Kulturelle Landpartie 2014, Wunderpunkte im Wendland, 29. Mai bis 9. Juni

In Kürze gibt es sie wieder: die wunde.r.punkte im Wendland, die auf einer Kulturellen Landpartie besucht werden können - wie jedes Jahr von Himmelfahrt bis Pfingsten. Im vorigen Jahr hatte ich sie zum ersten Mal erlebt und hier darüber berichtet.

 Wieder ist eine ist eine unglaubliche Fülle an Angeboten und Veranstaltungen entstanden. Wer jemals kann das ganz erfassen? Es bleibt nur die Möglichkeit, eine Auswahl zu treffen - ein sehr nützlicher Helfer dabei ist der "Reisebegleiter", ein mehr als 330 Seiten starkes Büchlein, das für 5 Euro angefordert - KLP-Büro, Drawehner Str. 2, 29439 Lüchow -  oder vor Ort gekauft werden kann. Die Netzseite, die es auch gibt, enthält zusätzliche Informationen und "Wunderpunkte" in einer Appetit machenden "Galerie", die das Anschauen als Vorgeschmack unbedingt lohnt.

Wer das Wendland in Niedersachsen in Deutschland wenig kennt, hat vielleicht Schwierigkeiten, alles zu finden. Auch hierzu bietet der "Reisebegleiter" Erleichterungen: eine Übersichtskarte am Anfang, Vorschläge für acht Radtouren, etwa zwischen zweitem und drittem Drittel der Buchseiten, jeweils mit einer Kartenskizze und einem Ortsverzeichnis zur Einleitung. Ein nach Sachgruppen geordnetes Register rundet ab. Das nenne ich sorgfältige redaktionelle Arbeit (Tanja Zeps, Irena Naußed, Felice Meer, Thomas Hagelstein) !

Reisebegleiter

Die Veranstaltungen sind nach Tagen geordnet (viele Überschneidungen, da ist Entscheidung nötig), die Angebote nach Orten. Ich blättere im "Reisebegleiter" und nenne einige Beispiele - es kann nur eine subjektive Auswahl sein.

Besonders viele "Helfende Hände" sind mir in Lübeln aufgefallen: Keramik, Textile Collagen, Schönes aus altem Leinen, Schmiedekunst, Handgewebtes bis hin zu Schmuckunikaten aus Omas Besteck und Schmuckstücken aus ausgesuchten Hölzern. Hinzu kommt der Sammelpunkt Lübelner Mühle mit einem Dutzend KünstlerInnen und Veranstaltungen wie Klezmermusik, Mocking Bird Jazz, einem "Mühlengespräch" über den Klimawandel und Figurentheater.

Hitzacker ist naturgemäß initiativreich. Die "Alte Sargtischlerei" bietet diesmal etwas Besonderes: Kreuz-Schifffahrt auf alten Elbflößen fast bis nach Gorleben (Anmeldung nötig) mit vielen Veranstaltungen, etwa Drehleier und Dudelsack und Cello-Improvisationen. Die "Elbviel Harmonie" widmet sich Wiederverwendungen, z.B. Schrottfiguren basteln aus der Abfalltonne oder Papiermarionetten aus Draht und Karton.

Seedorf kann mit einem Storchennest prangen - aus dem ständig live vom Dach nach unten übertragen wird. Aber auch sonst ist hier viel los, was in die Zukunft weist - Taschen aus Sandsack, Seelenleuchten, Heilkräuterspaziergänge, Gestaltungen aus der Natur und ständig der Info- und Aktionsstand der Initiative "Widersetzen": 25 Jahre Kulturelle Landpartie, 40 Jahre Widerstand gegen Atomkraft, drei Jahre Widersetzen.

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Ein sehr berührendes Projekt hat Michail Schütte aus Göhrde ins Leben gerufen: "Ein Baum aus der Göhrde": Eine vom Forstamt gespendete Traubeneiche wird über die nächsten drei Jahre umfassend gewürdigt und bearbeitet werden. Anfang 2015 soll er gefällt werden - die verschiedensten Menschen von verschiedenen Wunderpunkten werden bis dahin und danach auf ihre Weise damit umgehen: NaturkundlerInnen, FörsterInnen, LandwirtInnen, LiteratInnen, KorbflechterInnen, GlasbläserInnen, DrechslerInnen, TischlerInnen bis hin zu MalerInnen und BildhauerInnen. Weitere Informationen hier.

 

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Als besonders schönen Wunder-Anlaufpunkt habe ich im vorigen Jahr Tießau unmittelbar an der Elbe kennengelernt: Quon Antje Kappes zeigt Hexeneier, Zauberstäbe, schamanische Arbeiten, Henning Riedel Kunst am Baum, Sabine Seifert skandinavischen Schmuck, Christof Göppner Steinbildhauerarbeiten, Bea Kaiser Fotografie, Steffi Kroll Kräuter und Kleidsames, Nina Tilgner Schmuck aus Holz und Perlen - und vor allem gibt es hier die wunderschönen Gewänder aus alten Zeiten (auch für Männer), die Christina Hoffmann aus Naturstoffen schneidert (Bild); sie lebt und wohnt hier an der Elbe und freut sich, wenn ihr sehenswerter Garten nicht so schnell wieder überschwemmt wird. An allen Tagen können sich BesucherInnen hier am und im Café erfrischen - und nachmittags gibt es meistens Veranstaltungen, etwa Chaos Varieté, Duo Fado Instrumental, Geschichten in Tönen zwischen Weltmusik und Jazz. Martha Sophie Marcus liest aus ihrem neuen historischen Roman "Das Gold der Mühle" (am 1.6.).

 Ich hoffe, ich konnte Sie, konnte Dich zu einem Besuch anregen! Beglückende und nachdenklich machende Erlebnisse sind zu erwarten. Weitere Informationen finden sich auf der Netzseite http://www.kulturelle-landpartie.de/


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