Literarisches von der FBM18

Literarisches von der FBM18Zuerst die gute Nachricht. Ich bin dieses mal nicht durch den Boden des Pavillions gebrochen, habe einen Scheinwerfer umgerissen und die Tonanlage außer Betrieb gesetzt 😀 Okay, das könnte daran liegen, dass die Messegesellschaft ein neues Pavillion gebaut hat, wo die Technik bereits intergriert wurde und der Boden nicht mehr aus Einzelbrettern besteht 😉 Insgesamt war diese Messe von den Ausstellern eher schlicht und kostengünstig gehalten, falls es kostengünstig auf einer Messe überhaupt gibt 🙂 Einige Stände waren dieselben wie letztes Jahr und Ausreißer nach oben gab es überhaupt nicht. Die Cosplayer hatte man komplett auf den Sonntag verschoben, wohl, um dann nochmals Publikum zu ziehen, was mich als Fachtagebesucher etwas geärgert hat. Das Spardiktat hatte ich ja bereits in meinem kulinarischem Rundgang erwähnt, sodass wir gleich zu den Highlights der Literatur kommen können 😉

Literarisches von der FBM18Klar habe ich beim Gastland Georgien vorbei geschaut und war total enttäuscht. Der dunkel gehaltene Raum hatte eine Landschaft aus Stellelementen, die mich stark an die Pausenkatzenvideos der 70er Jahre erinnerte und vielleicht ist es nur Pech, dass ich gerade keine Literaten getroffen habe, aber immerhin die Stars der DJ Musikszene des Landes, die mich dann mit ihrer (wahrscheinlich hippen) gruseligen Kakophonie an Tönen aus der Halle trieb. Kein Vergleich zu Frankreich im letzten Jahr.

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Literarisches von der FBM18Meine sonstigen Schwerpunkte lagen in den Hallen 3.0 und 3.1, aber auch Halle 4, 5 und ein kleiner Rundgang durch die Fotowelten gehört dazu, wo mir wieder Reinhold Messner über den Weg lief, den ich kurz zuvor bei seinem Auftritte besucht hatte. Er ist immer der Mahner für das Leben und gegen kommerzielle Interessen um jeden Preis. Erst bei meiner Begenung bei den Kalendern (er interessierte sich besonders für alte Handelsruten in Afrika/ vielleicht ein neues Projekt?) fiel mir auf, wie klein und schmächtig die Mann ist, der im TV immer wie ein halber Yeti auf uns wirkt. Auch seine Hände haben eher etwas kindliches, als einen zupackenden Charakter. Man sollte sowieso nicht von Äußerlichkeiten auf die Fähigkeiten eines Menschen schließen.

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Der Deutsche Buchpreis ging 2018 an Inger-Maria Mahlkes, die Gestenreich erklärte, warum sie darüber glücklich ist, dass Deutschland anscheinend doch noch liest. Überhaupt neigen Autoren/ Schriftsteller dazu alles mit ihren Händen erklären zu wollen, obwohl ihnen die Kunst der Worte durchaus bewußt sein könnte. So war es schwierig vernünfte Bilder zu machen, da ich weder Blitze noch andere Hilfsmittel verwende, um in den teilweise dunklen Hallen mit miesen Spots meinen Job zu erledigen.

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Auf der ARD Bühne gaben sich die Prominenten die Klinke in die Hand und so referierte Professor Dietrich Grönemeyer über sein Spezialgebiet Rückenleiden und wie darauf hin, dass 90% aller Schmerzen von falsch belasteter Muskulatur herrühren würden und er eher nicht zu den technisierten Ärzten gehören würde, sondern eher praktischer Natur wäre. Esther Schweins sprach in einer Gruppe über 100 Jahre Frauenwahlrecht (was die Frauen wohl gestern in Bayern gewählt haben?) und Wladimir Kaminer riet uns, Russland nicht nur als Wirtschaftsland zu sehen, sondern sich mit den Menschen anzufreunden. Er ist ein köstlicher Unterhalter und bekam vom Fachpublikum den meisten Applaus.

Literarisches von der FBM18Daniela Dröscher

Sogar in meinen kleinen Ruhepausen auf dem Außengelände liefen mir TV Kameras mit Literaten über den Weg und allerorten wurde jedes nur denkbare Smartphone als Live-Fernsehstation missbraucht. Ob man das alles gesehen haben muss? Ich wohne ja nur etwa 100 km nördlich von der größten Buchmesse der Welt, deshalb stellt sich die Frage für mich nicht. Einmal im Leben sollte man dagewesen sein, um den hektischen Irrsinn einzuatmen. Wer es sich nicht leisten möchte, meldet sich als Blogger oder Influenzer an, wie bereits 5000 andere, die mittlerweile mit bunten Haaren, schrillen Klamotten und im Tross zur Buchmesse strömen, dem Internet Hype sei dank 😉 Für jene ist die Messe, inklusive Parken, nämlich kostenfrei und an allen Tagen zugänglich. Vielleicht sehen wir uns dann im nächsten Jahr, falls ich nicht doch mal als schreibender Autor dort aufschlage, bei miesem Licht und schalem Wasser 😀

Literarisches von der FBM18 Literarisches von der FBM18Amelie Fried

Ein ganz wichtiger Termin war die Präsentation des Buches „Paradies“ von meiner Freundin Amelie Fried, die natürlich ebenfalls gestenreich einem großen Publikum die Wendungen in ihrer Geschichte beschrieb und ich freue mich sehr für ihren Erfolg bei einem namhaften Verlag. Es ist nicht so leicht heutzutage ein Unternehmen für das eigene Buch zu finden, denn fast alle wollen im Vorfeld schon eine Gewinngarantie haben, um sich im Markt behaupten zu können.  Es würde schon helfen die riesige Veranstaltung bunter und interessanter zu gestalten und dass dieses möglich ist, weiß ich aus meiner Zeit als Manager von weltweitem Messeservice, in einem meiner vorigen Leben 😉

Gesichter der Messe, die ich interessanter fand, als so manchen leblosen Stand, wo Menschen in Anzügen ihre Angst vor Misserfolg ausschwitzten 😉

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Mein schönstes Bild der Messe war ein 70 Jahre alter Porsche 356 B!

Literarisches von der FBM18


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