Kritik - Der Hobbit 2 - Smaugs Einöde

Kritik - Der Hobbit 2 - Smaugs Einöde

Autoren: wurfi, tobe78

Gestern konnten wir als Autoren des Entertainment Blogs und auf BlockbusterAndmore endlich den zweiten Teil von Peter Jackson´s "Hobbit-Trilogie“, den meisterwarteten Kinofilm des Jahres 2013, sichten. Nachdem uns der letztjährige Ausflug nach Mittelerde, trotz der immensen Erwartungshaltung, nicht zur Gänze, aber auf Grund der ersten Hälfte ein klein wenig enttäuscht hat, war die Vorfreude auf den Fortgang der Hobbit-Geschichte und Smaug´s Auftritt schier grenzenlos.
"Smaug´s Einöde“ beginnt mit einem kurzen Rückblick auf  Thorin Eichenschild´s Suche nach dessen verschollenen Vater Thráin. Hierbei begegnet er in der Ortschaft Bree dem Zauberer Gandalf, der ihn in seinen alten Beschluss bestärkt, seine frühere Heimat Erebor wieder zurückzuerobern. Im Anschluss an diese montierte Rückblende setzt die Handlung des Films mit der Flucht unserer Helden vor Azog und seinen Ork-Schergen ein, die direkt zu Beorn´s Haus führt. Auch im zweiten Teil der "Hobbit"-Trilogie“, wird nach bewährten Rezept des ersten Teils, also auf beherzte Art und Weise, die  Geschichte von J.J. R. Tolkien´s schmalen Buch abgehandelt.  Und von Regisseur Peter Jackson mit zahlreichen Referenzen an die epische  "Herr der Ringe" Trilogie aus eigenem Hause vermengt und auf epische Größe erweitert.

Kritik - Der Hobbit 2 - Smaugs Einöde

Die Stimmung bzw. Atmosphäre von "Smaugs Einöde" ist Gegensatz zum Vorläufer erfreulicherweise düsterer und ernster ausgefallen, dennoch kämpft Peter Jacksons Leinwand Epos zu ein Drittel Laufzeit erneut deutlich erkennbar damit, eine eigenständige Geschichte erzählen zu müssen, welche trotz eines Fortschritts gegenüber Teil 1 imm noch ein klein wenig zu sehr im Schatten der "Herr der Ringe“-Trilogie steht. Zu offensichtlich vermittelt der zweite Teil der "Hobbit"-Trilogie, z.B. durch die Einführung von Legolas, den Eindruck einfach nur auf die Handlung der Herr der Ringe Abenteuer hinarbeiten zu wollen.  Man weiß ja, das Sauron irgendwann nicht vollständig aufgehalten und Frodo sich zum Vulkan begeben muß. Peter Jacksons Fantasy-Action und Road-Movie-Abenteuer fehlt über weite Strecken einfach eine stringentere Form der Inszenierung. Einige im zweiten "Hobbit" Film auftauchende Figuren wirken einfach nur wie Fremdkörper, welche sich zu sehr mit sich selbst, z.B. in Form unnötiger, etwas zu lang andauernder Romanzen, beschäftigen dürfen. Die Vorlage weist einige Schwächen in Sachen Handlung auf, welche Peter Jackson durch den Fokus auf die in "Der Hobbit - Smaugs Einöde" eigenen, kreierten Storylines geschickt, aber am Ende zu exponentiell ausufernd zu umschiffen versucht (beispielsweise wenn es um Gandalfs Nekromanten-Jagd geht ), während die im Film Verwendung findenden, ursprünglichen Story-Elemente des Buches relativ lieblos, vor allem wenn es zur Bekanntmachung mit Beorn kommt oder der Düsterwald durchquert werden muss, also etwas zu sehr im Eil-Tempo durchinszeniert werden. Ein bisschen mehr Feingefühl in Sachen Regie hätten dem zweiten Teil der "Hobbit" Trilogie, "Smaug´s Einöde“, am Ende gut getan.

Kritik - Der Hobbit 2 - Smaugs Einöde

Trotz dieser Schwächen ist Peter Jackson ein über weite Strecken unterhaltsames Werk gelungen. Dank der Unterstützung von unfassbar starken Bildern erzeugt der Neuseeländer eine einzigartige und ungemein stimmungsvolle Atmosphäre, die das Publikum völlig in das Geschehen eintauchen lässt. Vor allem die kolossale Ausstattung und das brillante Design des Düsterwalds (inklusive auftauchender, zu bekämpfender Spinnen, ein absolutes Must-See) und das großartig entworfene Esgaroth hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck. Lediglich das digitale Rendering wirkt in weniger als an der Hand abzuzählenden Momente des Filmes, etwa wenn es um die Darstellung von Wasser geht, einen Tick zu unausgereift.  Aber solche Schönheitsfehler, die bei beinharten Kritikern zu harten Punktabzügen in der Gesamtabrechnung führen würden, bleiben am Ende einfach nur Erbsenzählerei, denn auch der unaufdringliche Score vermag Dank der Themen "Seestadt“ und "Feast of Starlight“ zu gefallen. Und trägt somit zum am Ende immer noch (für uns) positiven Gesamteindruck von Peter Jacksons Leinwand-Epos bei. Allerdings wird mit der aktuellen, orchestralen Begleitung nicht ganz die Klasse des Herrn der Ringe Scores erreicht, was nur Tolkien bzw. Herrn der Ringe - Puristen übel aufstossen dürfte.  Also für das breite Publikum zu verschmerzen bleibt. Die vielen Schlachtszenen des Films hingegen wurden mittels guter Kampfchoeragraphien und beeindruckender Kamerafahrten furious inszeniert, welche lediglich durch den auftretenden Klaumauk von Legolas als störend zu empfinden sind. "Herr der Ringe" - Fans werden sich im Angesicht solcher Szenen an Legolas Surf-Board Momente vielleicht nicht verärgert, aber ein wenig wehmütig zurückerinnern. Dennoch sind diese Momente im Gegensatz zu Teil 1, der durch Fremdschäm-Momente wie alberne Trollen, die Hobbits in der Wildnis verspeisen wollen und Gegnern in Höhlen mit Genitalien am Kinn auffiel, rar gesät. Das Darsteller-Ensemble um Martin Freeman als junger "Bilbo" und Richard Armitage, der den Zwergenprinz "Thorin Eichenschild" verkörpert, weiß erneut zu überzeugen. Bei den Neuzugängen hingegen überzeugten uns vor allem  Evangeline Lilly als kriegerische Elbe "Tauriel“ und Luke Evans als Bootsmann "Bard“. Aber das absolute Highlight des zweiten Hobbit-Teils bleibt natülich der ersehnte Auftritt von Smaug, über den wir nicht zu viel an dieser Stelle verraten wollen. Die Weta Schmiede lässt Smaug als einen der wohl insgesamt 3 imposantesten Drachen der Kinogeschichte in Erscheinung treten, der durch eine fantastische Performance von Benedict Cumberbatch ("Star Trek - Into Darkness") zum richtigen Leben erweckt wird.

Fazit:
"Der Hobbit - Samaugs Einöde" gerät zu einer gelungenen Fortsetzung, die aber aufgrund der erwähnten Schwächen etwas an Qualität verliert. Peter Jackson ist ein gutes, sehr sehenswertes Mittelerde-Abenteuer geglückt. Anschauen! 

8/10 Punkte


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