Liebe ist …

- wenn ein Mann seine Frau nach nahezu zwei Jahrzehnten des Zusammenseins [sic!] auch dann nicht zusammenzornt, wenn hierfür Grund und Anlass vereint.

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Man kann machen was man will – jedes Spiel hat Regeln. Was im Übrigen auch für das Spiel des Lebens gilt. Und: Allen Regeln haben die Eigenschaft, dass es denen schnurzpiepegal ist, ob man, um sie zu befolgen, viel oder wenig geschlafen hat. Oder wann man sich anschickte, ins Bett zu gehen.

0:30 Uhr komme ich nach Hause – 4:30 Uhr steht der Hund am Bett – 5:15 Uhr wartet Granny mit dem Frühstück. Anschließend poste ich rasch, dass ich müde bin, worauf folgt – 8:00 Uhr, wie an jedem verdammten Samstag auch – das obligatorische Zwei-Familien-Einkaufen von Mutter und Schwiegertochter, bei dem ich stets als Warenträger fungiere.

Ausgerechnet heute “muss” Lenchen noch bleiben. Unbedingt, denn sie hat einen Gutschein vom Weihnachtsmann. Derweil ich zu Hause ankommend – noch bepackt wie ein Kamel – in erwartungsfrohe Hundeaugen gucke.

“Na gut, ein Stündchen Wald. Danach aber, gehe ich in die Badewanne und anschließend ins Bett. UND VON DA AN WIRD NICHT MEHR GEQUIEMT!”

Der Hund scheint zu verstehen.

Wir also in den Wald, sind nach 2 Stunden zurück – ja, schön war es! – ich lasse Wasser ein. Endlich Badewanne! Danach müde zum Bett. Bald mache ich die Augen zu. Puls, Atemfrequenz und Blutdruck sinken, meine Gehirnaktivitäten verändern sich. Erhöhte Spannung in der Mittelohrmuskulatur bis … – @? ~~~ [email protected]!

Bis Lenchen plötzlich am Bett steht, um mich daran zu erinnern, dass unser Staubsauger – der, den ich gestern schon holen “wollte” – noch bei meiner Mutter steht. Und dass es schön wäre, wenn sie ihn hätte. Samstag findet bei uns nämlich – “hast du wohl vergessen?” – das Stuben- und Revierreinigen statt. Wie IMMER. Wie an “Any Given Sunday” - nur Samstags eben.

Ich also schweigend aus dem Bett, in Gedanken ein Tweet absetzend, …

Liebe ist… – wenn der Mann seine Frau nach zich Ehejahren auch dann nicht zusammenzornt, wenn er allen Grund dafür hat.

… den Autoschlüssel suchend, Schuhe anziehend, …

“Ach, und guckema!”

Lenchen zeigt mir die Dahlback-Tüte. Eine Aushilfskraft hatte ihr heute morgen, statt wie von ihr geordert “ein halbes Max-und-Moritz-Brot, ungeschnitten” die Hälfte von einem “Mecklenburger Landbrot” eingepackt.

Endlich weiß ich, was zu tun ist!

“Gib her!”

Die Dahlbäckerinnen kriegen jetzt was zu hören! 

Und danach – vorfreue ich mich – wird es mir deutlich besser gehen.


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