Literaturhaus Hannover im Sparkassenforum: Arno Geiger und Helge Frieling zum Thema Demenz und Altern in Würde, April 2011

Literaturhaus Hannover im Sparkassenforum: Arno Geiger und Helge Frieling zum Thema Demenz und Altern in Würde, April 2011 - "Der alte König in seinem Exil"

Aktueller Hinweis:

Lesung und Gespräch zur Demenz und zum Altern in Würde in der Reihe "Resonanzen" mit Arno Geigerund Helge Frieling. Nach Erfahrungen mit seinem eigenen Vater hat Arno Geiger den Roman "Der alte König in seinem Exil" geschrieben. Die Veranstaltung war bereits ausverkauft, durch eine Raumverlegung hat man aber erreicht, dass es wieder Karten gibt.

Geiger-könig
Freitag, 08.04.2011, 19.45 Uhr // Sparkassenforum am Schiffgraben 6 - 8, 30159 Hannover
Resonanzen

Arno Geiger und Helge Frieling
„Der alte König in seinem Exil“ - Vom Leben mit Demenz und vom Altern in Würde

Moderation: Martina Sulner

 

Aus dem Ankündigungstext des Literaturhauses:

"Ein alter Mann bekommt seinen Hut gereicht, er bedankt sich und fragt nach seinem Gehirn. Man versichert ihm, es sei unter dem Hut. Der alte Mann erwidert: „Das wäre aber ein Wunder.“
Arno Geiger beschreibt surrealistisch anmutende Momente mit seinem an Alzheimer erkrankten Vater, die in ihrer bizarren Komik befreiend sind, dahinter aber auch Verunsicherung und Verzweiflung spüren lassen. Der Vater befindet sich in einer für ihn irritierenden „Welt aus lauter fremden Gesichtern" und macht in seiner Verwirrung auch denen, die ihn betreuen, das Leben schwer.
Unsere Gesellschaft wird im Schnitt immer älter. Es erkranken immer mehr Menschen an Demenz und fordern damit ihre Angehörigen ebenso wie die Gesellschaft heraus. Wie nun gehen wir angemessen mit dem um, was Geiger „das gebrechliche Gehirn“ nennt? Wie kann man die „alten Könige und Königinnen in ihrem Exil“ in Würde altern lassen?
In seinem aktuellen Buch Der alte König in seinem Exil stellt sich Geiger die Frage: Wenn einer nicht mehr denken kann wie früher, was ist das für ein Leben? Er versucht, diese neue Welt seines Vaters zu verstehen, schließt nochmals Freundschaft mit ihm und begleitet ihn viele Jahre. Dabei behält er stets das Leben, die Persönlichkeit des Vaters vor der Demenz im Blick ..." 

Sehr empfehlenswert.