Kühlschrankpoesie

Erstellt am 20. Januar 2009 von Chocoprincesa

Ode an den Kühlschrank

Ein Kühlschrank scheint der perfekte Partner für's Leben,
denn die Beziehung zum ihm basiert auf ausgeglichenen Nehmen und Geben.

Autoren: miri (mi), coco (co), sasi (sa), tabea (ta), bekki (bek)

--

Früüüüüühling lässt sein blaues Band wieder flattern um die Hüfte, süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land...
Kühlschrank, ja Du bist's...Dich hab ich vernommen, du bist gekommen, hab zugenommen. Aus.
(co)

--

kühlschrank oh kühlschrank
hörst du mich schmatzen
meine nägel an deiner türe kratzen
wenn mich nachts der hunger packt
ich schleiche mich zu dir nackt
(mi)

--

Wenn die Kalorie uns lacht
wenn der Kühlschrank aufgemacht
rollt auf schweren Sohlen,
Sasi an verstohlen.
Zieht mit leerem Magen fein, sich die leckren Speisen rein
und schluckt unter Lachen, runter alle Sachen.
Und hustend, kauend dann sucht sie sich einen Mann:
der dann nicht anders kann,
als sie zu rollen,
beim liebestollen.
Und dann passierts, wer hätts gedacht:
ward ein rundes Kind gemacht.
(co)

--

dieses holde kind
mit viel verstand
comida genannt
und nicht erkannt
daß verstand
vorher ausgeschaltet
während die lust waltet
(mi)

--

Oh du güldene Lust
in meiner Brust
was dünkt mir Frust
doch nehm ichs hin
dass ich so bin
mit Doppelkinn.
(co)

--

Die Sasi ist drüber hocherfreut,
was so in euren Köpfen gedeiht,
doch solltet ihr euch dies einschärfen:
Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!

Kühlschrankkriminalität ist nicht nur mein Gebrechen,
- auch andre können sich davon nicht freisprechen.
Doch kann ich mich jetzt noch nicht darüber auslassen,
muss mich leider noch mit Arbeit befassen.

Zu später Stund wird dies fortgesetzt
und die Gedichtbattlemesser gewetzt!
(sa)

--

Hebe deinen Hunger auf
Bis zum Kühlschrank
Von welchem dir Essen kommt
Deine Hilfe ist aus Käsebrot
(ta)

--

Es war ein Käsebrot in Not
als ihm sich keine Möglichkeit mehr bot
zu eskarpieren
vor den gieren
des offenen Mund.
So trug sich zu
zu später Stund
als der Zeiger die Zwölfe fund
dass das Käsebrot verschwund.
Nein - nicht im Mund.
Wo ward es gegangen
kurz vor dem Fangen?
Keiner weiss es.
Oh, welch ein Bangen!
(co)

--

Kühlschrank, wie bist du schön,
schöner gibts nichts zu sehn,
nichts in der ganzen Welt
mir so gefällt.
Freut sich auch dünn und dick,
beim nächtlichen Zuckerkick,
weil du mein Kühühlschrank biiiist
- oh welch ein Mist!
(sa)

--

mein lieber kühlschrank
du darfst in meinem leben nicht fehlen
weil oooohooo kühlschrank
deine inneren werte zählen
und obwohl du nachts geräusche machst
ich neben dir schlafen kann
wie neben keinem mann
(mi)

--

beschmier mich mit schokosoße
beleg mich sauren gurken
beträufel mich mit ketschup
die sehnsucht nach dir macht mich krank
du mein heißgeliebter kühlschrank
(mi)

--

heut morgen nach dem saufen mit dem falschen fuße hochgekommen, rumgelaufen, stimmen vernommen.
jemand ruft: ich helfe dir, komm zu mir, deine gier nach dem fusel, hast doch dusel, daß es mich gibt
und halb im schlaf noch am hören wohin die stimmen führen die man nicht erkennt
plötzlich gesehen, ein lichtlein brennt
im kühlschrank
und darin saft von tomaten
hast es erraten
ich brauche dringend, cheri
eine bloody mary
(mi)

--

ein kühlschrank lag am meeresgrund
hatte köstliches in seinem schlund
doch die fische ach so dumm
schwammen nur um ihn herum.
da kam ein tauchersmann daher
und er erfreute sich gar sehr
an käse, wurst und allerlei gemäus,
an joguhrt, schoki, himbeersträus.
er wurd so schwer an all den gaben
wollt sein bäuchlein sich erlaben
dass er unten blieb beim schrank
und glücklich, kugelsatt
...
ertrank.
(bek)

--

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
erst eins, dann zwei - das kann nicht sein
das Licht im Kühlschrank ist allein
es brennt wie Hunger auf der Seele
und achtet, dass niemand was stehle
sobald es aus
und ich zuhaus
Strom aus
Tür auf und sieh' es brennt nicht mehr
dieser Schritt kennt keine Kehr'
der Kühlschrank leer
Nun die Moral von dem Gedicht
ist schlicht
gibts nicht
Armes Licht!
(co)

--

so nehm ich abschied für sechs wochen wie versprochen
entnehme ich dir die letzte milch, gurken und die eier
kühlschrank so feier
die tage die ich dich nicht öffne mit meiner lust
und die tage die ich dich nicht öffne in meinem frust
und die tage die ich dich nicht öffne ohne es zu merken
sechs wochen werden die sehnsucht nur verstärken
ich werde an dich denken
versuche dich abzulenken
und du wirst sehen es geht ganz schnell ach geschwind
bin ich zurück (vielleicht mit kind)
dann kann ich dich noch mehr füllen
und deine geheimnisse jede nacht enthüllen
denn du wieder alles gibst
und meine lust nach makrele, butter, joghurt, marmelade, wurst, käse, senf, salami, ajvar, kleiner feigling, fisch, fleisch, aufstrich.
stillst.
(mi)

Kommentare