Leserrezension zu "Der Garten der Abendnebel" von Tan Twan Eng

Mayersche

Schon auf den ersten Seiten überrascht der Autor mit geradezu poetischer Sprachgewalt und malt Bilder vor den Augen des Lesers, die tief berühren. Richterin Yun Ling kehrt am Ende ihrer juristischen Karriere an einen Ort zurück, wo sie als junge Frau nach japanischer Kriegsgefangenschaft so etwas wie inneren Frieden fand - den Garten von Aritomo, dem ehemaligen Gärtner des Kaisers.
Dieser hat sich im malayischen Hochland ein eigenes kleines Reich erschaffen, das zu einer gärtnerischen Legende wurde. Er nimmt Yun Ling in die Lehre, damit diese für ihre verstorbene Schwester selbst einen Gedenkgarten anlegen kann. Die Annäherung zwischen dem Japaner und der vom Krieg Gezeichneten fällt nicht leicht, doch der Garten scheint eine Art Vermittler zwischen ihnen zu werden.
Als Yun Ling nun als alte Frau in den Garten der Abendnebel zurückkehrt, gilt ihr damaliger Lehrer und Freund bereits seit Jahrzehnten als im Dschungel verschollen. Sie beschließt. den mittlerweile verwilderten Garten wieder zu restaurieren und findet dabei nicht nur einen gewissen Trost, sondern auch ein Geheimnis, das Aritomo und der Garten vor ihr verborgen gehalten haben.
Die Geschichte wechselt zwischen den Erinnerungen und der Gegenwart, erzählt aber auch die unheilvollen politischen Dramen und Krisen, die sich in dieser Region im und nach dem Zweiten Weltkrieg abgespielt haben.
Trotz der schwerwiegenden Themen von Krieg, Verlust, Tod Trauer, Schmerz und Sehnsucht, liegen zwischen den Zeilen auch immer wieder Hoffnung und Mut. Ein Buch mit Worten, so fein gezeichnet wie eine Kalligraphie. Eine echte literarische Perle für gehobene Ansprüche. Fünf von fünf Punkten.

wallpaper-1019588
Tee gegen Haarausfall: 17 Sorten die helfen
wallpaper-1019588
Update zu Kino-Events von „KonoSuba!“ und „Goblin Slayer“
wallpaper-1019588
Bergsteigen: Gesunde Gelenke ein Leben lang
wallpaper-1019588
Neues Smartphone Google Pixel 4a erschienen