[Kurzrezension] Für immer mein

Von Buecherchaos @FranziskaHuhnke

Für immer mein

Luke Delaney

Corrigan Bd.2

Bastei Lübbe, 2015

978-3404172429

9,99 €

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Inhalt: 

Als Louise am helllichten Tag verschwindet, weiß DI Sean Corrigan vom Morddezernat South London sofort, dass es sich um ein Verbrechen handelt. Denn die Schatten seiner Vergangenheit machen ihn empfänglich für das Böse. So auch in diesem Fall. Obwohl Corrigan nicht eine Sekunde daran zweifelt, dass Louise gegen ihren Willen aus ihrer Wohnung verschleppt wurde, glaubt er, dass sie noch am Leben ist. Die Suche nach ihr läuft auf Hochtouren. Dann wird die Leiche einer Frau gefunden, die Louise zum Verwechseln ähnlich sieht. Ein Opfer von Louises Entführer? Die Zeit läuft Corrigan und seinem Team davon …


Corrigan ist noch ein recht neuer Ermittler im Thrillergenre. Wer also einen Blick auf seinen ersten Fall werfen möchte, kann dies in meiner Rezension tun: “Mein bist du”. Ich erwartete von Band 2 eine gewisse Entwicklung. Nicht nur bei den Protagonisten, sondern im Hinblick auf Corrigans Gabe. 

Leider musste ich feststellen, dass es diese Entwicklung nicht gab. Corrigan wirkt, genau wie im ersten Fall, sehr abgeklärt, weist aber immer noch eine Spur von Ängstlichkeit auf. Letzteres kann ich bei einem Ermittler der Serienmörder jagt durchaus verstehen. Was ich nicht verstehe, ist seinen Unwillen, den Fall überhaupt anzunehmen. Es ist nicht gerade so, dass der Mann am Anfang wahrlich überarbeitet wirkt. Seine Vehemenz gegenüber dem Fall ging mir etwas zu weit. Danach war Corrigan mir etwas unsymphatisch, obwohl er beginnt für die verschwundene Frau alle zu tun. Erst die Leiche macht das Buch interessant. Diesmal hat Luke Delaney sich dafür entschieden den Plot zu splitten. Es gibt einen Strang, in dem wir Corrigans Ermittlungen verfolgen und einen anderen, in dem wir den Serienmörder kennenlernen. Letzteres ist eine bewusste Entscheidung, um die Spannung zu steigern, da der Leser dadurch immer einen Schritt weiter ist, als der Ermittler selbst.

Dieses Prinzip funktioniert bei mir leider nicht so gut, da ich lieber beim Ermittler bin und der Serienmörderteil viel zu viel verrät. Die Spannung wird nicht auf, sondern ab gebaut, denn der Leser kann sich dadurch einiges selbst zusammenreimen und ist am Ende weniger überrascht.

Meine Empfehlung spreche ich somit nicht gänzlich überzeugt aus. Diese Ermittlung erhält von mir nur drei Bücherpunkte.