Laufgeschichten: Hast du Angst oder was?

LaufenGeht man mal von einem optimalen Lauf aus, nach dem man mit seiner Leistung wirklich zufrieden ist, kommt trotzdem irgendwann bei mir unweigerlich die Frage auf: War nicht noch mehr drin? Fragt dann auch noch jemand, ob man noch Luft hatte oder alles gegeben hat, werden die Zweifel an der eignen Leistung vielleicht noch größer. Aber es kann noch viel schlimmer werden, denn was ist los, wenn man sich nach kürzeren Läufen unter der Halbmarathondistanz nicht kaputt fühlt, sich im Ziel innerhalb weniger Minuten erholt hat, keinen Muskelkater bekommt und munter weiter trainieren kann?

Es ist nicht so, dass ich nicht fast stolpernd über die Ziellinie rase und zwischendurch nicht das Gefühl vollkommener Übelkeit kennen würde, aber mich wundert es schon ab und zu, dass ich mich danach nicht wirklich erschöpft fühle. Ich weiß tief in mir, dass da noch mehr ist, was ich schaffen könnte. Meine Fahrradbegleitung sagte mir neulich, dass wir das bald etwas professioneller aufziehen müssen. Was er damit meinte, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben, aber ich weiß worauf er hinaus wollte.

Ein Lauf ist für mich immer ein guter Lauf, wenn ich mein Ziel erreicht habe und es gab schon einige Läufe, die ganz und gar nicht nach meinen Vorstellungen und Zielsetzungen verliefen. Ich kenne also das Gefühl, mit sich unzufrieden zu sein und Ziele zu verfehlen, aber überwinde die Situation sehr schnell mit einem guten Training. Es gibt also eigentlich nichts, wovor ich Angst haben müsste; ich habe meist gut trainiert; den limitierenden Faktor Asthma habe ich mit langen Läufen und einer guten Medikamenteneinstellung im Griff; ich weiß, dass ich an der Verpflegung bei sehr langen Distanzen arbeiten muss und ich setze mir Ziele, von denen ich aus dem Training weiß, dass sie erreichbar sind. Dennoch frage ich mich oft ‘Hast du Angst oder was ist los’? Mir fehlt irgendwie die Härte, der Biss, vielleicht auch die Erfahrung… um tatsächlich aus mir herauszukommen, um einfach mal loszulassen und Gas zu geben. Kann auch sein, dass ich zu viel gelesen habe – sei nicht zu schnell am Anfang, laufe genau so, wie du es dir vorgenommen hast, keine Tests, kein Wagnis.

Es ist vielleicht so, wie bei Kevin Costner als abgewrackter Golfer, der einfach ein mentales Training braucht, um wieder auf Touren zu kommen. Man kennt es ja auch von Triathleten oder anderen Leistungssportlern, die neben den körperlichen Trainingsplänen auch ihren Geist stärken müssen. Die Gelassenheit und Geduld bekomme ich durch meine Yogaklassen und die Wettkampfhärte vielleicht durch noch mehr Wettkämpfe, aber den Mut zu laufen, so schnell wie es nur geht…?


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