KW09/2015 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Martha Elena Díaz Ospina

Diese Woche möchte ich Euch Martha Elena Díaz Ospina vorstellen:
KW09/2015 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Martha Elena Díaz Ospina
MOVICE: © MOVICE
Der Menschenrechtsverteidigerin Martha Elena Díaz Ospina wurde ein Trauerkranz in ihr Haus in Barranquilla im Norden Kolumbiens geschickt. Diese Drohung folgt wenige Tage auf ihre Zurückweisung einer gerichtlich angeordneten Entschuldigung des Militärs wegen der außergerichtlichen Hinrichtung ihres Sohnes.
Am 8. Februar wurde der Menschenrechtsverteidigerin Martha Elena Díaz Ospina in Barranquilla im Departamento Atlántico ein Trauerkranz zugestellt. Dieser trug die Aufschrift "Ruhe in Frieden, Marta Diaz" (descanse en paz Marta Diaz). Martha Elena Díaz Ospina ist Gründungsmitglied und Vorsitzende der Asociación de Familias por un Solo Dolor (AFUSODO), einer Organisation, in der sich Familienangehörige von Opfern außergerichtlicher Hinrichtungen und des Verschwindenlassens zusammengeschlossen haben. Ende Januar entschuldigte sich der Kommandeur der 2. Armeebrigade auf gerichtliche Anordnung öffentlich für die außergerichtliche Hinrichtung ihres Sohnes Douglas Alberto Tabera Díaz im Jahr 2006. Martha Elena Díaz Ospina wies die Entschuldigung mit der Begründung zurück, sie warte nach wie vor auf Gerechtigkeit und eine Entschädigung sowie darauf, die Wahrheit zu erfahren, denn noch sind nicht alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden.
Martha Elena Díaz Ospina ist ebenfalls Mitglied der Organisation Movimiento Nacional de Víctimas de Crímenes de Estado (MOVICE) im Departamento Atlántico und erhielt zusammen mit zahlreichen anderen Mitgliedern von MOVICE am 18. Dezember 2014 sowie am 11. und 21. Januar 2015 Morddrohungen.
Es gibt eine Urgent Action, die sich für Martha Elena Díaz Ospina einsetzt.
Schreibt eine E-Mail an: contacto(at)presidencia.gov.co, info(at)botschaft-kolumbien.de
Betreff: Martha Elena Dí­az Ospina
Text:
Sehr geehrter Herr Praesident,

der Menschenrechtsverteidigerin Martha Elena Diaz Ospina wurde ein Trauerkranz in ihr Haus geschickt. Diese Drohung folgt wenige Tage auf ihre Zurueckweisung einer gerichtlich angeordneten Entschuldigung des Militaers wegen der aussergerichtlichen Hinrichtung ihres Sohnes im Jahr 2006.
Nun bin ich sehr besorgt um die Sicherheit von Martha Elena Diaz Ospina und moechte Sie auffordern, in enger Absprache mit ihr wirksame Schutzmassnahmen fuer sie einzuleiten. Ausserdem wuensche ich, dass Sie eine vollstaendige und unparteiische Untersuchung zu der Morddrohung gegen Martha Elena Diaz Ospina durchfuehren. Veroeffentlichen Sie die Ergebnisse dieser Untersuchung und stellen Sie die Verantwortlichen vor Gericht.
Ich moechte Sie daran erinnern, dass Kolumbien Vertragsstaat der UN-Erklaerung zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen aus dem Jahr 1998 ist und Sie somit die Pflicht haben, Menschenrechtler_innen zu schuetzen.

Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)
Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Morddrohung wegen Forderung nach Gerechtigkeit 
Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.KW09/2015 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Martha Elena Díaz Ospina
"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."(Quelle: Amnesty International)