Manche Menschen sind faszinierend...

Von Derbalubaer

... Kaum dass meine Frage: „Was möchtet ihr gerne auf http://balubaer.blogspot.comlesen“ in Facebook und Google+ online war, kam die erste E-Mail mit einer Gegenfrage angerauscht: „Gehen dir schon die Ideen aus?“ Ich habe gelesen, dass eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, unhöflich sei. Daran will ich mich aber nicht festbeißen. Denn immerhin entsteht aus Fragen und Antworten Kommunikation. In manchen Fällen mag es zudem zur Vorbereitung der eigenen, qualitativ hochwertigen Antwort von Nöten sein, mit einer Gegenfrage die Informationsbasis für die

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Grafik: Yoshi Aka


eigene Antwort zu verbessern. Die im E-Mail gestellte Frage lässt ein solches Ziel leider nicht erkennen. Dass die Frage per E-Mail und nicht via Kommentar gestellt wurde, lässt mich weiter daraus schließen, dass mich der Absender, von dem ich übrigens bereits mehrfach Post ähnlich gelagerten Inhalts erhalten habe, eher necken möchte? Das dieser Schreiber das nicht im öffentlichen Kommentar tut, lässt mich weiter vermuten, dass es sich um jemand sehr Schüchternen handeln muss.
Ich weigere mich, diesen falsch eingereichten Kommentar als Kritik oder als Fehlersuche zu sehen oder den Versuch mir ein Problem unterzujubeln, dass ich womöglich haben könnte. Siehe meinen Post über die Schreibblockade. Das Lamentieren über Probleme macht meines Erachtens nur dann Sinn, wenn gleichzeitig ein erster Lösungsansatz eingebracht wird. Das Aufzeigen von Problemen ist, nebenbei erwähnt, eine wichtige Sache. Aufgaben (=Problemstellungen) können nämlich nur dann gelöst werden, wenn sie bekannt sind.
In dem erwähnten E-Mail ist jedoch keinerlei Ansatz einer Lösung zu finden. Kein, ich würde empfehlen, darüber oder hierüber zu schreiben. Oder ich würde gerne dieses oder jenes von dir lesen. Nein – einzig der Satz: „Gehen dir schon die Ideen aus?“
Ich kann dich beruhigen, lieber Leser meiner Postings in Google+, Facebook oder im Blog. Es gibt jede Menge Themen, über die ich schreiben kann, möchte und werde. Doch ich denke, dass es zu den Pflichten eines Anbieters von Unterhaltung, Wissen, Informationen, Ratschlägen, Tipps & Tricke, etc., etc. gehört, sich um seine Leserschaft und seine treuen Begleiter, durch den Textdschungel des Internets, zu kümmern. Dazu gehört auch, von Zeit zu Zeit nachzufragen, ob man mit seinem Geschreibe überhaupt auf dem richtigen Weg ist. 
Solange ich für mich selbst geschrieben habe, also in den ersten Tagen der Existenz dieses Blogs, war es recht gleichgültig, worüber ich mich ausgelassen habe.
Mittlerweile lesen täglich an die 100 Menschen meinen Blog und damit verbinde ich ein gerüttelt Maß an Verantwortung. Dieser Verantwortung komme ich gerne – mit Einschränkungen – nach.
Eine solche Einschränkung ist, dass ich mich nicht dazu hinreißen lassen werde, in das gleiche Horn zu stoßen, wie viele Blogger weltweit. Ich werde nicht damit anfangen Texte und Bilder zu kopieren und ausschließlich zum Einsammler und Verteiler der Schöpfungen anderer Autoren degenerieren. Ich werde mich nicht dazu hergeben über all das Schlechte in der Welt zu jammern und mit dem Bloßstellen von Personen, Institutionen oder Unternehmen Klicks zu sammeln. Ich werde mich auch davor hüten, Follower und Kreise - wie bereits angeboten - zu kaufen, um nach außen scheinbar unzählige Leser zu haben. Das alles wird in/mit meinem Blog nicht passieren.
Denn! Wenn ich eines gelernt habe dann, dass man die treuesten und ehrlichsten „Kunden“ langsam und mit der Zeit gewinnt. 1 „Follower“, Leser oder wie auch immer man sein Publikum nennen mag, welcher über Mundpropaganda und gute Qualität zu einem kommt, ist 1000x mehr Wert, als 1000 gekaufte oder gefakte Kontakte.
In diesem Sinne: Schreibt mir, worüber ihr gerne lest – und ich werde sehen, dass ich eurem Wunsch nahe kommen kann. Ihr da draußen seid es Wert, mit Qualität gefüttert zu werden ;)
PS: Natürlich darf auch hier im Kommentar hinterlassen werden, was ihr hier gerne lesen würdet :D