Kritik - Breaking Bad Season 5.2

Kritik - Breaking Bad Season 5.2

Autoren: wurfi, tobe78

Endlich habe ich die insgesamt 8 Folgen der fünften und letzten Staffel der gefeierten Serie "Breaking Bad" gesehen. Und ich muss mich dem allgemeinen überschwänglichen Tenor des TV-Publikums anschließen. Die packende Geschichte um Walter "Heisenberg“ White und dessen Taten findet nun einen brillanten und würdigen Abschluss, der die Serie letztendlich in den Olymp des Qualitäts-Fernsehens hievt.  Ab der ersten Folge, "Blood Money",  steigern die Macher um Vince Gilligan kontinuierlich mit zunehmender Laufzeit die Spannung und zwischenmenschliche Intensität der finalen, fünften Staffel, bis diese sich in der drittletzten Episode "Ozymandias" explosionsartig und gewalttätig entladen, den Zuschauer also förmlich von den Sitzen sitzen reißen darf. "Blood Money" übertrifft an Emotionalität und Spannung alles bis dahin gesehene und zählt, völlig zu Recht, zu den besten Serienfolgen aller Zeiten. Das Tempo der letzten Folgen von "Breaking Bad" kann einfach nur als atemberaubend bezeichnet werden. Und im Vergleich zu den vorherigen Staffeln bestimmt eine stringente Hoffnungslosigkeit und Tristesse die Handlung. Im ausweglosen Finale bleibt keine Zeit für sarkastische Momente, den Walter White´s Strudel der Zerstörung nimmt mittlerweile ungeahnte Formen an und gipfelt in einem unerbittlichen, konsequenten und wuchtigen Finale.

Auch die finale Staffel zeichnet sich durch vielschichtige Charakterentwicklung und nervenzerreißende Spannung aus. Zudem überrascht "Breaking Bad" Erfinder Vince Gilligan das TV-Publikum auch im Finale mit einigen WTF-Momenten, welche dieses geschickt zum weiterschauen animieren. Im Gegensatz zur US-amerikanischen und europäischen Serienkonkurrenz schafft es "Breaking Bad" Crime-Drama also, sich qualitativ von Staffel zu Staffel zu steigern. Das Darsteller-Ensemble wurde ebenfalls wieder bis in die kleinste Nebenrolle brillant besetzt. Nahezu alle Schauspieler dürfen in ihren Rollen entsprechend auftrumpfen, aber trotzdem sticht natürlich Byran Cranston als "Heisenberg“ aus dem Darsteller-Ensemble wieder einmal hervor. Seine eindringliche Darstellung einer skrupellosen, gescheiterten Existenz gehört zu den größten schauspielerischen Leistungen der letzten Jahre, konnte also folgerichtig nur mit einer weiteren Golden Globe Ehrung enden. Das packende Ende der Serie wurde einfach nur grandios in Szene gesetzt, die optische Raffinesse und der Einfallsreichtum dieser suchen in der TV-Thriller-Landschaft einfach nur ihresgleichen.

Kritik - Breaking Bad Season 5.2

Fazit: Die finale Staffel von "Breaking Bad“ schafft also das beinahe unmögliche: sie übertrifft spannungstechnisch noch mal die brillanten Vorgängerstaffeln und überzeugt als beeidruckendes Gesamtpaket, welches sich aus einem Höchstmaß an Stringenz, Plausibilität und unerbittlicher Konsequenz zusammenfügt. "Breaking Bad" Season 5.2 kann  summa sumarum einfach nur als ein genialer Abschluss einer der besten Serien aller Zeiten bezeichnet werden.

Wertung: 10/10 Punkte