Mal ein etwas anderes Thema: Könnten wir uns nicht alle ab und zu etwas besser behandeln?


Hm, etwas komisch, was? Denn was hat so ein Thema hier auf einem veganen Blog verloren?
Nun ja, in erster Linie ist das hier mein Blog und somit möchte ich darin auch über Dinge schreiben, die mich persönlich beschäftigen. Dinge, die ich für wichtig halte. Dinge, bei denen ich denke, dass sie etwas mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Denn im Grunde sind wir alle nicht immer gut zu uns. Sei es, dass wir zu viel rauchen, zu wenig schlafen, uns zu viel Arbeit aufbürden, vielleicht weil wir nicht in der Lage sind mal Nein zu sagen. Oder vielleicht essen wir zu viel, oder vielleicht auch zu wenig. Oder wir ernähren uns zu einseitig. Oder wir trinken zu viel, feiern zu ausgelassen und und und.
Die Arten und Weisen, mit denen wir uns selbst Schaden zufügen können, sind breit gefächert. Vielleicht sind wir auch von der Sorte, dass wir lieber an andere, statt an uns selbst denken. Vielleicht haben manche von uns dabei ein schlechtes Gewissen und denken dann zu egoistisch zu sein.
Egal wie man es nimmt, das Thema ist nicht gerade leicht.

Gerade beim Veganismus geht es um das Wohl anderer. Zumindest sehe ich das so. Denn mir geht es dabei in erster Linie um Tiere. Ich möchte nicht, dass für mich ein anderes Lebewesen leiden muss. Wenn meine Katze sich, während ich diesen Beitrag hier schreibe, an meine Beine kuschelt und ihre Äuglein geschlossen hält,während sie schnurrt, so könnte ich mir nie und nimmer vorstellen ihr vorsätzlich Leid zukommen lassen zu wollen. Ganz egal für wie normal das andere halten. Ein Tier human schlachten. Quatsch! Einen glücklichen Hund töten? Wer würde das tun?
So wenig ich möchte, dass ein anderes Lebewesen meinetwegen leiden muss, mit mir selbst gehe ich dem entgegen jedoch nicht immer gut um. Weder in der Vergangenheit, noch heute. Doch man kann nur dann wirklich für andere da sein, wenn es einem selbst gut geht, richtig?

Es gibt wie bereits gesagt viele Arten wie man sich selbst Schaden kann. Und im Grunde behandeln wir uns alle nicht immer mit dem Respekt, mit dem wir es eigentlich tun sollten.

Mal ein etwas anderes Thema: Könnten wir uns nicht alle ab und zu etwas besser behandeln?

Essen, Diäten & Co.

Manchmal denken wir vielleicht, wir seien zu dick und sollten abnehmen, lassen uns zu Diäten hinreißen, die uns schnelle Ergebnisse versprechen. Alles was wir dafür zu tun haben ist, Mahlzeiten durch irgendwelche Shakes zu ersetzen. Oder irgendwelche Tabletten einzuwerfen, die uns versprechen unseren Appetit zu zügeln. Oder wir sollten auf unsere Kalorien achten. Es sollten ja nicht zu viele sein. Nicht zu viele Kohlenhydrate, denn die sind schädlich und so weiter und so fort, nicht?

So versuchen wir vielleicht immer mal wieder durch kurze Diäten unser Gewichtsproblem in den Griff zu kriegen. Oder wir entwickeln im Laufe der Zeit eine gestörte Essstruktur. So sind Magersucht oder Bulimie heute sicher keine Fremdwörter mehr. Doch auch das so genannte Binge-Eating oder auch Othorexie lassen sich inzwischen zu diesen Störungsbildern dazu zählen.
Egal wie man es nimmt, das Thema ist breit gefächert. Doch viel zu oft, so zumindest meiner Erfahrung nach, lassen sich die meisten von schnellen Abnehmversprechen leichter anlocken als von der gesunden Variante: Ernährung dauerhaft gesund umstellen, regelmäßig und ausreichend essen und sich bewegen. Lieber mal schnell ein Shake statt einer Mahlzeit. Lieber eine Saftkur für ein paar Tage, lieber wieder irgendeine Lowcarb-Diät usw.

Viele von uns leiden heutzutage an mehr als nur etwas Übergewicht. Laut Statistik sind inzwischen rund 70 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig, jeder fünfte Deutsche ist fettsüchtig (BMI 30 und darüber). Quelle
Sollten wir so weiter machen wie heute, so lauten manche Prognosen wie folgt:

„Setzt sich die Entwicklung in gleichem Tempo fort, wird laut Studie 2025 etwa jeder fünfte Mensch weltweit stark übergewichtig sein (BMI über 30).“ Quelle

Man könnte sagen, dass die meisten übergewichtigen Menschen im Grunde irgendwo ein gestörtes Essverhalten haben. Und das muss nicht immer gleich bedeuten, dass sie zu viel essen. Bei solch einer statistischen Entwicklung ist dann wohl auch nicht mehr das Magermodel auf dem Laufsteg das Problem, das mehr Aufmerksamkeit bedürfte. Denn, egal wie man es nimmt, ob Magersucht oder Esssucht, beides schadet. Beides ist eine Form gestörten Essverhaltens.
Meist ist der Prozess in eine gestörte Essstruktur ein schleichender. So kennt wohl jeder die Story, dass jemand eine Diät machte, abnahm, positive Resonanz erntete und irgendwann im Strudel der Essstörungen gefangen war. Und meist braucht es dann viel Willensstärke und harte Arbeit wieder dort heraus zu finden. Wieder Essen zu lernen.

Wie gesagt, das Thema ist komplex. Und oftmals hört man von veganer Seite, dass man sich ja nur vegan ernähren müsse und schon hätte man das Geheimrezept zu einem glücklichen, erfüllten und gesunden Leben.
Wenn das alles so simpel wäre…

Mal ein etwas anderes Thema: Könnten wir uns nicht alle ab und zu etwas besser behandeln?

Arbeit & Stress

Wir leben heutzutage beispielsweise in einer Gesellschaft, die uns immer mehr abverlangt. So ist man schnell mal geneigt nicht Nein sagen zu können. Gerade dann, wenn der Vorgesetzte eine Bitte hat. So hat man dann vielleicht mitunter ein schlechtes Gewissen anderen Kollegen gegenüber, wenn man mal pünktlich Feierabend macht, statt noch ein oder zwei Überstunden dranzuhängen. Vielleicht gehört man auch zu denjenigen, die zu allem Ja und Amen sagen. Oder aber man gehört zu denen, die von sich selbst fordern zu den Besten zu gehören, immer alles akkurat und perfekt zu machen, die meiste Arbeit zu leisten. Um sich oder vielleicht auch anderen zu beweisen zu was man in der Lage ist.
Vielleicht gehört man dann so zu den Menschen, die dann keine Pause machen und stattdessen durcharbeiten. Oder zu denjenigen, die schnell mal nebenbei hastig ihr Mittagessen herunterschlingen, weil die Arbeit einfach nicht warten kann.

Stress im Job kann uns wiederum gedanklich fordern. So kann uns das berufliche Geschehen wenn es sein muss sogar in unseren privaten Alltag verfolgen. Sei es, dass wir über eine Sache noch ewig nachdenken, vielleicht Dinge für die Arbeit noch zusätzlich von Zuhause aus erledigen, oder dass sich unsere Gedanken, vielleicht auch Sorgen und Ängste in Träumen manifestieren und uns so unseren Schlaf rauben. Vielleicht wird unser Schlaf auch dadurch gestört, dass wir schlicht und ergreifend unseren Kopf nicht abstellen können. Denn der lässt sich mal nicht eben wie durch einen Knopfdruck deaktivieren, wenn wir gerade Mal Lust darauf haben.
So kann sich beruflicher Stress nicht nur auf unseren Schlaf, sondern auch auf unseren Körper sowie unsere Psyche auswirken. Erste psychische Anzeichen für eine Stressbelastung können wie bereits gesagt, Schlafprobleme, Unwohlsein, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Motivationsprobleme und Ängste sein.
Zu den körperlichen Früh-Symptomatiken können Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, erhöhter Blutdruck, Rastlosigkeit oder Sodbrennen gehören. 
Langfristig kann dauerhafter Disstress zu Erkrankungen wie Bluthochdurck, Magengeschwüren, Kopf- und Rückenschmerzen, bis hin zu Herzinfarkt, Schlaganfällen und Impotenz führen (Quelle). Nicht zu vergessen, das wohl mittlerweile gesellschaftlich bekannte Burnout-Syndrom.

Mal ein etwas anderes Thema: Könnten wir uns nicht alle ab und zu etwas besser behandeln?

Die liebe Sucht….

Wie gesagt, das Thema ist gar nicht so leicht. Und im Grunde doch sehr komplex.
Sucht kann auch eine Form selbstschädigenden Verhaltens sein. Rauchen ist hierbei nur ein Beispiel von vielen. Jedem ist bewusst, dass Rauschen gesundheitliche Risiken in sich birgt, dennoch verdient die Tabakindustrie Milliarden.  2014 lag der Umsatz bei rund 20,5 Milliarden Euro (Quelle).
Werbespots, Bilder auf Zigarettenschachteln sowie schriftliche Warnhinweise sollen uns auf die gesundheitlichen Folgen hinweisen. Und, genauso wie bei der Nachricht, dass verarbeitetes Fleisch ein Karzinogen ist, gewinnt die Sucht, das Verlangen, das Versprechen kurzer Stressreduktion bzw. Entspannung eingebunden in alltägliche Rituale, meist die Oberhand.

Jeder, der jahrelang geraucht hat, wird wohl, trotz mitunter langer Abstinenz, mit dem einen oder anderen Trigger (Auslöser) konfrontiert gewesen sein. Vielleicht ist man dann auch mal wieder rückfällig geworden. Oder man würde gerne aufhören, schafft es jedoch einfach nicht. Denn selbst wenn man eine Sucht überwunden hat, man wird immer irgendwo die alten Muster in sich haben. Es wird immer irgendwann ein Kampf mit sich selbst bedeuten.

Wie gesagt, das Thema ist komplex.

Was anfangs Linderung bringt, ist auf Dauer gesehen natürlich keine gesunde Art und Weise mit sich selbst umzugehen. Nichts desto trotz, ähnlich wie bereits bei beispielsweise Essstörungen oder beim Rauchen, ist es leicht gesagt mal eben damit aufzuhören. Leicht gesagt einfach mal abzunehmen, leicht gesagt einfach mal wieder zu essen, sich nicht zu erbrechen, leicht gesagt einfach mal seinen Kopf abzuschalten, einfach mal wieder durchzuschlafen usw.

Wir alle haben so unsere Baustellen und könnten in gewisser Art und Weise wohl manchmal besser mit uns selbst umgehen. Vielleicht weniger kritisch zu uns selbst sein. Uns vielleicht mal eine kurze Pause gönnen. Sei es auch nur mal eine schöne Tasse Kaffee auf dem Balkon während die Sonne scheint. Oder, dass wir uns mal eine Mittagspause gönnen und die Arbeit Arbeit sein lassen. Oder dass wir einfach mal rausgehen und einen Spaziergang in der Natur machen.

Man kann nicht alles von heute auf morgen verändern. Doch wir alle könnten uns ab und an ein bisschen besser behandeln, uns eine Kleinigkeit gönnen, die uns glücklich macht und auf andere Gedanken bringt. Sodass wir wieder für uns und somit auch für andere besser da sein können.
Von daher: Was tut ihr euch Gutes? Oder was wollt ihr euch in Zukunft vielleicht noch Gutes tun? Was sind eure ganz persönlichen Baustellen?

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