von Ai Yazawa ab, das geht vielleicht auch mit dem etwas anderen Genre einher. Es ist auch weniger witzig, dafür gut geschrieben. Zeit sollte man dennoch mitbringen, es ist kein „Easy-Read“.
Das Leben einer anderen