Leichtathletik: Erstmals Bluttest für alle WM-Teilnehmer

Mit einer beispiellosen Aktion setzt der Leichtathletik-Weltverband IAAF im Anti-Doping-Kampf ein starkes Zeichen: Bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September) müssen sich erstmals alle Athleten Bluttests unterziehen. Eine 100-prozentige Kontrolldichte gab es laut IAAF bisher bei keinem großen internationalen Sportereignis.

„Das Bluttestprogramm in Daegu wird zusätzlich zu den regulären Dopingtests durchgeführt“, informierte der Weltverband am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Außerdem sollen ungefähr 500 Urinproben genommen werden - während und außerhalb der Wettkämpfe.
Zur 13. Leichtathletik-WM werden knapp 2.000 Sportler erwartet. Bei der WM 2009 in Berlin, an der 1.895 Athleten aus 200 Ländern teilgenommen hatten, waren etwa 1.000 Dopingtests vorgenommen worden, darunter rund 600 Blutkontrollen.

Für die Entnahme der Blutproben soll im Athletendorf in Daegu vom 18. August an eine spezielle medizinische Kontrollstation eingerichtet werden. Die Proben werden zunächst am WM-Ort hämatologisch untersucht (Screening), nach der WM sollen sie zu einer weiteren Analyse ins Dopingkontroll-Labor nach Lausanne geschickt werden.
Die Resultate der Bluttests werden gespeichert und sollen von bisher nicht erfassten Athleten laut IAAF einen ersten „Fingerabdruck“ liefern. Langfristig sollen mit diesem Programm Blutprofile der Sportler angelegt bzw. ausgebaut werden.
Quelle:Sport@ORF

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