Leserrezension zu "Das Flüstern der Seelen" von Victoria Alvarez

Mayersche

Einer der berührendsten Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe! Die kleine herzkranke Annabel muss bei ihrem ungehobelten Onkel, einem Friedhofswächter, und ihrer gutherzigen Tante auf dem Friedhof von Highgate aufwachsen. Ihre Mutter, eine Prostituierte in Whitechapel, wurde von Jack the Ripper grausam ermordet - so heißt es zumindest. Das Mädchen selbst entwickelt schon früh eine spirituelle Neugier und Begabung, Geister zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Eine Fähigkeit, die ihr Onkel als sehr gewinnbringend ansieht und das Mädchen als Medium für zahlende Besucher ausnutzt. Als jedoch Annabel und ihre Tante vor dem groben Onkel fliehen und nach London gehen, wird sie rasch zu einer seherischen Größe und bald klopft sogar Scotland Yard an ihre Tür. Doch sie lehnt jede Mitarbeit ab, was ihr nicht gerade Wohlwollen einbringt.
Ihr Privatleben gestaltet sich dagegen weitaus aufregender, denn Annabel liebt den Geist des ermordeten Lord Rosenfield und geht eine wahrhaft gespenstische Beziehung zu ihm ein. Unter einem Vorwand trifft sie auf dem alten Familienbesitz ein, um mit dessen Mutter einige Dinge zu klären, doch schnell trifft sie dort auf weitere Geistwesen und auf dunkle Familiengeheimnisse, die sie in Angst und Schrecken versetzen. Und ein letztes, großes Opfer von ihr fordern.
Dieses Buch beschreibt eine romantische Tragödie mit den poetischen Worten des 19. Jahrhunderts.  Gleichzeitig versteht es die Autorin, wunderbare Spannungsbögen voller Emotionen und immer wieder neue Wendungen einzubauen. Fünf von fünf Punkten.

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