Manchmal muss man eben verrückt sein – ganz ohne Plan!

Eigentlich gehörte ich immer zu den Menschen, die einen Plan haben. Einen Plan für die Zukunft, insbesondere für die berufliche. Und wenn ich eines bisher nicht in meinem Leben getan habe, dann war es mir zu gestatten, mal etwas anders, etwas „verrückt“ über meine berufliche Zukunft zu denken, geschweige denn auch nur irgendetwas „Verrücktes“ zu tun. Bisher lief alles immer sehr „straight“ nach Plan und die klassische Frage “Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?” hätte ich im Schlaf beantworten können.

Yogamatte

Seit ich jedoch meine Selbstfindungsreise begonnen und der Stimme meines Herzens mindestens einen ebenbürtige Platz neben meinem Verstand eingeräumt habe, sieht es anders aus. Ich stehe so oft vor der Frage nach dem Sinn. Versteht mich nicht falsch, ich mag meinen Job sehr gern und ich weiß, dass ich dort gut aufgehoben bin, aber tief in mir wird das Flüstern meines Herzens immer lauter, das nach Mehr verlangt: Ich sehne mich nach mehr Freiheit, nach mehr Kreativität, nach mehr Umgang mit tollen Menschen, nach einem Beitrag, anderen Menschen etwas Gutes mit auf den Weg zu geben, einfach etwas grundlegend Sinnvolles zu tun.

Lange Zeit habe ich diese innere Stimme nicht zugelassen. Ich hatte doch einen anderen Plan für’s Leben! Aber mit der Zeit lernte ich, dass vermeintlich vernünftige Pläne keinen Sinn machen, wenn unser Herz noch andere Träume hat. Und erst recht machen Pläne keinen Sinn, wenn unser Herz sich auch noch in verschiedene Richtungen ausdehnt. Bis vor Kurzem war ich davon total gelähmt. Ich hatte das Gefühl, dass ich einfach nicht weiß, was ich will. Es entstand ein Konflikt. Ich kam nicht vor und nicht zurück. Viele Gedanken meines Verstandes kreisten in meinem Kopf: Würde ich das finden, was mich glücklich macht? Wie gehe ich mit meinem eigentlichen Job um? Kann ich zwei Jobs parallel tun? Was ist, wenn ich etwas beginne und das doch nicht meines ist? Ich steckte einfach in meiner Angst fest und wusste nicht mit der Situation umzugehen.

Doch irgendwann wurde mir klar, dass ich viel zu engstirnig dachte. “Warum sollte ich nicht neben meinem sicheren Job einfach mal etwas ausprobieren und schauen, ob es mir gefällt und ob ich mir daraus etwas für die Zukunft vorstellen kann? Und war ich nicht eigentlich mit meinem Blog schon mitten drin, etwas zu tun, nach was sich mein Herz so sehr sehnte? Muss es für alles eine konkrete Berufsbezeichnung geben? Und warum sollte es unbedingt ein klassischer Full-Time-Job für mich sein? Warum nicht mehrere Dinge mit Erfüllung tun? Ich bin schließlich ein Scanner.” Diese neuen Gedanken waren im wahrsten Sinne des Wortes “ver-rückt”. Ja, ich habe die vorher so angstmachende Situation aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet. Ich habe mein Denken “ver-rückt” und das gab mir in den letzten Wochen einen ganz neuen Auftrieb! Die Angst verschwand langsam und ich konnte mein Herz mehr und mehr öffnen.

Und wie das nun mal so ist, wenn man sein Herz öffnet, kommt auch etwas zu einem zurück. Eine lange Geschichte mit einem tollen Resultat! :-) Ich habe mich kurzerhand für das erste Modul des Power Yoga Teacher Trainings angemeldet. Es findet am nächsten Wochenende in Hamburg statt und ist der erste Schritt zur zertifizierten 200-Stunden-Yogalehrer-Ausbildung. Doch ob ich die komplette Ausbildung machen will, entscheide ich nicht jetzt. Nein. Ich fahre zu diesem Wochenende und schaue einfach, wie es mir gefällt. Vielleicht ist es ein möglicher Baustein für meine Zukunft, vielleicht tue ich es aber auch nur für mich…Ich vertraue darauf, dass mein Herz es mir sagen wird.

Und dass ich jetzt noch keinen Plan habe, fühlt sich seltsamerweise auch mal ganz gut an…ungewohnt, aber gut. :-)


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