Levin Goes Lightly: Nachhall

Levin Goes Lightly: NachhallLevin Goes Lightly
„GA PS“

(Staatsakt)
Man möchte es kaum glauben, aber es gibt selbst dunkle Erinnerungen, die einem angenehm erscheinen. Im Grunde reden wir hier von zweien, einer ziemlich frischen und einer, die nicht mehr ganz so aktuell ist, die aber von Musikern wie eben jenem Levin Goes Lightly dankenswerterweise am Leben gehalten wird. Der Reihe nach: Den Tod von David Bowie vor mehr als einem Jahr haben wohl alle von uns noch schmerzhaft vor Augen, auch wenn der Abgang an Kunstfertigkeit kaum etwas zu wünschen übrig ließ, ist die Lücke, die der Thin White Duke gerissen hat, auf lange Sicht eigentlich kaum zu schließen. Gerade weil sich der Mann auf der Höhe seines kreativen Schaffens verabschiedet hat, was man sich bei ihm nicht wie einen Gipfel, sondern wie eine dauerhafte Kammwanderung in luftiger Höhe vorstellen muß. Vor fünfzehn Jahren wiederum erlag Frank Tovey aka. Fad Gadget in London einem Herzversagen und auch diese Leerstelle konnte trotz vieler Bewerber nicht mehr nachhaltig gefüllt werden. Gaps also – Löcher, Lücken, nur in anderem Zusammenhang, als Levin Stadler, schillerndes Chamäleon hinter dem besagten Projekt, sie vielleicht mit der Benennung seines neuen Albums beabsichtigt hatte.

Wer aber das Andenken an die beiden genannten Künstler bei sich daheim in einem sorgsam gepflegten Schrein bewahrt, der wird Levin Goes Lightly mögen, wird ihm dankbar sein für den Nachhall, welchen er mit seiner Mischung aus funkelnder Grandezza und düsterer Maschinenmusik heraufbeschwört. Stücke wie „Bluescreen“ und „Cotton“ sind trotz ihrer komplett synthetischen Textur so nahe bei Bowie wie nur wenige Neuerscheinungen in diesem Jahr, „O’Neill“ und „Ground“ wiederum stampfen so weltverachtend und kalt als dunkle, schwarze Masse, als „supermassive black hole“ ins Bild, wie der Wave der frühen Achtziger es nicht besser hätte hinbringen können. Nach dem gleichfalls wunderbaren „Neo Romantic“ gelingt Levin Goes Lightly mit „GA PS“ also der zweite Coup, und das mit einem Sound, den er selbst als romantische Dystopie, als nostalgisch, modern und meditativ, aber eben ganz sicher nicht sonderlich gutgelaunt bezeichnet. „Sad, but beautiful“ – diesen Slogan möchte man gern unterschreiben, ein schwarzer Stern, der denen leuchtet, die ihn zu erkennen vermögen.
13.05.  Bremen, Lagerhaus (mit All Diese Gewalt)
14.05.  Hamburg, Westwerk (mit All Diese Gewalt)
15.05.  Berlin, Lido (mit All Diese Gewalt)
16.05.  Leipzig, Werk 2
17.05.  München, Unter Deck
18.05.  Karlsruhe, Kohi
19.05.  Köln, King Georg
20.05.  Essen, Hotel Shanghai

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