Kreiswehrersatzamt: Ich bin Bundeswehrsoldat ein toller Typ?

Erstellt am 16. Dezember 2011 von Andy
Na, haben Ihr Sohn oder Ihre Tochter Post vom Kreiswehrersatzamt bekommen? Der Betreff lautet: "Freiwilliger Wehrdienst oder Soldat auf Zeit". Oder hat der Arbeitgeber Bundeswehr "Ihr Interesse geweckt?" Nö, mein Widerstand ist gewiss. Wir haben unsere Kinder zu Pazifisten erzogen. Da haben sie aber Pech gehabt. Wenigstens brauchen sie nach Abschaffung der Wehrpflicht nicht die Musterung erleben. Wir züchten uns mMn eine Armee auf Freiwilligenbasis und nutzen die Tatsache der Chancenlosigkeit auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aus.
Wer kein Abi hat oder es nicht anstrebt ist Futter für die zu verheizende Infanterie. Sie können das hier lesen. In einem Prospekt ist ein Foto. Soldaten mit der Waffe in der Hand und darunter steht: "Kameradschaft heißt, sich auf den anderen verlassen zu können." Oder: "Auslandseinsätze gehören aktuell zu den wichtigsten Aufgaben der Bundeswehr."
Die Bundeswehr ist laut Grundgesetz eine Verteidigungsarmee. Politiker haben mit Hilfe der Medien die Auslandseinsätze als humanitäre Einsätze bezeichnet. Nö, wir führen keinen Krieg. Na ja, eventuell könnte man das als kriegsähnlichen Einsatz bezeichnen. Oder es ist doch Krieg. Na watt denn? Horst Köhler hat zum Schluss die Wahrheit gesagt. Wir sind in Wirtschaftskriege verstrickt. Unsere mehrheitliche Meinung interessiert unsere Volkszertreter nicht.
Ihr könnt mich inne Täsch lecken. Ihr bekommt unsere Kinder nicht und wenn Ihr Euch auf den Kopf stellt und mit den Beinen wackelt. Ich hätte gerne das Video von Reinhard Mey eingestellt, aber es enthält Content von... Aus: http://lirama.net/song/260031
Den Text findet man noch. Nein, meine Söhne/Kinder gebe ich nicht:
"Ich denk', ich schreib Euch besser schon beizeiten,
und sag Euch heute schon endgültig ab.
Ihr braucht nicht lange Listen auszubreiten,
um zu sehen, dass ich auch zwei Söhne hab'.
Ich lieb' die beiden, das will ich Euch sagen,
mehr als mein Leben, als mein Augenlicht,
und die, die werden keine Waffen tragen,
nein, meine Söhne gebe ich nicht."