Licht – ein atemberaubendes Phänomen!

Von Lukas Röthlisberger @Adekagabwa

Wir Menschen brauchen das Licht. Wir sind da genau wie die Pflanzen. Wir drehen uns dem Licht entgegen. Wir reisen in den Süden, und begeistern uns für das Licht dort, in Nizza oder in Tunis (Klee). In diesen Tagen sind die längsten Nächte des Jahres. Und schon die Kelten, Helvetier oder Germanen feierten ihr Lichterfest zur Wintersonnenwende. Genau wie wir heute: alles wird mit zusätzlichen Lämpchen, Kerzen oder Leuchten erhellt, wir stellen beleuchtete Bäume in Wohnungen und Strassen auf. In allen Kulturen ist das Licht über und über voller Symbolik! Bei den alten Ägyptern oder den Hochkulturen Südamerikas war die Sonne sogar die höchste Gottheit.

Die neue Physik begann vor etwa hundert Jahren neue Entdeckungen über das Licht zu machen. Und Schlag auf Schlag kamen zuerst Theorien und bald darauf experimentelle Beweise über die Eigenschaften des Lichtes, die jede Vorstellungskraft sprengen, und denen etwas Metaphysisches anhaftet.

Die moderne Weihnachtsgeschichte

  • Das Licht wandelt sich nicht.
    Das Licht bewegt sich unglaublich schnell:  300‘000 km pro Sekunde sind es (eine Milliarde km pro Stunde). Und das groteske: gleichgültig, ob sich die Lichtquelle rasend schnell vom Lichtstrahl wegbewegt, oder ob sie in die gleiche Richtung wie der Strahl mitflitzt, das Licht ist immer genau gleich schnell.Unwandelbar.
  • Das Licht ist wie es ist.
    Eine Quarzuhr in der Weltraumstation ist langsamer als dasselbe Modell auf der Erde. Einstein hat das vorausgesagt, heutzutage kann man es messen. Je schneller man sich bewegt, umso langsamer wird die Zeit. Könnte man aber so schnell reisen wie das Licht, dann bliebe die Zeit für den Reisenden stehen. Nachweislich ist für das Licht selber die Zeit immer jetzt. Sie existiert nicht. Wenn Licht keine Zeit hat, kann es sich nicht entwickeln, es ist einfach.
  • Licht ist ohne Raum und Zeit.
    Wenn man sich unglaublich schnell bewegt, dann schrumpft man. Keine Angst, so schnell ist noch keiner gereist. Aber könnte man so schnell unterwegs sein wie das Licht, so ist die Masse weg. Licht kennt also keinen Raum: die räumliche Distanz ist bei Lichtgeschwindigkeit gleich null.
  • Licht entzieht sich dem entweder/oder.
    Als die Physiker nun wissen wollten, ob das Licht eine Welle sei (wie die Radiowellen) oder ein Teilchen, mussten sie feststellen, dass beides zutrifft. Je nachdem, wie man die Versuchsanordnung gestaltet.
  • Das Licht kennt keine Trennung.
    Wenn man das Licht als Photon (Teilchen) erforscht und zusammengehörige Photonen in verschiedenen Richtungen schickt, so wissen die beiden ohne Zeitverzögerung voneinander und reagieren immer gleich.

Ich lasse mich gerne von solchen Erkenntnissen berühren, staune über die Dinge, von denen wir heute noch keinen blassen Schimmer haben und freue mich darüber, dass ich mich nicht mit Lichtgeschwindigkeit bewege, denn nur deshalb habe ich Zeit zum Malen, zum Nachdenken und habe einen Körper um Sinn-lich zu leben!

BILD
Südwärts / 65cm x 44cm / Acryl auf Zeichenpapier / 2012, N°12-039
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Wenn man die Alpen überquert, zum Beispiel den Gotthard, und dann die Leventina hinunterkomt, dann ändert sich das Licht. Man atmet durch. Man fühlt mit den Zugvögeln mit, die jetzt alle im Süden Licht und Wärme suchen. Dieses Bild bringt dir diesesn Zauber in die Wohnung. CHF 250.-

Über den Begriff “LICHT” habe ich in meinem Blogbeitrag Licht und Leichtigkeit nachgedacht.

Spannende Verdeutlichung und Vertiefung, sowie Bezug zum ‘Leben nach dem Tod’ im Buch von Prof. Dr. Markolf H. Niemz (Biophysiker) “Bin ich, wenn ich nicht mehr bin?”