Lebenslauf H.H.Koelle, deutsch-amerikanischer Space pioneer und Raumfahrtprofessor

Da auf meinem Blog immer wieder ein Lebenslauf meines Vaters gesucht wird, stelle ich den hier mal ein. Da er aus seiner Autobiographie stammt und ohnehin online ist, verletzte ich damit keine Datenschutzbestimmungen und verstoße nicht gegen seinen Willen.
Am Ende steht auch eine Bilanz seines Lebens, die allerdings von 1998 stammt.

Lebenslauf H.H.Koelle, deutsch-amerikanischer Space pioneer und Raumfahrtprofessor

Die folgenden Texte sind also, wie gesagt, von ihm selbst verfaßt.

Autor: Prof. Dr. Heinz-Hermann Koelle

Eine Liste derjenigen Ereignisse, die mein Leben bestimmten und bereicherten:
22.07.1925 Geburt in Danzig-Langfuhr, Freistaat Danzig
Apr. 1930 Einschulung in die Schlagerter-Volksschule in Langfuhr
Apr. 1935 Einschulung in die Oberschule St.Petri & Pauli in Danzig
Juli 1935 Familienurlaub nach Berchtesgaden, 1.Flug in einer Junkers W 33
von Marienburg nach Danzig,Entscheidung Pilot werden zu wollen
Apr. 1939 1.Segelfluglehrgang in Willenberg/Ostpreussen
01.09.1939 Beginn des 2.Weltkrieges, Ende des Freistaats Danzig
Juni 1940 Umzug von Danzig nach Breslau,Versetzung des Vaters
Juli 1941 Buch:Wege zur Raumschiffahrt zum Geburtstag erhalten
dadurch zur Beschäftigung mit der Raumfahrt motiviert
April 1942 Segelflugprüfungen in Woisselsdorf/Schlesien abgelegt
01.11.1942 Eintritt als Ing.Offz.Bewerber bei der deutschen Luftwaffe
01.03.1943 Beginnder Flugzeugführerausbildung in Fuerstenfeldbruck/Bayern
Jan. 1944 Blindflugschule Schweinfurt, Ju 52, He 111
Erwerb des ELF=Erweiterter Luftwaffenflugzeugführerschein,
Sept. 1944 Umschulung auf den Jagdbomber FW 190
14.10.1944 Tod meines Vaters bei einem Luftangriff auf Saarbrücken
16.10.1944 Fallschirmabsprung bei Nacht aus der ARADO 96 bei Bremen
31.12.1944 1. Feindflug bei der NSG 20 von Wahn nach Lüttich
27.02.1945 Abschuß durch Flakvolltreffer beim 7.Feindflug bei Erkelenz,
als Oberfähnrich in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten.
12.04.1945 Ankunft im Hafen von Boston, USA mit dem letzten Geleitzug
09.05.1945 Kriegsende durch Kapitulation Deutschlands
02.08.1946 Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft in Nürnberg
28.10.1946 Einschreibung als Student des Maschinenbaus,T.H.Stuttgart
10.07.1947 Gründung der Modellfluggruppe IKARUS an der T.H.Stuttgart
29.08.1947 Abschluß der Ergänzungsprüfung zum Abitur
29.01.1948 Gründung der „Gesellschaft für Weltraumforschung e.V.“
23.06.1948 Währungsreform, Abwertung der Reichsmark 10 : 1
08.08.1948 Hausball in Weilimdorf, lerne meine spätere Frau kennen
17.04.1949 Verlobung mit Elisabeth Trautmann in Stuttgart-Weilimdorf
22.06.1949 Sommertagung der GfW, Resolution zu intern.Zusammenarbeit
führt zur Gründung der „International Astronautical Federation „
10.08.1949 1.Nachkriegs-Fliegertreffen auf der Wasserkuppe
19.10.1949 Vorprüfung im Maschinenbau an der T.H.Stuttgart abgelegt
Aug. 1950 1.Internationaler Astronautischer Kongreß in Paris
Sept. 1950 Freigabe des Segelfluges in Deutschland
01.01.1951 Beginn der Dolmetschertätigkeit bei der USAF in Ulm
12.05.1951 Trauung in Weilimdorf, Kapelle Schloß Solitude
01.08.1951 Beginn der Beratertätigkeit bei Prof.C.J.Peirce, USAF
Sept. 1951 2.Internationaler Kongreß in London
01.04.1952 Eröffnung eines eigenen Ingenieurbüros in Stuttgart
nach Erhalt eines Forschungsauftrages der USAF,Wright Field,USA
Sept. 1952 Organisation des 3.Intern.Astronautischen Kongresses in Stuttgart
05.02.1954 1.Verlagsvertrag mit Verlag W.Pustet,Tittmoning,Obb.
01.05.1954 Abschluß des Studiums als Dipl.-Ing. der T.H.Stuttgart
Mai 1954 Erwerb des Luftfahrerscheines für Segelflieger am Hornberg
08.07.1954 Gründung des „Forschungsinstituts für Physik der Strahlantriebe
e.V.“ (FPS) in Stuttgart mit Dr.Eugen Sänger als Direktor
01.08.1954 Integration meines Instituts in das FPS zwecks Auswanderung
19.01.1955 Angebot der Einstellung bei der U.S.Army als Raketen-Ingenieur
01.04.1955 Einstellungsdatum bei der U.S.Army, Bad Homburg
04.05.1955 Ankunft im Hafen von New York per Truppentransporter
15.05.1955 Ankunft in Huntsville, Redstone Arsenal per Eisenbahn
Juli 1955 Präsident Eisenhauer kündigt den Start eines Satelliten für 1957 an
19.09.1955 Ernennung zum Leiter der Projektabteilung
29.10.1955 Die Familie fliegt von Stuttgart in die USA nach
01.02.1956 Unser Team wird zur „Army Ballistic Agency“(ABMA) ausgebaut
01.07.1956 Beförderung von der Gehaltsstufe GS 13 zur GS 15
20.09.1956 Dreistufiger JUPITER-C flight mit 4000 km neuen Weltrekord
Apr. 1957 Erste Entwürfe für den JUNO V, der späteren SATURN I Rakete
31.05.1957 Erster erfolgreicher Start der Mittelstreckenrakete JUPITER
08.08.1957 Erste Bergung einer Nutzlastspitze nach Flug über 2300 km
04.10.1957 Die Soviet-Union startet den ersten Satelliten SPUTNIK I
22.12.1957 Erwerb des privaten Flugzeugführerscheines in den USA
31.01.1958 Erfolgreicher Start unseren ersten U.S.Satelliten EXPLORER I
Juli 1958 Genehmigung der Entwicklung des Boosters JUNO V(SATURN I)
01.10.1958 Die „National Aeronautics and Space Administration“ aktiviert
02.01.1959 Die UdSSR Mondsonde LUNA I erreicht Fluchtgeschwindigkeit
10.04.1959 Vertragsabschluß mit McGraw-Hill „Handbuch der Raumfahrt“
Apr. 1959 90 Tage Studie einer Mondbasis (Projekt HORIZON), US Army
28.03.1960 Erster Prüfstand-Versuch des JUNO V Boosters
01.07.1960 Versetzung zur NASA, zum Direktor für Zukunftsprojekte
ernannt (PL313) und direkt Dr.von Braun unterstellt
12.04.1961 Yuri Gagarin umkreist als erster Mensch die Erde im Raumschiff
05.05.1961 Alan Shephard macht den 1. ballistischen Raketenflug in den USA
23.05.1961 Präsident Kennedy schlägt dem US Congress das Projekt einer Mondlandung bis Ende 1969 vor
Okt. 1961 Das „Handbook of Astronautical Engineering“ wird ausgeliefert
27.10.1961 Erster erfolgreicher Start der SATURN I Rakete (1.Stufe)
16.11.1961 Erwerb der amerikanischen Staatsbürgerschaft
Dez. 1961 Die Entwicklung der Mondrakete SATURN V wird genehmigt
Mai 1963 Verleihung der Hermann-Oberth-Medaillie der DGRR in Stuttgart
29.05.1963 Einreichung der Dissertation bei der Techn.Universität Berlin
24.07.1963 Doktorprüfung an der TU Berlin, „mit Auszeichnung bestanden“
09.06.1964 Aufforderung zur Bewerbung für den Raumfahrt-Lehrstuhl der Techn.Universität Berlin nach dem Tod von Eugen Sänger
27.10.1964 Erhalt des Rufes auf den Lehrstuhl Flugtechnik IV der TU Berlin
14.01.1965 Berufungsverhandlungen in Berlin
06.02.1965 Annahme des Rufes an die TU Berlin
06.05.1965 Erster Prüfstand-Versuch der 1.Stufe des SATURN V Boosters
15.06.1965 Verabschiedung durch Wernher von Braun in Huntsville
01.07.1965 Dienstantritt bei der Technischen Universitaet Berlin
04.10.1965 John Glenn, der 1.amerikanische Astronaut umkreist die Erde
01.01.1966 Übernahme des Vorstandsvorsitzes der DGRR
Okt. 1966 Wahl zum Vizepräsidenten der IAF in Madrid beim 17. IAF Congr.
12.01.1967 Corresponding Member, International Academy of Astronautics
15.10.1967 Überführung der DGRR in die vereinigte DGLR
21.07.1969 Erste Landung eines Menschen auf dem Mond,Neil Armstrong
01.10.1969 Neues Berliner Hochschulgesetz tritt in Kraft
11.04.1970 Zeuge des Starts von APOLLO 13 am Cape Kennedy
12.12.1970 Konstituierende Sitzung des 1.Fachbereichsrates FB 12,TUB
Mai 1971 1.World Futures Congress in Washington,D.C.
05.05.1972 Letztes persönliches Gespräch mit Dr.v.Braun in Washington
13.12.1972 Konstituierende Sitzung des 1.Direktoriums des Instituts für Luft- und Raumfahrt,TUB
11.09.1974 Umzug meines Fachgebietes in das Salzufer, SG 10, 4.Stock
01.12.1976 Wahl zum Geschäftsführenden Direktor des ILR (bis 30.09.78)
25.04.1977 Erhalt eines Rufes auf den Lehrstuhl Systemtechnik, GH Siegen
31.05.1977 Ablehnung des Rufes an die GH Siegen
31.12.1977 Vollmitglied der Internationalen Astronautischen Akademie
Apr. 1978 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Zukunftsfragen e.V.
27.05.1980 Verleihung der „Eugen-Sänger-Medaille“ der DGLR
12.06.1987 Präsident Reagan fordert den Abbruch der Mauer in Berlin
01.04.1989 Übernahme der Amtsgeschäfte des Dekans des FB 12,TUB
09.11.1989 Öffnung der Mauer in Berlin
Juli 1990 Umzug meines Fachgebietes in die Marchstr.14, ILR Anbau
16.03.1991 Tod meiner 90 jährigen Mutter in Stuttgart
31.03.1991 Entpflichtung als Universitätsprofessor (Emeritierung)
Feb. 1993 Ende der letzten offiziellen Vorlesung an der TUB
Juli 1993 Ende des letzten von mir durchgeführten Projektes an der TUB
Sept. 1996 Verleihung des Engineering Science Award der International Academy of Astronautics
Juli 1997 Verleihung der Patric Moore Medal der British Interplanetary Society
SS 1997 Allerletzte Vorlesung an der TUB in Vertretung von Prof.Lo

Lebenslauf H.H.Koelle, deutsch-amerikanischer Space pioneer und Raumfahrtprofessor

Diese Meilensteine lassen sich nun auch zu einem offiziellen formalen Lebenslauf verdichten, der etwa wie folgt aussehen kann:
Lebenslauf
Ich, Heinz-Hermann KOELLE, wurde am 22.7.1925 als Sohn des damaligen Oberleutnants der Schutzpolizei Hermann Kölle und seiner Ehefrau Anneliese,
geb.Palfner in Danzig-Langfuhr, im ehemaligen Freistaat Danzig, geboren. Ich besuchte die Schlageter-Grundschule von 1930 bis 1934 und anschließend die Oberschule zu St.Petri und Pauli bis 1940 in Danzig. Als Folge der Versetzung meines Vaters nach Breslau besuchte ich dort die Bender-Oberschule vom Frühjahr 1940 bis September 1942 und bekam im März 1943 den Reifevermerk zugesprochen.
Am 1.11.1942 trat ich als Bewerber für die Ingenieuroffizierslaufbahn in die damalige Luftwaffe ein. Nach der dreimonatigen Rekrutenzeit in Frankreich, erhielt ich meine Ausbildung als Flugzeugführer an der Luftkriegsschule LKS 4 in Fürstenfeldbruck bei München im Jahre 1943, und an der Blindflugschule in Schweinfurt im ersten Halbjahr 1944. Diese Ausbildung schloß ich mit dem Erwerb des „Erweiterten Luftwaffen-Flugzeugführerscheines“ (ELF) und dem „Blindflugschein II“ ab. Ich wurde zunächst zum Kampfgeschwader 55 und wenig später zum Schnellkampfgeschwader 151 (später Nachtschlachtgruppe 20) versetzt. Nach Umschulung auf die FW 190 war ich als Flugzeugführer von Ende Dezember 1944 bis Ende Februar 1945 im Fronteinsatz im Westen. Am 27.2.1945 wurde ich bei einem Tageseinsatz durch Flakvolltreffer abgeschossen und geriet nach einer Bauchlandung mit brennender Maschine in der Nähe von Erkelenz in amerikanische Gefangenschaft. Den größten Teil meiner Kriegsgefangenschaft verbrachte ich in den Vereinigten Staaten und wurde am 1.8.1946 in Nürnberg entlassen.
Mein Studium an der T.H.Stuttgart begann ich im November 1946, legte die Ergänzungsprüfung zum Reifevermerk im Jahre 1947, die Vorprüfung in der Fachrichtung Maschinenbau 1949 und die Hauptprüfung am 1.5.1954 mit dem Gesamturteil „Gut“ an der T.H.Stuttgart ab. Die Diplomarbeit hatte den Entwurf einer Turbopumpe für ein Raketentriebwerk von 100 t Schub zum Gegenstand, und wurde im Fachgebiet von Prof.U.Senger durchgeführt. Ich promovierte am 24.7.1963 an der T.U.Berlin (Gesamturteil „Mit Auszeichnung bestanden“) mit einer Untersuchung „Über die Möglichkeit der Verwendung des Raketenflugzeuges im Globalen Luftverkehr“, Gutachter waren Prof.Sänger und Prof.Rößger.
Während meines Studiums bemühte ich mich nach Kräften, den Gedanken an die Luftfahrt und Raumfahrt nach dem Kriege wieder zu beleben. Ich gründete von neuem die“ Gesellschaft für Weltraumforschung e.V.“ in Stuttgart im Jahre 1948, und ebenfalls die „Akademische Fliegergruppe e.V.an der T.H.Stuttgart“ im Jahre 1949. Ich war Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Weltraumforschung e.V. von 1948 bis 1954. In dieser Eigenschaft organisierte ich den III.Internationalen Astronatischen Kongress in Stuttgart im Herbst 1952, und war maßgeblich an der Gründung der „International Astronautical Federation“ beteiligt.
Im Frühjahr 1951 ehelichte ich Elisabeth Marianne Trautmann in Stuttgart. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor : Ingrid (1953), Karin (1955) und Patricia (1964). Im April 1952 erhielt ich einen Forschungsauftrag von der U.S.AirForce auf dem Gebiet der Raketenballistik. Auf der Basis dieses und der folgenden Aufträge gründete ich das private „Astronautische Forschungsinstitut Stuttgart“. Ein
Anschlußauftrag von der Firma Glenn L.Martin Aircraft Company wurde 1954, einschließlich der Mitarbeiter und der Institutseinrichtung, in das 1954 neu gegründete „Forschungsinstitut für Physik der Strahlantriebe e.V.“ überführt, nachdem ich eine Einladung von Herrn Prof.Dr.von Braun, Mitglied seines Teams in den USA zu werden, angenommen hatte. Im Jahre 1954 erwarb ich den Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer, Klasse I. und im Jahre 1957 in den USA die Lizenz für Privat Piloten(PPL).
Im April 1955 trat ich der Entwicklungsgruppe Dr.von Braun’s in Huntsville, bei. Diese Gruppe war als „Guided Missile Development Division“ Teil des Redstone Arsenals, das zum U.S.Army Ordnance Corps gehörte. Sie wurde 1955 in die U.S.Army Ballistic Missile Agency integriert. In dieser Institution war ich Leiter der Entwurfsabteilung bis zur Überführung dieser Organisation in die „National Aeronautics and Space Administration“ im Jahre 1960. Während meiner Zeit als Entwurfschef entstanden die Pläne für die Satellitenträger JUPITER-C/JUNO I JUNO II und SATURN, ferner für die Mittelsteckenraketen JULITER und PERSHING. Ich nahm ebenfalls als Mitglied der Startmannschaft am erfolgreichen Flug des EXPLORER I Satelliten im Januar 1958 teil.
Bei der Übernahme unserer Entwicklungsgruppe in die „National Aeronautics and Space Administration“ im Juli 1960 als „George C.Marshall Space Flight Center (MSFC)“, wurde ich zum Direktor für Zukunftsprojekte ernannt. Als solcher war ich Dr.von Braun direkt unterstellt und verantwortlich für die Analyse, Planung und den Entwurf von neuen Raumfahrzeugen und Raumtransport-Systemen. Eine der Hauptaufgaben war die Planung der Transportaspekte des amerikanischen Mondlandeprogrammes in den Jahren 1960 – 62. Im November 1961 erhielt ich die Staatsbürgerschaft der U.S.A.
Unter den zahlreichen in den USA erschienennen Veröffentlichungen ist das „Handbook of Astronautical Engineering“ zu erwähnen, das 1961 bei dem Verlag McGraw-Hill erschien. Dieses Handbuch wurde von mir als Chefredakteur mit Hilfe von 150 Autoren zusammengestellt.
Im Juli 1965 folgte ich einem Ruf des Senats von Berlin als Nachfolger von Prof.Dr.Eugen Sänger auf den ersten deutschen Lehrstuhl der Raumfahrt an die T.U.Berlin. Dort betreute ich im Rahmen des Fachgebietes die Prüfungsfächer Raketentechnik, Raumfahrtantriebe, Raumfahrtplanung, Raumfahrtbetrieb und Systemtechnik in Lehre und Forschung bis zum Dienstantritt meiner Nachfolger 1988 bzw.1992. In der 27 Jahre dauernden Tätigkeit als Hochschullehrer baute ich die Lehre und Forschung in meinem Fachgebiet erheblich aus und führte ein neues Fachgebiet, die „Systemtechnik“ ein. Die Systemtechnik entstand 1967 im Rahmen eines Brennpunktes der Lehre und Forschung mit Unterstützung der VW-Stiftung, es war ein neues Fachgebiet, nicht nur an der TU Berlin sondern im ganzen deutschen Sprachgebiet.
In der Lehre lag mir besonders das praxisnahe, projektorientierte forschende Lernen am Herzen, das ich wesentlich förderte. Über 100 Diplomarbeiten und 43 Dissertationen zeugen davon, daß in vielen Bereichen relevante Forschungsarbeit geleistet wurde. Meine eigene Veröffentlichungsliste wuchs auf über 350 Titel an, und meine Vortragstätigkeit außerhalb der Universität wurde gerne und oft in Anspruch genommen.
Während meiner Berufsjahre war ich in zahlreichen Gremien beratend tätig. Zu den Auftraggebern gehörten: Department of Defense, NASA, American Institut of Aeronautics and Astronautics, European Space Conference, European Space Agency, Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, Europäische Gemeinschaft, International Academy of Astronautics, Bundesmisterium für Verkehr, Berliner Abgeordnetenhaus, Auswärtiges Amt u.a.m. An ehrenamtlichen Tätigkeiten sind zu nennen: Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Raketentechnik und Raumfahrt e.V.(1966-68), Vizepräsident der Internationalen Astronautischen Föderation (1966-68), und Vorstandsvorsitzender des Zentrums Berlin für Zukunftsforschung e.V.(1968-71).
Ich war auch in erheblichem Umfang an der Akademischen Selbstverwaltung der Technischen Universität Berlin beteiligt, sowohl als Geschäftsführender Direktor auf Institutsebene, als auch im Fachbereich als Ratsmitglied und während meiner letzten beiden akademischen Jahre als Dekan des Fachbereiches für Verkehrswesen. Im Rahmen TU-übergreifender Kommissionen war ich in der ständigen Kommission für Forschung und wissenschatlichen Nachwuchs (FNK-1970-71), sowie als Vorsitzender der TU-Kommission für eine neue Promotionsordnung für den Doktor-Ingenieur (1975/76) tätig.
Mit Ablauf des akademischen Jahres 1990/91 wurde ich auf eigenen Wunsch nach Erreichen des 65.Lebensjahres am 31.3.1991 von den Amtspflichten als Universitätsprofessor entbunden.
Billigt man den formalen Ehrungen ein besonderes Gewicht zu, so können in diesem Zusammenhang die folgenden genannt werden:
1953 – Medaille des Französischen Aeroclubs
1956 – Ehrenmitglied der Deutschen Ges. für Raketentechnik u. Raumfahrt e.V.
1960 – Outstanding Employee Rating des U.S.Ordnance Corps
1963 – Hermann-Oberth-Medaille der DGRR1965
1965 – Outstanding Employee Rating der NASA
1966 – Corresponding Member, International Academy of Astronautics
1977 – Full Member, International Academy of Astronautics
1978 – Ehrenmitglied der Gesellschaft für Zukunftsfragen e.V.
1980 – Eugen-Sänger-Medaille der Deutschen Ges.f.Luft-u.Raumfahrt e.V.
1996 – Engineering Science Award der International Academy of Astronautics
1997 – Patric Moore Medal der British Interplanetary Society

Beurteilungen
Wer koennte ein besseres urteil abgeben als der Vorgesete meiner zehnjaehrigen praktischen Taetigkeit in den USA. Im Rahmen des Berufungsverfahrens der Technischen Universität Berlin für den Lehrstuhl für Raumfahrttechnik wurde Dr. v. Braun gebeten, gutachtlich Stellung bezüglich meiner Eignung als Hochschullehrer zu nehmen. Er tat das in seiner eigenen noblen Weise:
„Gutachtliche Äusserung über Herrn Dr. Heinz Hermann Koelle zur Aufnahme in die Berufungsliste der Technischen Universität Berlin
Mein erster Kontakt mit Herrn Koelle ergab sich im Jahre 1948, als er sich trotz der zur damaligen Zeit für die deutsche Forschung und Industrie bestehenden Nachkriegsschwierigkeiten erfolgreich um den Wiederaufbau einer deutschen Raumfahrtgesellschaft bemühte und später bei der Gründung der Internationalen Astronautischen Föderation und der Errichtung eines astronautischen Forschungsinstitutes in Stuttgart, des heutigen Forschungsinstitutes für Physik der Strahlantriebe, maßgeblich beteiligt war. Schon in seiner damaligen Tätigkeit kam seine Begeisterung für die Weltraumforschung und seine Aufgeschlossenheit für die wissenschaftlichen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Raketen- und Raumfahrttechnik deutlich zum Ausdruck.
Ich forderte Herrn Koelle im Jahre 1954 auf, zu unserer Entwicklungsgruppe nach Huntsville zu kommen. Er folgte diesem Rufe im Jahre 1955 und übernahm zunächst die Leitung einer Projektplanungsgruppe in unserer Konstruktionsabteilung, von der damals die Vorarbeiten für den Bau der Explorer-Satelliten und ihrer Trägerraketen geleistet wurden. In den darauffolgenden Jahren rückte Herr Koelle dank seiner umfassenden wissenschaftlichen und technischen Grundkenntnisse, seiner schnellen Auffassungsgabe, seiner Zuverlässigkeit und seiner überdurchschnittlichen Arbeitsleistungen mit erstaunlicher Schnelligkeit in die Spitzengruppe meiner hiesigen Mitarbeiter auf. Als Direktor des „Future Projects Office“ des Marshall Space Flight Center ist er heute mit der Planung und Entwicklung neuer Konzepte für zukünftige Raumtransportsysteme und Raumflugverfahren beauftragt. Im Rahmen dieser Tätigkeit ist er für die Koordinierung, Durchführung und Überwachung entsprechender Studien und Entwicklungsprojekte innerhalb unserer Organisation und bei den mit uns zusammenarbeitenden Kontraktfirmen zuständig und hat einen massgeblichen Einfluss auf die im MSFC zu treffende Auswahl an neuen Entwicklungsprojekten und der Festlegung des dafür erforderlichen Entwicklungsbudgets.
Die kompetente und zuverlässige Art, mit der Herr Koelle diesen verantwortungsreichen Aufgabenkomplex bewältigt, zeigt, daß er nicht nur mit dem allgemeinen Entwicklungsstand der Technik und dem Forschungs- und
Entwicklungspotential der amerikanischen Raumfahrtindustrie engstens vertraut ist, sondern daß er auch die Fähigkeit besitzt, die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Raumfahrtgebiet klar zu analysieren und auf ihre Realisierbarkeit, auch vom verwaltungs- und finanztechnischen Standpunkt aus zu überprüfen.
Ich habe in den Jahren unserer engen Zusammenarbeit die menschlichen Qualitäten und fachlichen Kenntnisse Herrn Koelles außerordentlich schätzen gelernt. Herr Koelle ist ein geschickter Verhandlungspartner mit gutem Einfühlungsvermögen und hat die Gabe, sein umfangreiches Wissen und seine Pläne in übersichtlicher und verständlicher Form darzulegen.
Meiner Ansicht nach bringt Herr Koelle für die Besetzung des Lehrstuhles für Raumfahrt bei der Technischen Universität Berlin alle Voraussetzungen fachlicher und menschlicher Art mit, die für eine erfolgreiche Fortsetzung der dort von Herrn Professor Sänger begonnenen Arbeit notwendig sind. Obwohl ich seinen Weggang von hier als einen außerordentlich schweren Verlust für unsere Entwicklungsgruppe empfinden würde, möchte ich Herrn Koelle nachdrücklichst für die Übernahme des Lehrstuhles empfehlen.
gez. W.v.B. – 14.8.1964″

und ein Brief zum Abschied:
Jun.17, 1965
Dr. H.H. Koelle
Director, Future Projects Office
G.C. Marshall Space Flight Center
National Aeronautcs and Space Administration
Huntsville, Alabama
Dear Hermann:
Upon your departure from the Marshall Space Flight Center, I would like to express my sincere gratitude for the many outstanding contributions you have made in the field of missiles and rockets during the ten years you have been associated with us.
Prior to the establishment of MSFC in 1960, your exceptional performance in preliminary design work contributed heavily to the success of the Jupiter and Jupiter-C missile programs, and the Explorer 1 satellite program. Since the establishment of MSFC in 1960, you played the lead role in the study work that
culminated in the Saturn 1 and Saturn V launch vehicles, which today are helping to make this country pre-eminent in space.
After the approval of the Saturn programs, as director of the Future Projects Office your turned your full attention to the next generation — to the advanced systems that will further broaden our capabilities in space transportation, such as re-useable orbital carriers, recoverable launch vehicles, nuclear upper stages, and other advanced systems. Your primary task was to point the way to our world of tomorrow; this you have done, and have done well.
Please accept my best wishes for success in your new assignment as professor of space technology at the Technical University of Berlin. The University has added a bright new star to its faculty, and we look forward to hearing and reading of your accomplishments in a field of limitless horizons.
Sincerely yours,
gez. Wernher von Braun
Director

Bilanz eines Lebens

Wie bilanziert man ein Menschenleben ? Welche Maßstäbe kann man dabei verwenden ? Schwierige Fragen, auf die es keine allgemein gültige Antwort gibt. Zunächst kann man versuchen, einige relevante Fragen zu stellen, und aus dem eigenen Erleben unter Benutzung der eigenen Wertmaßstäbe aus der Sicht des Jahres 1998 zu beantworten. Zu diesen Fragen gehören die folgenden:
- Wie habe ich mich im Laufe meines Lebens verändert ?
- Wie hat sich meine Weltanschauung im Laufe der Zeit gewandelt?
- Was habe ich beruflich vollbracht ?
- Was habe ich privat erreicht ?
- Was habe ich der Nachwelt hinterlassen ?
- Habe ich eine Botschaft an die, die nach mir kommen ?
Was habe ich beruflich vollbracht ?
Als ich 10 Jahre alt war und 1935 das erste Mal im Flugzeug gesessen hatte, beschloß ich, Pilot zu werden. Als ich 16 Jahre alt war beschloß ich, mich den Problemen der Raumfahrt zu widmen(1942). Ich bin Berufspilot geworden, wenn auch nur kurze Zeit bei der deutschen Luftwaffe, ich war auch als solcher im Kriegseinsatz. Ich habe auf Staatskosten eine Flugzeugführerausbildung genossen, die aus mehr als 550 Starts und 250 Flugstunden, sowie umfangreichem theoretischem Unterricht bestand. Ich erhielt die Berechtigung, ein- und mehrmotorige Flugzeuge bei schönem Wetter und bei Schlechtwetter im Blindflug zu fliegen. Ich habe mehr als 10 verschiedene Flugzeugtypen geflogen und dabei viel Spaß gehabt. Auch heute noch kommen mir die beigebrachten Kenntnisse in der Wetterkunde zu Gute. Im Alter von 19 Jahren erschien mir dieser Weg damals wichtig und richtig. Der Staat hat diese Ausbildung mit Subventionen in Höhe von mehr als 100 000 Reichsmark unterstützt. Im Gegenzug hat er wenig dafür bekommen. Viel Schaden haben meine sieben Einsätze sicherlich nicht angerichtet, da wir die Aufgabe hatten, nachts den feindlichen Nachschub zu stören und dadurch zu beunruhigen. Man konnte kaum Ziele ausmachen und schon garnicht sehen, ob man etwas getroffen hatte. Damit war meine hauptberufliche Tätigkeit als Pilot auch schon zu Ende.
Obwohl es in der Nachkriegszeit zunächst nicht so aussah, ist es mir doch gelungen Maschinenbau zu studieren, und als Ingenieur in der Raumfahrt Karriere zu machen. Ich konnte Beiträge zu bedeutenden Raumfahrtprojekten leisten, die deutlich meine Handschrift trugen. Ich war maßgeblich an dem erfolgreichen Flug der ersten unbemannten amerikanischen Satelliten, Raumsonden und Trägerraketen beteiligt, darunter EXPLORER I und III, PIONIER II, JUNO I und JUNO II. Ich hatte ferner eine wichtige Rolle bei der Planung der amerikanischen Mondlandung, insbesondere der Ausarbeitung des logistischen Konzepts, das die Entwürfe der
SATURN Trägerraketen SATURN I, IB und V mit einschloss. Auch hatte ich Gelegenheit, die Vorplanungen für wiederverwendbare Trägersysteme, bemannte planetare Erkundungen und eine Mondbasis durchzuführen. Ein bleibender Beitrag von Bedeutung bleibt die Herausgabe des „Handbooks of Astronautical Engineering“(1961), dessen 10 000 Exemplare einer ganzen Generation von Ingenieuren und Astronauten als Werkzeug und Nachschlagewerk diente, um die gestellten Aufgaben zu lösen. Damals war es noch möglich, die gesamte Raumfahrttechnik auf weniger als zweitausend Seiten zu verdichten und zwischen zwei Umschlagsdeckeln unterzubringen. Heute ist das nicht mehr machbar, da das Wissen in den letzten drei Jahrzehnten sich auf diesen Gebieten vervielfacht hat. Dadurch, daß es gelang in zwei Jahren mit 150 Fachleuten die damaligen Erkenntnisse kurzfristig zusammenzustellen, hat dieses Werk den Charakter der Einmaligkeit.
Sicher ist mein Wirken im organisatorischen Bereich als Autor,Vortragender und Lehrer nicht vernachlässigbar. Es war und bleibt mein besonderes Anliegen, einen Beitrag dazu zu leisten, daß die Menschheitsaufgabe den Weltraum zu erschließen, die ihr zukommende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit dieses Planeten erhält. Die Weltraumtechnik kann nicht nur die Lebensqualität der jetzigen Generation erhöhen, sondern ist ein wesentlicher Beitrag die Überlebenschancen unserer Zivilisation in den nächsten Jahrtausenden zu verbessern Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es zu den Pflichten der Wissenschaftler und Ingenieure gehört, auf die vorhandenen Möglichkeiten der Ausweitung menschlicher Aktivitäten in unserem Sonnensystem aufmerksam zu machen, aber daß die Politiker die Pflicht haben zu entscheiden, welche dieser Möglichkeiten, wo und wann zu realisieren sind.
Die Beschäftigung mit der langfristigen Planung im Bereich der Raumfahrt brachte es mit sich, daß ich mich intensiv mit den planerischen Hilfsmitteln und Methoden befassen mußte, die sozio-ökonomisch-technische Systeme großer Komplexität zum Gegenstand hatten. Dieser Umstand hat mich dann in Deutschland dazu veranlaßt, im Rahmen eines Brennpunktes der Lehre und Forschung an der TU Berlin die relativ neue Disziplin SYSTEMTECHNIK einzuführen und zu vertiefen. Für den deutschen Sprachbereich war das eine Innovation von erheblicher Bedeutung. Mehrere Tausend von Praktikern nahmen an unseren Weiterbildungsseminaren teil und sorgten dafür, daß die Methoden und Hilfsmittel der Systemtechnik in vielen gesellschaftlichen Bereichen zur Anwendung gelangten. Auch hunderte von Studenten haben mit Absolvierung des nur in Berlin in diesem Umfang gelehrten Prüfungsfaches Systemtechnik im Beruf einen guten Start finden können. Auf diese Weise konnte ich in Europa nicht nur im Bereich der Raumfahrt nützliche Beiträge liefern, sondern auch in vielen anderen gesellschaftlich relevanten Aufgabenfeldern Anregungen und Problemlösungen vermitteln. Diese Tätigkeit im Fachgebiet Systemtechnik bekam dadurch fuer zwei Jahrzehnte nahezu das gleiche Gewicht für mich wie die Raumfahrt in den Jahren, die ich an der TU Berlin hauptberuflich wirken konnte.
Für die Tätigkeit als Hochschullehrer kann man eine grobe Bilanz ziehen, ob sich meine Berufung für die Gesellschaft gelohnt hat oder nicht. Geht man von meinem Gehalt aus und addiert die Gehälter meiner Mitarbeiter, die zu dem Gesamtergebnis beigetragen haben, so kann man etwa eine Million DM pro Jahr für die Personal- und Sachkosten ansetzen. Darin sind etwa 80 Prozent Gemeinkosten der TU Verwaltung mit berücksichtigt. Über 25 Dienstjahre kann man also von Kosten in Höhe von 25 Millionen DM für mein Fachgebiet ausgehen (1990 Geldwert). In diesem Zeitraum habe ich im Bereich der Lehre Lehrveranstaltungen durchgeführt, Prüfungen, Studien- und Diplomarbeiten betreut, die einen Umfang hatten, der dem Äquivalent von 100 voll ausgebildeten Diplom-Ingenieuren entspricht. Berücksichtigt wurde dabei die Tatsache, daß ich nur Studenten im Hauptstudium betreut habe. Geht man ferner davon aus, daß die Lehre 50 Prozent des Gesamtaufwandes erfordert, so würde dieses einem Aufwand von 125 000 DM pro Diplom entsprechen.
Die Forschungsleistung läßt sich nicht so leicht umrechnen. Bezüglich der Lehrleistung kann man aber eine Gegenrechnung aufmachen: Geht man davon aus, daß ein Diplom-Ingenieur im Durchschnitt 35 Berufsjahre hat, so müßte er jährlich etwa 3600 DM mehr Steuern plus ca.7000 DM Zinsen zahlen, als im Vergleichfall, bei dem er ohne Diplom als kleiner Angestellter oder Handwerker als Steuerzahler zum Haushalt der öffentlichen Hände beitragen würde. Da dieses in der Regel der Fall sein wird, kann man konstatieren, daß sich meine langjährige Tätigkeit als Hochschullehrer im Bereich der Lehre insgesamt vermutlich volkswirtschaftlich „gerechnet“ hat.
Als weiterer Indikator der Effizienz eines Hochschullehrers in der Lehre gilt der berufliche Erfolg seiner Schüler. Daran gemessen kann ich eigentlich zufrieden sein. Obwohl leider nur ein kleiner Teil der ehemaligen Diplomanden und Doktoranden sich wieder meldet und daher mein Informationsstand unvollständig ist, kann ich doch feststellen, daß mehrere beruflich sehr erfolgreich waren. Diese sind durch ihre Leistungen in die Ebene der Geschäftsführung oder in die Vorstände bedeutender Firmen und Institutionen gelangt. Andere sind selbstständige Unternehmer geworden, und einige sind als hauptamtliche Hochschullehrer in Amt und Würden. Eine Aufzählung derselben erscheint mir nicht notwendig. Ich bin sogar ein wenig stolz darauf, daß mehrere meiner Schüler das Vielfache verdienen als ich selbst, denn ich darf mir einbilden, daß sie etwas bei mir gelernt haben.
Außer der Lehre, die sich auf die Weitergabe von Fähigkeiten und Informationen konzentriert, ist ein Hochschullehrer verpflichtet, neues Wissen zu schaffen und seine neuen Erkenntnisse der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dieses geschieht nicht nur über die Studenten in den Lehrveranstaltungen, sondern überwiegend durch relevante Veröffentlichungen, die über längere Zeit Bestand haben. Neben den sogenannten wissenschaftlichen gibt es auch populärwissenschaftliche
Veröffentlichungen und solche, die nur temporär von Interesse sind, weil sie schnell veralten. Die letzteren wollen wir hier vernachlässigen.

Unter den eher dauerhaft oder für längere Zeit relevante Veröffentlichungen kann man zwischen den folgenden Typen differenzieren:
1. Veröffentlichungen von historischem Wert.-
Diese waren solche, die zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wichtige Beiträge waren, aber inzwischen durch neuere Erkenntnisse überholt sind. Sie haben aber für historische Betrachtungen noch einigen Wert.
2. Veröffentlichungen von bleibendem Wert.-
Hier handelt es sich um solche, die Informationen enthalten, die nicht nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wichtig waren, sondern auch aus der Sicht des ausgehenden 20. Jahrhunderts noch nützliche Informationen enthalten.
3. Veröffentlichungen von aktuellem Wert.-
Dieses sind Veröffentlichungen, deren Inhalte gegenwärtig von Beutung und noch nicht überholt sind, bzw. in der Zukunft noch Bedeutung erlangen können.
4. Veroeffentlichungen relevant fuer kuenftige Entwicklungen
Trendanalysen und Szenarien kuenftiger Raumfahrtprojekte
Nach diesem groben Muster sind nachfolgend die wichtigsten meiner Veröffentlichungen zusammengefaßt:
Veröffentlichungen von historischem Wert:
1. „Analytical Method for the Determination of Powered Rocket Trajectory Elements with a Specific Turning Program and Consideration of Air Drag and Thrust Variation“, Co-Autoren: H.G.L.Krause, M.E.Kübler; Astronautisches Forschungsinstitut Stuttgart, Bericht No.3, 313 p.,August 1953, WADC/ASTIA-AD115961, USA.
2. „Proposal for a Possible Space Flight Program for the Next 30 Years“, WELTRAUMFAHRT, vol.6, no.4, 1955.
3. „Project SLUG Performance Data Compilation – Effect of the Earth Rotation on the Free Flight of Missiles no.27 and 29″, Aeroballistics Internal Notes no.68 and 75, GMDD, Redstone Arsenal, September 1955.
(Erste Leistungsanalyse für den amerikanischen Satelliten EXPLORER I).
4. „JUNO V Space Vehicle Development Program- Phase I: Booster Feasibility Demonstration“, DSP-TM-10-58, 13.10.1958, Army Ballistic Missile Agency, Huntsville,Alabama.
(Erste offizielle Dokumentation der späteren SATURN Trägerfamilie).
5. „Project Horizon Report- A U.S. Study for the Establishment of a Lunar Outpost“, Co-Authors: F.L.Williams, W.G.Huber, Army Ballistic Missile Agency, March 1958.
6. „A Decimal Classification System for Astronautics“ in:Advances in Space Science, Academic Press, New York, 1959.
7. „Economy of Space Flight“, Co-author: W.G.Huber, MTP-FPO-60-2, Oct.1960, NASA/MSFC, and Chapter 1.9 in „Handbook of Astronautical Engineering“, McGraw-Hill,1961.
8. „Über die Möglichkeit der Verwendung des Raketenflugzeuges im Globalen Luftverkehr“, Dissertation, TU Berlin, 1963
9. „Trends in Earth-to-Orbit Transportation Systems“,
Raketentechnik und Raumfahrtforschung, Bd.7, Nr.4, Dez.1963, 5 S.
10. „A Procedure to Measure the Worth of Space Programs“,
Bericht TUBIR 1965/2, 15.7.1965.
Veröffentlichungen von bleibendem Wert:
1. „Handbook of Astronautical Engineering“, McGraw-Hill, 1961, sowie eine deutsche Kurzausgabe:“Theorie und Technik der Raumfahrzeuge“,Berliner Union Verlag,Stuttgart,1964, Übersetzung von D.E.Koelle.
9. „20 Jahre Deutsche Gesellschaft für Raketentechnik und Raumfahrt“,
Co-Autor:D.E.Koelle, Mitteilungen der DGLR, Nr.78, Sept.1968, 28 Seiten
6. „Über den Nutzen der Weltraumforschung aus Deutscher Sicht“, BMWF, Forschungsbericht W 71-01 bis 71-04, 1223 Seiten, 1971(mehrere Co-Autoren).
5. „10 Jahre 1963-1972 Erfahrungs- und Rechenschaftsbericht des Instituts für Raumfahrttechnik der Technischen Universität Berlin „,
Bericht TUBIR 1972/3, Dez.1972, 74 Seiten.
6. „Statistical History of the Development of Space Transportation“, Raumfahrtforschung, Bd.18, Heft 1, Jan./Feb.1974, 5 S.
7. „Geschichte des Instituts für Luft-und Raumfahrt“
in: Technische Universität Berlin – 100 Jahre, April 1980
8. „Lunar Base Simulation“, Co-Autor: B.Johenning,
ILR/TUB Mitteilungen Nr.115(1982), 205 S.
9. „Statistische Betrachtungen über das Institut für Luft- und Raumfahrt und das Fachgebiet Raumfahrttechnik“, ILR Mitteilungen 162(1986), 36 S., Juli 1986.
10. „Comparison of Alternative Strategies of a Return-to-the-Moon“(CASTOR), ILR/TUB Mitteilungen 153 und 154, 142 S., Zusammenfassung in: J.British Interplanetary Society, vol.39, no.6, June 1986, ( Mehrere Co-Autoren ).
11.“Der Beitrag Berlins zur Entwicklung der Luft- und Raumfahrt“, DGLR Jb.1987.
12. „Space Transportation – the Key to the Utilization of Extraterrestrial Ressources“, Acta Astronautica, vol.17.no.4, p.433-44, April 1988.
13. „The Case for an International Lunar Base“, Acta Astronautica, vol.17, no.5, p.463-490,May 1988; final version published as a special report of the International Academy of Astronautics, Fall 1990, 64pp.(mehrere Co-Autoren ).
14. „Birth, Life and Death of the Saturn Launch Vehicles“, Aerospace Institute ,Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics,
ILR-Mitt.350(2001), 5.5.2001, 34 pp.
15. „NOVA and beyond A Review of Heavy Lift Launch Vehicle Concepts in the POST-SATURN Class“, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics,
ILR Mitt.352 (2001), 6.6.2001, 45pp
Veröffentlichungen von aktuellem Wert
1. „Die Bedeutung der Raumfahrt für die Stellung eines Staates in der Völkergemeinschaft“, Raumfahrtforschung, Bd.11, Nr.1, Jan.67
2. „Alternativen für die Zukunft der Technik“, Z.VDI.,Bd.3, Nr.18,S.1241-1248, Mai 1969.
3. „Entwurf eines zielorientierten gesamtgesellschaftlichen Simulationsmodells zur Unterstützung der Ziel-, Aufgaben-, und Finanzplanung“/GESIM), Zentrum Berlin für Zukunftsforschung, ZBZ Bericht Nr.18/1975, 69 S.
4. Entwurf eines Planungsverfahrens für sektorale Programme unter Verwendung eines gesamtgesellschaftlichen Zielsystems“(HELP), Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitteilungen Nr.14/15, 124 S., 1.9.1975.
5. „Ein integriertes Bevölkerungsmodell, bestehend aus den Untersystemen Bildung, Arbeit, Freizeit“, Forschungsreihe Systemtechnik, Institut für Luft- und Raumfahrt TU Berlin, Mitt. Nr.15/1978, 100 S.
6. „A Multi-Vehicle Space Carrier Fleet Cost Model for a Multi-Mission Scenario“, Co-Autor: B.Johenning, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitteilungen 240(1990), 1.5.1990, 99 S.
7. „Über den Beitrag der Luft- und Raumfahrt zur Lebensqualität auf der Erde“, Co-Autor:M.Mielke, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitteilungen Nr.283(1993), 1.8.1993, 65 S.
8. „Lunar Development, Past and Future“,
SPACEFLIGHT, vol.35,Feb.1993,pp.48-51 and May 1993 pp.146-147.
9. „A methodology to determine the socio-political forces influencing lunar development policies“, Space Policy, May 1996, 12(2),97-102
10. “ Space Transportation Simulation Model (TRASIM 2.0)“, co-autor: B.Johenning, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitt. 319 (1997), May 5, 1997
11. „Über den Nutzen der Raumfahrt an der Schwelle des 21. Jahrhunderts“, Technical Univ. Berlin, Institut für Luft- und Raumfahrt, ILR-Mitt. 338 (1999), 15.12.1999, 51 pp.
12. „A Computer Code for Lunar Base Simulatiuon-(LUBSIM 2.0) „, co-autor: B.Johenning, Inst. für Luft- und Raumfahrt , TU Berlin,ILR Mitt.320 (1997), 5.5. 1997
13.“ Chancen und Herausforderungen der Raumfahrttechnik im 21.Jahrhundert“, Norderney, August 1997, in: Der Mensch im Kosmos, Hrsg.P.R.Sahm,G.P.J.Thiele,
S.67-109, GBE Verlag FACULTAS, Amsterdamm, 1998
14. „A Method for Estimating the Benefits of a Space Program“, Technical University Berlin, Inst. of Aeronautics and Astronautics, ILR Mitt.328 (1998), 1.April 1998, 40 pp.
15. „Spaceflight in the 21st Century: Projections, Plans, Chances and Challenges“,
J.BIS, Vol.51, pp.251-266, 1998
Veroeffentlichungen relevant fuer kuenftige Entwicklungen
1. „Orbital Burden Rates for Manned Space Missions“,
J.Spacecraft,vol.1.no.6, p.620-626, June 1964
2. „Ein Beitrag über den Wandel Gesamtgesellschaftlicher Prioritäten“, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitteilungen Nr.11 (1977), Nr.12(1978) und Nr.13 (1978), zus.300 Seiten.
3. „A Systems Architecture of Extraterrestrial Production“, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitteilungen Nr.173(1987), und in: Proceedings, AIAA-SSI Conference on Space Manufacturing, May 1987
4. „On the Life Cycle Cost and Return on Investment of a Global Space Solar Power System“, Acta Astronautica, vol.18,p.181-189, 1988
5. „The First 1000 Days of a Future Lunar Base“, Institut für Luft- und Raumfahrt TU Berlin,ILR Mitteilungen Nr.224(1989), 1.5.1989, 51 pp. (Mehrere Co-Autoren).
6. „Neptune – 2000 Plus – Concept of a Heavy Space Freighter for the 21st Century“, Co-Autoren: Th.Altmann, O.Kerinnis, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR/TUB Mitt. 229(1989), 61 S., 1.12.1989.
7. „A Frame of Reference for Extraterrestrial Enterprises“,
ACTA ASTRONAUTICA, vol.29, no.10/11,Oct./Nov.1993, p.735-741
8. „The Difference of a Government and a Commercially Operated Lunar Space Transportation System“, J.BIS,vol.50,pp.325-332,1997
9. „Return to the Moon to stay and going on to Mars – A feasible scenario for the first half of the 21st Century“, Institut für Luft- und Raumfahrt, TU Berlin, ILR Mitt. 330(1998), 60pp.
10. „Benefit Estimating Relationships for the Evaluation of Extraterrestrial Facilities“ (Co-author: Bernd Johenning), Institut für Luft- und Raumfahrt , TU Berlin, ILR Mitt. 333(1998), 86 pp.
11. „Return to the Moon to stay and going on to Mars – A feasible scenario for the first half of the 21st Century“, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR TN 330(1998), 1.5.1998, 63pp.
12. H.H.Koelle, B.Johenning: „Benefit Estimating Relationships for the Evaluation of Extraterrestrial Facilities“, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR Mitt. 333(1998), Dec.1,1998, 81 pp.
13. „Blueprint for the Establishment and Operation of a Permanent Lunar Base during the 21st Century – Conceptual Design and System Analysis of the first Human Outpost in Outer Space „, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR Mitt.346 (2001), 1.1.2001, 27 pp.
14. „Preparing for a 21st Century Program of Integrated, Lunar and Martian Exploration and Development 2.0, Co-author: D.G.Stephenson, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR Mitt.355 (2001), 9.9.2001, 115 pp.
15. “The Moon challenges Humans to return and discover its secrets: A ROAD MAP FOR THE ACQUISITION OF THE FIRST LUNAR BASE”, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR Mitt.357 (2002), 1.1.2002, 121 pp.
16. “ Modeling Space Tourism”, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR 360 (2002), 5.5.2002, 70 pp.
17. “A Primer for the Design and Development of Heavy Lift Launch Vehicles and Spaceships, „, Technical University Berlin, Institute of Aeronautics and Astronautics, ILR Mitt.361 (2002), 7.7.2002, 77 pp
18. “Prospects of a Settlement on the Moon,- Development, Operation,Cost & Benefits” Technical University Berlin, Institute of Aeronautics & Astronautics, ILR Mitt.364 (2002), 11.11.2002, 84 pp.
Diese Liste enthält diejenigen von über 350 meiner Veröffentlichungen, die aus der Sicht des Jahres 1993 noch ganz oder teilweise aktuell sind, bzw.für die überschaubare Zukunft noch Bedeutung haben könnten.
Mit diesen Informationen und Wertungen ist die Frage nach dem Erfolg der beruflichen Arbeit als Flugzeugführer, Ingenieur und Hochschullehrer hoffentlich zufriedenstellend beantwortet worden und wir können uns nunmehr dem Privatleben zuwenden , das einen unmittelbaren Einfluß auf den beruflichen Erfolg hatte.

Was habe ich der Nachwelt hinterlassen ?
Dieses ist eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Wo soll man anfangem, wo aufhören. Was ist wichtig genug, um erwähnt zu werden? Im Telegrammstil zusammengefaßt, würde ich den „Nachlaß“ wie folgt definieren:
- eine gesunde, glückliche Familie mit drei Kindern und drei Enkeln,
- ein Stückchen Berlin, bestehend aus einem alten, sanierten, repräsentativen schönen Haus mit Garten, ein privates kleines Paradies,
- ein Handbuch der Raumfahrt und viele Berichte, die noch lange Zeit in die Zukunft wirken werden und zwar dadurch, daß sie bei geringem Aufwand nützliche Informationen und Ideen vermitteln,
- ein Fachgebiet „Raumfahrttechnik” und ein Fachgebiet “Mensch-Maschinen-Systeme”( ehemeals “Systemtechnik“) an der Technischen Universität Berlin mit einem guten Ruf, einer guten Dokumentation und qualifizierten Nachfolgern,
- einige hundert Studenten mit abgeschlossenem Studium, die von mir relevantes Fachwissen und marktfähige Fähigkeiten mitbekommen haben, die ihnen Chancen für ein erfolgreiches Berufsleben einräumen,
- ein Facharchiv und eine Dokumentation für einen breiten Sachbereich, die sicherlich manchem nützlich sein werden, wie dieses Material bereits auch in der Vergangenheit einer Menge Leuten geholfen hat ihre Aufgaben zu lösen,
- viele neue Erkenntnisse, die sich auf verschlungenen Wegen ausgebreitet haben, um hier und dort positive – im Einzelfall vielleicht auch negative – Effekte bewirkt haben und bewirken werden.
Habe ich eine Botschaft an diejenigen, die nach mir kommen?
Ich wage es, meine Erfahrungen, soweit sie allgemeingültig sind, wie folgt weiterzureichen:
Optimismus lohnt sich!-
Ich bin Zeit meines Lebens fast immer idealistisch und optimistisch an die Aufgaben herangegangen, die sich mir gestellt haben, und ich habe es nie bereuen brauchen. Sicherlich war auch etwas Glück dabei, aber die allgemeine Erfahrung „Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige“, ist wohl nicht unbegründet. Außerdem hat es sich bewährt, neu auftauchende Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen, zu entschärfen oder zu lösen. Im Zweifelsfalle soll man Probleme nicht als Probleme begreifen, sondern als Herausforderungen!
Raumfahrt bleibt eine wichtige Menschheitsaufgabe.-
Die Menschheit wird es sich nicht nehmen lassen, im Laufe der Zeit den erdnahen Weltraum zu erforschen und zu erschließen. Sie wird diese Aufgabe auch nicht nur den Robotern überlassen, sondern selbst andere Himmelskörper erobern wollen. Der Anfang ist in diesem Jahrhundert gemacht worden, Menschen haben erstmals einen anderen Himmelskörper als den angestammten Planeten, besucht. Im nächsten Jahrhundert werden Menschen auf die Dauer auf dem Erdmond und dem Planeten Mars Forschungsstationen einrichten und die lokalen Ressourcen für sich und das Wohl der Menschheit nutzen. Vielleicht werden sich ueber Jahrhunderte sogar neue Kulturen entwickeln.
Bessere Transportsysteme für die Raumfahrt sind zwingend erforderlich.-
Der Schlüssel zur Erforschung und Nutzung der Ressourcen unseres Sonnensystems ist die Lösung der Transportfrage. Die logistische Brücke zu anderen Himmelskörpern muß nicht nur sicher, sondern auch zuverlässig und ökonomisch sein. Raumtransportsysteme können sich aber nur entwickeln, wenn der Markt vorhanden ist und umgekehrt. Gegenwärtig ist nicht die Technik der Hemmschuh der Entwicklung, sondern der fehlende politische Wille bzw. die Märkte. Es ist zu wünschen und zu erwarten, daß infolge der Reduzierung militärischer Auseinandersetzungen und Bedrohungen Mittel frei gesetzt werden, die im nächsten Jahrhundert teilweise zur Entwicklung der Raumfahrt eingesetzt werden können. Die zunehmende Bereitschaft zur internationalen Arbeitsteilung wird auch in der Raumfahrt zu weniger Duplikation, weniger Wettbewerb und bessere Nutzung der begrenzten Ressourcen führen.
Diesen Trend hier in wenigen Sätzen angedeuteten Trend gilt es im Sinne von Hermann Oberth, Eugen Saenger und Wernher von Braun zu unterstützen, es ist diese Botschaft, die ich als deren Schüler hiermit versucht habe, der nächsten Generation zu übermitteln!



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