Landtagswahl in Baden-Württemberg - Eine Nachbetrachtung

Mappus wurde abgeschaltet. Die Grünen stellen den Ministerpräsidenten. Die SPD wird erstmals Juniorpartner der Grünen.
In Ba-Wü lief ja schon seit einiger Zeit vieles schief. Das Ländle mit den angepassten und braven BürgerInnen war eine Hochburg der CDU. Bis, ja bis Stuttgart 21 aufs Tablet kam und Mappus den Macho raushängen ließ und Wasserwerfer gegen friedliche Demonstranten in Stellung brachte.
Ab diesem Zeitpunkt wurde es eng für die CDU. Geißler konnte gerade noch den Focus, der auf Stuttgart 21 lag, in eine andere Richtung lenken, bzw. verwässern.
Doch dann kam der 11.03.2011. Ein Tag, der in die Weltgeschichte eingehen wird. Ein bis dahin in dieser Stärke noch nie gemessenes Erdbeben, gefolgt von einer gewaltigen Tsunami, traf die Ostküste Japans.
Die Tsunami hat unvorstellbare Schäden angerichtet und Tausende in den Tod gerissen. Als ob dies nicht schon genug wäre, hat es die Kernkraftwerke in Fukushima außer Funktion und somit außer Kontrolle gesetzt und zum wiederholten Male die Unbeherschbarkeit einer monopolistischen Technologie vorgeführt.
Das hektisch von Merkel verkündete Moratorium für einige deutsche Atomkraftwerke war Ausdruck tiefster Verzweiflung. Hat man doch erst vor wenigen Monaten mit den Kraftwerksbetreibern einen Kuhhandel zu Lasten der BürgerInnen abgeschlossen.
Die Wahl in Ba-Wü war von Angst geprägt. Angst der WählerInnen vor einem GAU.
Sie haben aus dem Bauch heraus entschieden. Mit dem sicheren Gespür, das wir mit Atomkraftwerken auf dem Holzweg sind.
Doch das hätten wir schon spätestens seit Tschernobyl wissen können. Doch zu jener Zeit wurde die Parole ausgegeben, das die Kernkraftwerke in Russland nicht mit den unseren verglichen werden können. Eine Beruhigungspille.
Nun hat es ein hochtechnisiertes Land getroffen. Und wieder erhebten sich die gleichen Stimmen, die von einer „Unvergleichbarkeit“ schwafelten.
Die CDU hatte bei diesem Thema keinen Blumentopf mehr zu gewinnen. Die SPD hat sich nicht deutlich genug positioniert. Einzig die Grünen, die schon seit 30 Jahren gegen Kernkraftwerke sind, waren für die Wähler attraktiv.
Das Thema war so emotional besetzt, das sich selbst Tausende Nichtwähler auf die Beine machten, um ihr Kreuz gegen Atomkraft zu machen.
So positiv dies auf den ersten Blick zu werten ist, auf den zweiten Blick stimmt mich das bedenklich. Wenn nur Emotionen zu bestimmten Handlungen führen und nicht der „gesunde Menschenverstand“, dann ist auch im Ergebnis das Gegenteil denkbar.
Nämlich eine charismatische Persönlichkeit, die nicht auf den „Kopf“ des Wählers zielt, sondern auf den „Bauch“.
Seit Tschernobyl war klar, das Kernkraftwerke unsicher sind. Egal in welchem Land sie stehen. Doch man hat dies verdrängt. Gleich einem Autofahrer, der bei dichtem Nebel mit 120 km/h über die Autobahn rast und behauptet, „mir passiert nichts“.
Nun müssen Die Grünen zeigen, was sie drauf haben. Bin ich bin gespannt.

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