Lerne von der Natur!

Von Wernerbremen

„Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten.

Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“
Arthur Schopenhauer

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Dr. E. Hitzbleck

„Kann ein Kirschbaum denken?“


Jeder Kirschbaum weiß zu jeder Zeit genau, was er zu tun hat. Im Winter ist er kahl.
Seine Blätter und Blüten würden sonst nämlich erfrieren.

Aber schon am Ende des Winters ist er voller Knospen.
Zum Schutz gegen die immer noch vorhandene Kälte hat er sie jedoch mit einer festen Hülle umgeben.

Im Frühling lässt der Kirschbaum unzählige Blüten wachsen.
Sie sind schneeweiß, um die Bienen anzulocken.
Diese sollen das in jeder Blüte vorhandene Honigtröpfchen naschen.
Dabei werden die Blüten befruchtet.
Aus jeder befruchteten Blüte wächst eine kleine grüne Kirsche hervor. Sobald diese dick genug ist, färbt der Baum sie wunderschön rot. Das soll die Vögel einladen, sie zu fressen.


Denn in jeder Kirsche ist ein Samenkern versteckt. Er ist besonders hart, damit er nicht verdaut werden kann. Er soll nämlich wieder weggegeben werden. Das tun die Vögel im Fliegen.
So verstreuen, sie die Kirschkerne (mit etwas Vogeldünger vermischt) in der ganzen Umgebung und säen damit lauter neue Kirschbäume.

So stecken in jedem Kirschbaum sieben schlaue Gedanken.“
Ihr Lieben,

gerade gestern bin ich über den Bremer Wochenmarkt gegangen und da konnte ich den herrlichen schwarzen dicken Kirschen aus dem Alten Land, einem riesigen Ostanbaugebiet in der Nähe von Hamburg, nicht widerstehen.
Kirschen sind einfach etwas Herrliches! Allein schon ihre Farbe lockt uns an und verlockt uns zum Verspeisen der Kirschen.
Aber die wunderbare Farbe der Kirschen ist aber weniger für uns gedacht, sondern ist tatsächlich dazu da, mit der roten Farbe die Vögel anzulocken, damit die die Kirschen fressen und somit auch die Kirschkerne in der Umgebung verstreuen und so weitere Kirschbäume nachwachsen.

Ich schaue gerne in die Natur, weil wir so viel von der Natur lernen können, wie hier zum Beispiel von dem Kirschbaum.

Wir Menschen sind nicht geschaffen worden, um wie ein Hamster in einem Hamsterrad täglich unermüdlich tätig zu sein, sondern auch wir haben in unserem Leben wechselnde Zeiten.

Zum einen erleben wir – bezogen auf unser ganzes Leben – auch einen Frühling, einen Sommer, einen Herbst und einen Winter. Und wir sollten alle diese Jahreszeiten unseres Lebens in vollen Zügen genießen, denn alle Jahreszeiten haben etwas Wertvolles in sich.

Aber es täte uns auch gut, wenn wir die Jahreszeiten eines ganz normalen Jahres in unserem Leben beachten würden!

Es ist gut, im Frühjahr bewusst und eifrig tätig zu sein, im Sommer die Wärme und Sonne zu genießen, im Herbst ein wenig zur Ruhe zu kommen und im Winter Kräfte zu tanken für das neue Jahr und das vor uns liegende neue Frühjahr.

Ich wünsche Euch heute einen fröhlichen Tag und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer Werner