Leseprobe aus „Der Meteorit“

Wie angekündigt, eine kleine Leseprobe aus dem bald erscheinenden Mysteryromans „Der Meteorit“, der etwa einen Umfang von 200 Buchseiten haben wird und im Amazon KDP als E-Book und Print-Taschenbuch erscheint.

Leseprobe aus „Der Meteorit“

Das Treffen

Roland freute sich ganz besonders auf Max, mit dem er sich im Krankenhaus von allen am Besten verstanden hat. Eine Art Seelenverwandtschaft, es beruhte auf Gegenseitigkeit.

Schon am Eingang des Restaurants erblickte er ihn. Am Tisch erzählte er seinem Freund von den ungewöhnlichen Erlebnissen mit Musik, die der Wind bringt. Max interessierte sich hauptsächlich für die Idee, dass die Dinge, für die die Götter des Olymp in Griechenland standen, eine Verbindung zu den Sternzeichen haben. Die Damen aus der Klinik fanden das Ganze ebenso interessant.

Das Meer und Wasser (Poseidon)
Die Geburt (Hera)
Die Erde (Demeter)
Das Licht (Apollon)
Der Mond (Artemis)
Wissenschaft, Frieden (Athene)
Krieg (Ares)
Liebe (Aphrodite)
Handel und Reisen (Hermes)
Naturgewalten (Hephaistos)
Feuer (Hestia)
Universum (Zeus)

Zwölf Punkte, die für das Leben der Menschen unumgänglich sind, genau wie das hinein geboren sein in ein Tierkreiszeichen. Sind das die wahrhaften Häuser der Astrologie?

Melanie, eine ganz charmante junge Frau, die an Depressionen litt, sagte zu Roland, dass sie genau wie er das Verlangen hatte, noch einmal mit einem geliebten Menschen zu sprechen, der leider gestorben war. Sie bestärkte ihn in der Auffassung, dass er eines Tages mit seiner Zwillingsschwester reden dürfe. Der Tod kann nicht das vollkommene Ende sein.

„Vielleicht könnte man mit Meditation eine Brücke ins Jenseits errichten?“, schlug sie der Runde vor.

„Versuch´ doch mal, symbolisch zu denken, Roland!“, warf Christoph ein. „So werden in gewissen Filmen solche Sachen gelöst, ich weiß, aber wenn das Sonnensystem, die Konstellation der Sterne und Planeten bei unserer Geburt Einfluss auf unsere Art haben, dann kombiniere die Sternzeichen zu einem einzigen Gebilde und schau´ was dabei herauskommt.“

Roland grübelte: „Ja, gewiss nicht schlecht. Diese Aufgaben dort in meiner Aufzeichnung, mit denen die zwölf griechischen Götter betraut sind, da bin ich hier auf der Erde schon richtig. Unumgängliche Tatsachen, nicht wegzudenken, leider auch der Krieg nicht. Aber so ist das nun mal. Max, hast du Lust, dass wir Versuche starten? Wir könnten uns in jeder Vollmondnacht treffen, in der der Monat in ein neues Sternzeichen wechselt. In diesen besagten Nächten beobachten wir, ob wir etwas hören oder sehen können, was einem sonst gar nicht auffällt. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass wir verrückt sind. Und auch wenn es nur eine Einbildung ist, spannend ist es allemal.“

Der Querdenker Max hatte gegen den Vorschlag nichts einzuwenden. Neben diesen Themen wurde an jenem Abend im Marzoller Schlossberghof aber auch viel gelacht und die befreundeten Ex-Patienten freuten sich über Anekdoten aus der Zeit in der Psychosomatik und die Erfahrungen mit den dortigen Ärzten und Psychologen.

Schon eine Woche später trafen sich die beiden Freigeister am Abend des Wechsels des Sternzeichens Wassermann zu den Fischen. Max las im Tagebuch die Einträge Rolands aufmerksam und gab seinem Freund sein Ringbuch, vollgepackt mit nachdenklichen Gedichten. Danach fuhren sie mit Fernrohren und Proviant ausgestattet zum alten Schützengraben, an dem Roland erstmals im Wind Beethoven hörte. Sie wollten heute Nacht den Himmel nicht aus den Augen lassen, denn es war sternenklar und für diese Jahreszeit gar nicht kalt.

„Wenn ich auch keine Melodie höre, die der Wind herüberbringt, ich möchte und werde Kontakt zum Jenseits und zu meiner Zwillingsschwester herstellen können“, sagte Roland zu seinem Freund. „Sie lebt auf einer Burg und bewacht das Gute.“

Egal, was in diesem Text von ihm bisher aufgezeichnet wurde, das Nächtebuch, die Sternzeichengeschichten, die Lyrik zu den Planeten oder das Logbuch: Alles hatte etwas mit seinen Erfahrungen und Weggefährten zu tun. Jede einzelne Geschichte und Gedicht handelt von Dingen und Personen, die etwas mit Rolands Leben zu tun hatten.

Der nicht minder genial denkende Maximilian schlug etwas vor, bevor sich beide weiter ihrer Philosophie hingaben:

„Warum sollten wir nicht einfach zu Menschen gehen, die auf einer Palliativstation liegen und wissen, dass sie bald sterben müssen? Sie denken und fühlen oft das „Zwischendrin“, was unsereiner gar nicht begreifen kann. Ich glaube, wenn wir erst einmal Kontakt zu den Toten haben, dann werden sie uns Novellen erzählen. Vom Meer und Wasser, für den dieser Poseidon und Neptun standen, von der Geburt, der Erde an sich, dem Licht und Dunkel, vielleicht sogar besagtem Tunnel, dem Mond und den Sternen, Krieg und Frieden, dem Reisen und der Liebe und allen Gewalten der Natur. Auch dem Ende, denn das ist auch ein Stück davon. Wir gehen durchs Feuer mit unserer These und begreifen so endlich das ganze Universum. Was sagst du, Schreiberling?“


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