Mandelmus und Nussmuse selbst herstellen spart viel Geld!

Von Heike

Hallo liebe Freundinnen und Freunde der Regenbogenkombüse!

Ich habe das Glück, dass ich mich berufsbedingt für verschiedene Küchentechniken und Küchengeräte interessieren darf. Schon seit mehr als 3 Jahren liebäugelte ich mit einem Standmixer bzw. Blender. Und zwar gleich mit einem der “Königsklasse”, dem Vitamix. Da ich jedoch eher zu den Menschen gehöre, bei denen das Geld nicht locker im Portemonnaie steckt, konnte ich mich lange Zeit nicht dazu durchringen, mich mit dem recht beachtlichen Preis des Vitamixes abzufinden.

Cremige Tomatensuppe mit Ochsenherztomate

Dann wurde ich vom pala-verlag mit dem Projekt beauftragt, ein Buch über vegane Rohköstlichkeiten aus dem Mixer zu schreiben. Nun hatte ich für mich endlich eine plausible Entschuldigung, einen solchen Batzen an Euros auszugeben und investierte in den Klassiker aller Standmixer. Seitdem nutze ich den Vitamix (manchmal sogar mehrmals) täglich, weil er mir gerade bei der veganen Küche das Küchenleben deutlich vereinfacht.

Ich bereite im Vitamix nicht nur (grüne) Smoothies, Fruchtshakes oder Rohkosteis zu, sondern nutze ihn auch dazu, Nüsse und Kerne zu zerkleinern, Mayonnaisen, Dips, Dressings und Saucen zu mixen. Selbst Teige mit einer leicht flüssigen Konsistenz wie z. B. für Pfannekuchen sind darin schnell verrührt. Auch pürierte  Suppen lassen sich entweder in Rohkostqualität oder im Nachhinein erhitzt, wie es bei der super cremigen und dennoch leichten veganen  Tomatensuppe im oben stehenden Foto der Fall ist, im Handumdrehen bzw. in wenigen Mixminuten herstellen.

Mandelmus selbst machen und 50 Prozent sparen

Richtig Geld spart man mit einem leistungsstarken Standmixer oder Blender jedoch, wie ich finde, bei der Zubereitung von Mandelmus und Nussmusen. Für ein 500 Gramm Glas Mandelmus aus dem Bioladen zahlt man im Schnitt 12 bis 16 Euro. Bereitet man die gleiche Menge mit dem eigenen Standmixer  in Bioqualität zu, kann man gut und gern 50 Prozent sparen. Der gesamte Prozess dauert gerade mal gut 5 Minuten. Um das Mandelmus, was sich unter den Messern festgesetzt hat und das man selbst mit den geschicktesten Fingerverenkungen nicht aus dem Mixbehälter entfernen kann (was eines der wenigen Mankos des Vitamixes ist), nicht zu verschwenden, bereite ich im Anschluss immer einen leckeren Smoothie und Shake zu. Durch das Mixen der Flüssigkeit löst sich das Mandelmus von den Messern und dem Boden und wird  so in das Getränk integriert.

Wenn Sie selbst einmal ausprobieren möchten, Mandelmus in der eigenen Küche herzustellen, können Sie im Folgenden nachlesen, wie es geht:

Mandelmus ganz einfach selbst machen

Falls Sie nicht einen so leistungsstarken Standmixer oder Blender besitzen, sollten Sie während des Pürierens noch etwas zusätzliches Öl hinzufügen, damit die Mandelmasse sich besser zerkleinern lässt.

Für etwa 210 g Mandelmus benötigt man:

200 g Mandeln
3 – 4 EL Mandeöl oder Sonnenblumenöl
 
Die Mandeln mit dem Öl in den Mixbehälter geben und zu einer feinen Paste zermusen.
In einem geschlossenen Glas im Kühlschrank hält sich das Mandelmus mehrere Wochen.
 
Tipp:
Ein etwas milderes Mus in Rohkostqualität erhält man, wenn man die Mandeln 24 Stunden in etwas Wasser einweicht, danach sehr gut abtropfen lässt, enthäutet und dann mit dem Öl im Mixbehälter fein zermust. Dieses Mus hält sich jedoch im Kühlschrank nur eine knappe Woche.
 

Auf die gleiche Art lassen sich übrigens noch andere Nussmuse wie z. B. Cashewmus, Erdnussmus (Peanut Butter) Haselnussmus und Paranussmus herstellen. Mehr Rezepte dazu finden Sie hier:

Viel Spaß beim Mixen und Musen!

Ihre Heike Kügler-Anger