Magazin Galileo pervertiert den Hitchbot

Von Klaus Ahrens


Der trampende Roboter Hitchbot (Anhalter-Roboter), der im letzten Jahr schon in Kanada durchs Land trampte, gehört zu einem Kunstprojekt, das zeigen soll, ob ein “hilfloser” Roboter auf Unterstützung von Menschen rechnen darf.

Die Art und Weise, wie deutsche Medien wie die Galileo-Redaktion, die den Roboter seit seiner Ankunft in Deutschland “begleiten”, konterkariert den eigentlichen Sinn des Projekts ins Unsinnige. Und das alles nur für Zuschauerzahlen – eine perverse mediale Schau.

Eigentlich gehört der Hitchbot einfach an die Straße gestellt, wie es auch in Kanada war – ohne “Begleitmannschaft” für das “Betreute Trampen”.

Wenn ich jetzt im Fernsehen und im Internet mit anschauen muss (natürlich gespickt mit Werbung), wie die regelmäßige Berichterstattung des Magazins Galileo den Zweck der Übung ad absurdum führt, denke ich mit etwas Wehmut an die späten 60er Jahre zurück, als ich fast täglich per Anhalter unterwegs war – ohne Begleitmannschaft und Akku-Service.