[Kurzrezension] Small town with a big heart #1 - Colour me

Von Tiana
Small Town with big Heart #1
Colour me
Autor: Sylvia Hillmann
Verlag: /
Seitenanzahl: 402
ET: 27.12.2018
ASIN: B07MH61SDF
Quelle

Tolles Buch, wenn Daniel nicht gewesen wäre. Der männliche Protagonist hat es mir echt nicht leicht gemacht. Ein richtiges Zuhause kennt Sophie Carter nicht. Ihr Leben verbrachte sie immer auf dem Sprung, immer unterwegs. Nun steht vor dem Nichts. Kein Job, keine Wohnung, kein Geld. Eigentlich muss sie die von ihrem Vater vermittelte Stelle annehmen, aber sie hat die Nase voll von seinen Einmischungen in ihr Leben.
Da bekommt sie ein Jobangebot: Ein Jahr als Nanny in den USA. Sie greift sofort zu. In Treasureville wird ihr klar, wie groß der Unterschied zu ihrem alten Leben ist. Ihr neuer Boss, Daniel Hastings, hat alles: eine internationale IT-Firma, ein riesiges Anwesen, Millionen auf dem Konto und zwei wundervolle Kinder. Sophie schließt die beiden sofort in ihr Herz und zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich zuhause angekommen.
Auch zwischen Sophie und dem verwitweten Daniel knistert es gewaltig. Doch das Letzte, was Daniel sich wünscht, ist eine feste Beziehung. Sophie hingegen träumt von der großen Liebe und würde sich niemals auf eine bloße Affäre einlassen... (© Sylvia Hillmann)

Kennt ihr das, wenn ihr nach dem beendigen eines Buches nicht wisst, was ihr denken sollt? So geht es mir nach „Colour me“. Einerseits, hat mir das Buch echt gut gefallen, auf der anderen Seite war der Konflikt darin ab der Hälfte vorhersehbar und der männliche Protagonist nervte mich einfach nur noch.Sophie ist fürsorglich, klug und loyal. Sie hat einen miesen Vater, aber einen tollen besten Freund. Die Stelle als Nanny in Amerika ist ihr Weg ihren Vater zu entkommen. Die Kinder - Lissy und Jacob - sind so süß! Beide mochte ich ab der ersten Sekunde! Ihren Dad, also Sophies Boss, eher weniger. Bereits bei der ersten Szene der beiden konnte ich mir ein Augenverdrehen nicht verkneifen. Aber es war okay. Sie fühlten sich eben von Anfang an zueinander hingezogen. Kommt in Liebesgeschichten öfters vor. Aber Daniel macht einen Mist nach dem nächsten. Unvorbereitet stolpert er in ein Fettnäpfchen in das nächste: Fragwürdige Fragen beim Vorstellungsgespräch, ein unpassender Kuss, Fehlverhalten und Gemeinheiten sind nur der Beginn. In meinen Augen ist er ein Mistkerl, der aber nichts rafft.
So gut mir das Buch auch gefallen hat, im Laufe des Buches treibt Daniel es immer wieder zu weit. Egal ob es nun Bemerkungen oder seine Taten waren, er nervte nur noch. Er baute einen Mist nach den anderen, Sophie – die gute Seele – verzeiht ihm und er macht weiter Mist.Gegen Mitte – kurz bevor ich wusste, was das große Drama am Ende auslösen wird – schoss er einmal mehr den Vogel ab und gleich noch einmal.Vor kurzem habe ich erst ein New Adult Buch einer anderen deutschen Autorin gelesen, wo sie genau das beschreibt und hervorgehoben hat, was mich hier so maßlos gestört hat:Liebesgeschichten leben von den Missverständnissen, die geschehen, weil die Protagonistin nicht miteinander reden.
Jackpot. Daniel redet nicht und wenn er redet kommt so viel Müll raus, dass ich verstehen konnte, warum Sophie nicht ehrlicher zu ihm war. Als er etwas erfährt reagiert er total erwachsen *hust* und...lest selbst ;P. So gut mir das Buch im Grunde auch gefallen hat, Daniel hat mir die Lesefreude gehörig verdorben. Er versucht ein guter Vater, Mensch und Chef zu sein und versagt. Ja, er hat Vertrauensprobleme, aber Sophie hat ihm nie einen Anlass dazu gegeben, dass er ihr Misstrauen soll. Sophie war toll! Herzlich, lieb und für seine Familie da, obwohl er oft so mies war.Daniel hingegen war schrecklich!
Die Schreibweise war flüssig, locker und leicht. Toll zu lesen! Ich las das Buch gerne, jedenfalls bis zur Hälfte bis ich 1+1 zusammenzählte und mich am Ende bestätigt gefühlt habe.
„Colour me“ hat mich unterhalten, gefesselt und die erste Hälfte war echt gut, aber Dank Daniel und seinen Ausrastern, den ganzen Missverständnissen durch fehlende Worte war es gegen Ende einfach nur mühsam.
Das Buch hatte alles:Handlung, charismatische Charaktere, zuckersüße Kinder und viel Gefühl, aber die ganzen Missverständnisse waren mir einfach zu viel (jedenfalls für mich).Ich bin mir sicher, dass es viele gibt, die genau das bei einer Liebesgeschichte suchen. Ich sage ja nicht, dass das Buch nicht gut ist, mir war es einfach zu viel Drama. Aufgesetztes Drama. Es war gut, aber durch Daniel ging mir viel Freude verloren.
Leider kann man nicht jeden Menschen mögen und Mr. Hastings ist eine solche  Person. Selbst seine Kinder kapieren mehr als er! 
Alles in allem war es ein Buch, das mich unterhalten konnte, aber ab der Hälfte – Danke Daniel – viel zu oft nervte. Es war nett für zwischendurch zu lesen, aber ich musste mich vor allem am Ende regelrecht zwingen, dass ich nichts überflog. Ich wollte dem Buch eine Chance geben, denn die erste Hälfte fand echt gut. Die Schreibweise war flüssig, locker und transportiert Gefühle. Lissy und Jacob waren Zucker! Daher tue ich mich gerade so schwer damit, eine Bewertung für das Buch zu finden. Einerseits hat es mir gut gefallen, aber andererseits war Daniel regelrecht ein Lesefreunden-Killer.Daher habe ich mich dazu entschlossen, dass „Colour me“ 3,5 von 5 Federn bekommt. Es ist stärker als „mittelmäßig“, aber durch den anstrengenden männlichen Protagonisten kann ich keine 4 Federn geben.
Wie schon gesagt, andere werden genau nach das was ich hier ankreide suchen. Und HIER, HIER findet ihr eine tolle Geschichte, solange ihr euch nicht von vielen Missverständnissen nicht nerven lässt. Mich störte es leider. ABER das heißt trotzdem nicht, dass ich nicht mehr zu einem der Buch von Sylvia Hillmann greifen werde, denn wie schon gesagt, es hat mir gefallen, wenn Daniel nicht gewesen wäre ;P. 
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