Lass Dich nicht entmutigen!

Von Wernerbremen

Helmuts Bauernhof

Ihr Lieben,
heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Stan Fragererzählen:
„Kampfgeist“
„Meine zehnjährige Tochter zeigte uns immer wieder, was Kampfgeist bedeutet.
Von Geburt an fehlte ihr ein Muskel im Fuß und sie muss ständig einen Stützapparat tragen.

Eines wunderbaren Frühlingstages kam sie nach Hause und erzählte mir, dass sie beim Sportfest ihrer Schule mitgemacht habe – bei einer Veranstaltung, bei der die verschiedensten Rennen und andere Wettkämpfe ausgetragen wurden.
Als ich an ihren Stützapparat dachte, finden meine Gedanken an zu rasen. Ich suchte krampfhaft nach ermutigenden Worten für meine kleine Sarah – nach irgendetwas, das ich ihr sagen könnte, um die über ihre Enttäuschung hinwegzutrösten, irgendetwas, das die berühmten Trainer ihren Schützlingen sagen, wenn sie eine Niederlage einstecken mussten – aber bevor ich den Mund aufmachen konnte, sah sie mich an und meinte:
„Stell Dir vor, Papa, ich habe zwei Rennen gewonnen!“
Ich konnte es einfach nicht glauben. Und dann fuhr Sarah fort: „Ich hatte einen Vorteil.“
Ahhh. Ich hatte es doch gleich gewusst! Sie hatten ihr einen Vorsprung eingeräumt, sie irgendwie bevorzugt. Aber auch dieses Mal kam sie meinen Worten zuvor: „Sie haben mir keinen Vorsprung gegeben. Mein Vorteil war, ich musste mich mehr anstrengen!“
Na, wenn das kein Kampfgeist ist! Typisch Sarah!“


Ihr Lieben,
heute bekam ich von meinem Freund Helmut Mühlbacher, der in der Nähe von Salzburg einen wunderbaren, biologisch ausgerichteten und tiergerechten Bauernhof besitzt, die Nachricht, dass der österreichische Bundespräsident seinen Bauernhof besucht habe.

Der Bundespräsident Österreichs
Dr. Heinz Fischer auf Helmut Bauernhof

Ich freue mich riesig von Helmut, denn es ist wieder ein wunderbares Beispiel, was Beharrlichkeit ausrichten kann. Als Helmut vor vielen Jahren den Bauernhof übernahm, da war noch nicht abzusehen, dass Menschen wie der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, der österreichische Kardinal Schönborn oder unser deutscher Franz Beckenbauer ihn einmal auf seinem Bauernhof besuchen würden.

Kardinal Schönborn auf Helmuts Bauernhof

Aber Helmut hatte zusammen mit seiner Frau und seinen wundervollen Kindern eine Vision, die er beharrlich und unerschrocken verfolgte und heute darf er sagen, dass er sein Ziel erreicht hat. Ich wünsche uns allen, dass wir ähnlich unerschrocken in die neue Woche gehen und auch den Mut aufbringen, unsere Ziele in den Blick zu nehmen und sie zu verwirklichen.
Aber eines ist sicher: Beharrlichkeit kann man nirgends kaufen, Beharrlichkeit muss man sich erwerben, die muss man sich antrainieren, indem man jedes Mal, wenn man müde ist, aufgeben möchte, verzweifeln möchte, zu sich selbst spricht: „Ich werde niemals aufgeben, ich werde beharrlich mein Ziel weiterverfolgen, ich werde tapfer auf meinem Weg Schritt für Schritt weiter vorangehen.Wie die meisten von Euch ja wissen, wurde ich in meiner Kindheit von anderen Kindern und Jugendlichen über Jahre schwer misshandelt, gefoltert und missbraucht.
Wenn mich damals Kinder und Jugendliche in irgendeinen dunklen Keller verschleppten, mich nackt auszogen und dann über mich herfielen, dann waren waren das grauenhafte Stunden, aber sie waren auch zugleich eine Quelle, aus dem mein Widerstand erwuchs. In solchen Stunden hatte ich, äußerlich gesehen, große Angst, aber innerlich schrie es immer in mir: „Ich werde niemals aufgeben und ich werde später einmal ganz anders handeln!“

Quelle: Raymonde Graber

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen Lkw voll Beharrlichkeit, einen Waggon voll Mut, einen Güterzug voll Zuversicht und Hoffnung und ich wünsche Euch eine gute neue Woche
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Anne Gret