Leistungsschutzrecht: Deutschland schaltet sich ab

zeitungen by Jeger pixelio.de 400x300 2 Leistungsschutzrecht: Deutschland schaltet sich ab

Zeitungen / Foto: Jeger (pixelio.de)

Die Über­schrift ist ganz bewusst eine Anspielung auf ein viel­dis­ku­tier­tes Buch. Allerdings ist es schier unglaub­lich, wie wenig sich die “mün­di­gen Bürger” heute dar­über auf­re­gen, dass das deutsch­spra­chige Internet, so wie wir es ken­nen, gerade selbst abschafft. Schön im schwarz-rot-goldenen EM-Jubel geht unter, dass das sog. “Leistungsschutzrecht” in Deutschland tat­säch­lich droht.

Dieses “Leistungsschutzgeld” (Michael Seemann) zeigt zwei­er­lei Dinge: Zum Einen, dass die Verleger noch immer nicht begrif­fen haben, dass sich die Medienlandschaft in den letz­ten zwan­zig Jahren grund­le­gend ver­än­dert hat. Und zum Anderen, dass sie noch lob­bystark genug sind, solch einen him­mel­schreie­nen­den Unsinn mit­tels Regierung in Gesetzestext gie­ßen zu las­sen.

Was bedeu­tet das aber, die­ses omi­nöse “Leistungsschutzrecht”? Was steckt dahin­ter?

Es haben dar­über die Großen der Blogger-Branche bereits geschrie­ben (schließ­lich sind wir es ja, die davon am ehes­ten betrof­fen sind). Da genügt es, auf deren Artikel zu ver­wei­sen:

Dabei stimme ich mit Jens Scholz abso­lut nicht überein; denn gerade Blogger haben keine gut genug gefüllte “Kriegskasse”, um den abzu­se­he­nen Abmahnwellen geld­gei­ler Anwälte zwei­fel­haf­ten Rufes zu ent­ge­hen. Oder, wie es Lars Fischer heute bei Facebook schrieb:

lars fischer Leistungsschutzrecht Leistungsschutzrecht: Deutschland schaltet sich ab

Ich bin nicht Google… und des­halb werde ich zukünf­tig nicht nur “no-follow”-Links auf Artikel der “Qualitätsjournalisten” set­zen, son­dern – wie Knüwer – nicht mehr ver­lin­ken. Wenn diese Merkbefreiten das so haben wol­len kön­nen sie es gern so bekom­men: erst wenn nie­mand mehr auf deren Artikel ver­linkt oder bei Facebook, Twitter und Google+ ver­teilt wer­den sie bemer­ken, wie toll es doch war, als sie noch Leser hat­ten…

Nic

PS: bei irights.info kann man den Gesetzesentwurf lesen, den die Justizministerin nun doch ver­ab­schie­det hat.


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