„Lasst doch mal das Kind in Ruhe!“ – Von Omas, die es zu gut meinen

Eigentlich dachte ich immer, das Omas den lockeren und gelassenen Teil der Familie ausmachen… Bei uns ist das aber anders. Sowohl meine Mutter, als auch die Mutter meines Partners sind sehr vorsichtig gegenüber dem Kind und sehr altertümlich beim Thema Kindererziehung. Das Kind soll dies nicht in den Mund stecken, das Kind soll jenes nicht in den Mund stecken. „Was? Das Kind spielt mit einem Küchensieb?“ „Wie, das Kind spielt mit Essen?“ Recht nervig, da gerade wir als Eltern dem Kind so wenig wie möglich verbieten wollen und es seine Erfahrungen selbst machen lassen wollen.

Selbstverständlich machen wir auch nicht alles richtig. Ganz bestimmt machen wir auch einiges falsch, was uns unser Kind später irgendwann einmal vorhalten könnte. Doch weshalb soll ich meinem Kind stets und ständig alles verbieten? Es fängt schon bei alltäglichen Dingen an, die wir als Eltern ganz anders sehen und machen als unsere eigenen Mütter.

Wir lassen das Kind zum Beispiel mit dem Essen spielen. Eine riesengroße Sauerei und nicht selten müssen wir Mini-Me danach baden, aber wir finden das Essen nicht nur Nahrungsaufnahme für unser Kind ist und es das Essen mit allen Sinnen BE-greifen sollte. Wie fühlt sich ein Brokkoli-Röschen an, wie ein Stück Banane? All das können wir dem Kind nicht vermitteln. Mini-Me muss es selbst erfahren und begreifen.

Meine Schwiegermutter sieht das allerdings ein wenig anders

Sie wischt ihrem Enkel nach gefühlt jedem zweiten Löffel die Finger und den Mund sauber. Das Kind soll ja schließlich essen und nicht herum matschen. Meine Mutter sieht das alles ganz ähnlich und kann es nicht fassen, wie Mini-Me aus seinem Hochstuhl heraus auch noch den Hund mit seinem Hirse-Kringel füttern kann. Zudem verstehen beide Omas nicht, wieso wir dem Kind kein „ordentliches Spielzeug“ kaufen, sondern ihren Enkeln mit Sieb und leeren Flaschen spielen lassen. Auch gegen das in den Mund nehmen eines Sockens rebellieren die Omas.

„Als hätte das Kind nichts zum spielen…“

Das ein Kind in diesem Alter eigentlich gar kein Spielzeug braucht (wir haben aber natürlich trotzdem welches) und Mini-Me viel lieber mit Alltagsgegenständen spielt oder sich am klettern und turnen versucht, leuchtet den beiden Omas nicht ein.

Wir wissen das es beide nicht böse meinen, aber uns als Eltern nervt das Verhalten dann doch ab und an. Sie lieben ihr Enkelkind und wollen natürlich nur das Beste für ihn, doch der Altersunterschied, die verschiedenen Sichtweisen und die eigene Persönlichkeit sind wohl zu verschieden, um bei der Kindererziehung auf einen Nenner zu kommen.


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