Ludacris – der erfolgreichste Rapper?

Ludacris ist ohne Zweifel einer der erfolgreichsten Rapper im heutigen Business. Er ist erst 33, wirkt aber trotzdem wie ein alter Hase im Game. Ludacris ist so ziemlich einer der wenigen aktuellen Künstler, von dem ich etwas halte. Er kann sehr schnell rappen (Tóp Beispiel: HOW LOW), aber auch persönliche Texte schreiben.

Dabei muss man bei seinen Alben sehr vorsichtig sein. Als er 1999 sein erstes eigenes Album INCOGNECRO herausbrachte, wurde DEF JAM RECORDS auf ihn aufmerksam, nahmen ihn unter Vertrag und ein Jahr später folgte BACK FOR THE FISRT TIME, Luda’s erstes Studio-Album. Durch seinen Vertrag konnte er für sein Major Debüt schon einige dicke Fische an Land ziehen: Timbaland, The Neptunes oder Fate Wilson. Das Album ist so ziemlich im Dirty South Style gehalten. Das heißt, die Raps sind üblicherweise sehr schnell und die Beats meist schlicht und Partytauglich. Jedoch ist Luda hier auch noch etwas am üben, dennoch zeigt das Werk schon mal sein Talent. Die gesamte Tracklist von INCOGNECRO wurde übrigens auf BACK FOR THE FIRST TIME gepackt, deshalb kann man sich den Kauf seines Indipendent Albums sparen. Insgesamt eine Platte mit Wertung von 7/10 Punkten, für ein Debüt nicht schlecht. Klassik ist natürlich der Song WHATS YOUR FANTASY. Aber ansonsten lässt sich eher Mittelmaß auf dem Album finden.

File:Ludacris 2008.jpg

Photo: toglenn

Nur ein Jahr später warf Ludacris WORD OF MOUF nach. Das Album gilt mittlerweile als Dirty South Classic, was ich auch so empfinde. Rückblickend lässt sich sagen, es ist nicht unbedingt Luda’s bestes Album, aber definitiv das, welches das konstanteste Niveau beinhaltet, d.h., hier findet man keinen Ausfall. Hier präsentiert sich Luda Rap-Technisch auf in einem sehr hohen Level, auch die Beats sind hier perfekt. Wie gesagt, für mich nicht sein bestes Album, aber definitiv weit vorne. 8,5/10 Punkten.
Knapp 2 Jahre später folgte CHICKEN’N BEER. Jedoch war es eher ein Ausfall. Die Instrumentals sind eher nervtötend, Rap technisch ist Luda jedoch auf voller Höhe. Doch kann man sich nicht jeden Track bis zum Ende anhören, leider eher eine Skip-Platte. Zudem nervt es, dass Ludacris immer nur Sex, Frauen, Bier, Autos und nochmal Sex zelebriert. 5/10 Punkten.
Aus dem Fehler gelernt, warf Ludacris THE RED LIGHT DISTRICT nach. Das Album ist bis heute mein Lieblings-Luda Album. Es enthält zahlreiche Smash-Hits, große Produktionen und Ludacris ist Reap-Technisch auch auf dem Höhepunkt. Abwechslungsreich ist sie auch, zudem verarbeitet er seine schlechten Erfahrungen mit dem Ruhm & Erfolg. Anspieltipps: GET BACK, ein geiler Crunk Song oder SPUR OF THE MOMENT. Einziger Ausfall: THE POTION, der Beat ist eher monoton.
9/10 Punkten
Im selben Jahr begann der Weltruhm von Ludacris, er ist als Gast bei Usher (YEAH) und KanYe West (BREATH IN BREATHE OUT) und verdient ordentlich Kohle.
2006 kam RELEASE THERAPY heraus. Es ist jedoch eher ein Album für Hardcore Fans. Es ist sehr weichgespült, da persönlich. Hier erzählt Ludacris viele Persönliche Sachen, redet mit Gott usw. Den Kritikern gefällt es (er bekam 2 Grammys für das Album), bei Fans ist es aber eher Mittelmaß. Textlich definitiv sein bestes Werk, jedoch sehr soft für einen Typen, der angibt, eine Granate im Bett zu sein. Trotzdem kann man ihm nicht nachsagen, dass es ein schlechtes Album ist; eben nur ein anderer Style. 7/10 Punkten.
Mit THEATER OF MIND folgt eine Mischung aus den beiden Vorgängern: Er liefert die Party & Smashes aus THE RED LIGHT DISTRICT ab, zugleich aber auch persönliche Texte. Es ist in der 2. Hälfte sehr R’N B lastig, und auch sehr Chart tauglich. Es lassen sich auf diesem Album 2 Ausfälle finden, WISH YOU WOULD und SOUTHERN GANGSTA, was vor allen an den Instrumentals & Gästen liegt. Ludacris fegt die Feats. Von Rick Ross & T.I. (du Geldgeile Sau sitzt grad eh im Knast :-) ) buchstäblich weg, ihre langsamen, unkreativen Rhymes werden von Flow-King Luda buchstäblich verrissen. Mir gefallen hier besonders EVERBODY HATES CHRIS, I DO IT FOR HIP-HOP und ONE MORE DRINK.
Was das tolle an dem Album ist: Ludacris hat den schweren Spagat zwischen Party & persönlichen Texten geschafft. 8/10 Punkten.
Tja, sein bisher letztes Album heißt BATTLE OF THE SEXES. Wer mich und/oder mein Review kennt, weiß, dass mir bei diesem Album fast die Tränen gekommen. Ludacris zelebriert Sex & Frauen ohne Ende, jagt alte Vorsätze zum Teufel und schafft es nur, mit HOW LOW einen geilen Hit abzuliefern. Der Rest: Langeweile Pur. 2/10 Punkten.
Seine aktuellen Gastauftritte: Justin Bieber, Taio Cruz und Mel B.
Für 2011 ist ein neues Album geplant, Name: LUDAVERSAL. Es soll die THEATER OF MIND Trilogie fortsetzten. Das wäre echt cool. Wer etwas von Ludacris haben will, kann gerne mit THE RED LIGHT DISTRICT oder THEATER OF MIND anfangen. Wem das gefällt, kann sich an WORD OF MOUF und RELEASE THERAPY wagen.
Artikel geschrieben von: G. Score


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