Linkspopulistische Angriffe auf variable Gehaltsanteile

Aus dem Bundestag kommt ein linkspopulistischer Angriff. "Wer Dividenden und Boni ausschüttet, der kann nicht gleichzeitig Staatshilfen empfangen." Carsten Schneider nannte das sogar die "hässliche Fratze des Kapitalismus.
Moment mal. Das Kurzarbeitergeld ist eine Versicherungsleistung, für die es vorher Einzahlungen von Unternehmen gegeben hat. Hat also schon mal nichts mit Staatsknete zu tun.
Zweitens: Dividenden und Boni beziehen sich auf das zurückliegende Jahr. Gedanklich werden beide Anfang Januar berechnet und dann ausgeschüttet. Nur weil deutsche Unternehmen für die Berechnung lange brauchen sieht es so aus, als würde es ihnen gleichzeitig gut gehen und sie trotzdem Leistungen beziehen.
Zudem ist der Begriff "Bonus" hier manipulativ. Man verbindet das auch heute noch mit den "Bonibänkern", die Millionenabfindungen mitnahmen, nachdem sie die ihnen anvertrauten Banken vor die Wand gefahren hatten.
In Unternehmen bekommen heutzutage aber sehr viele variable Gehaltsanteile. Das ist Teil des Arbeitsvertrages. Kein Dritter kann auf die Auszahlung verzichten. Würde es auch nur einmal passieren, dass ein erworbener Anspruch nachträglich aus irgendwelchen Gründen gekippt würde, würden am nächsten Tag alle die Umwandlung ihrer gemischten Gehälter in rein fixe verlangen. Dann würden wir auf Sofortkasse umstellen, um kein Risiko mehr einzugehen.
Es ist übrigens ähnlich wie eine frühere Diskussion über Hartz IV und Ersparnisse, Wohneigentum usw.. Hier muss vorher geklärt werden, was ein Schaden ist und wann der Leistungsfall eintritt. Und dann überlege ich mir, ob ich die Versicherung in Anspruch nehme.
Andernfalls sind immer die die Dummen, die selbstverantwortlich Vorsorge betreiben. Wenn zwei Angestellte arbeitslos werden und der eine hat sein Geld immer sofort verprasst und der andere hat Rücklagen gebildet, dann neigt ein sozialistisches System, dem Lebemann zu helfen und den Vorsorgenden sich selbst zu überlassen - oder sogar zur "Solidarität" aufzurufen.
Die aktuellen Angriffe sind ein Argument, staatliche Hilfs- und Pflichtversicherungen in Frage zu stellen. Denn sie erweisen sich als unseriös, wenn der Staat im Versicherungsfall die Geschäftsbedingungen ändern will.

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