Kurz-Rezi: Haus der bösen Lust

Von Missblackxxl @MissBlackXXL

Hallo zusammen,
ja, ich lebe noch! *grins* Momentan herrscht bei mir irgendwie ein wenig Leseflaute, an meinem letzten Buch hing ich fast eine Woche, obwohl es "nur" knapp 350 Seiten hatte und das lese ich manchmal innerhalb eines Tages...Vielleicht liegt es auch daran, dass der Beginn der Prüfungsphase wie so ein Damoklesschwert am seidenen Faden über mir schwebt (vor allem deshalb, weil ich noch nicht allzu fleißig war *hust*). Aber naja, spätestens Anfang Februar, wenn das alles überstanden ist, habe ich wieder viiiiiel Zeit für meine Bücher :o)
So und weil heute Mittwoch ist, habe ich mal wieder was für die Horror - und Splatterfans unter Euch ;o) Achtung, Achtung: strikt ab 18 Jahren aufwärts!

Eckdaten

Titel: Haus der bösen Lust
Autor: Edward Lee
Format: eBook, ca. 402 gedruckte Seiten
Genre: Horror
Verlag: Festa; Mai 2012
Euro (D): 4.99

Inhalt


Nachdem Justin Collier das Hotel betreten hat, bemerkt er, wie ungeheuer scharf er heute ist. Er kann an nichts anderes mehr denken als an Sex. Aber er irrt sich – nicht er ist so geil, es ist das Haus ...
Und als es Nacht wird, hallt durch die leeren Räume ein gieriges Flüstern, und Mädchen, die schon vor langer, langer Zeit gestorben sind, kichern unheilvoll ...

Kurzes Fazit

Edward Lee wird als einer der härtesten und krankesten Horror-Autoren angepriesen und soll sogar noch schlimmer als der Marquis de Sade sein. So, nun habe ich erst kürzlich über diesen verrückten und wirklich (!) arg gestörten Marquis ein Referat an der Uni halten müssen und durfte mich zwangsweise mit seinem Werk "120 Tage von Sodom" auseinandersetzen - herzlichen Dank! Aber warum erzähle ich das? Nun, dieses Buch ist extrem abartig und ich als gestandener Horror-Fan bin wirklich an meine Grenzen gekommen, deshalb bin ich auch mit hohen Erwartungen an das "Haus der bösen Lust" herangegangen, schließlich sollte es noch heftiger werden! Leider bin ich in dieser Hinsicht total enttäuscht wurden, denn ich habe schon bedeutend abartige und gruseligere Horror-Schocker gelesen, als dieses hier. Die Charaktere sind wie immer nur ein Mittel zum Zweck, um die herrlichsten, abartigsten Dinge mit sich tun zu lassen, allerdings steckt hier tatsächlich eine Geschichte dahinter und diese hat, trotz allen abartigen Spielereien, sogar einen übertragenen Sinn! Das fand ich besonders bemerkenswert, denn das gibt es in Splatter-Büchern eigentlich recht selten. Ich will jetzt nicht verraten, welcher "tiefere Sinn" das ist, aber sagen wir mal so, es hat mit gewaltigen Verbrechen an der Menschheit zu tun. Ob das jetzt nun erfunden oder nur ein Gleichnis ist, das sei mal dahingestellt, aber seine Botschaft vermittelt es alle mal! Was mir nun aber doch ein wenig gefehlt hat, vor allem im Vergleich mit Herrn de Sade, war der richtige Splatter - da habe ich schon ganz anderes gelesen. Das war also nun das erste Buch, welches ich von Edward Lee gelesen habe, einige weitere werden aber folgen, da ich seinen Stil an sich wirklich gut fand und ich, laut anderen Rezensionen, mit diesem Buch hier wohl auch ein etwas schwächeres Werk erwischt habe. Gute 3 Punkte