Kratzen, Klackern, Summen, Schleifen oder Fiepen: Deine Festplatte spinnt?

Erstellt am 8. Dezember 2015 von Gerd Bewersdorff @derallrounder

Erst mal den Nippel durch die Lasche ziehen ... Bild pixabay

Ja - ausnahmsweise ist mal Dein Computer gemeint und nicht Du persönlich! Oft passiert es in denkbar ungünstigen Momenten, dass die Festplatte nicht mehr erkannt wird und man keinen Zugriff auf dringend benötigte Daten hat. Was nu?
Sind nur noch ein Brummen oder andere  merkwürdige Töne zu hören, deutet das auf eine Beschädigung des Datenträgers hin. Aber auch intakte Festplatten weisen teils Geräusche auf, die nicht immer Grund zur Sorge sein müssen.

Geräusche macht jede Festplatte - bedingt durch ihren mechanischen Aufbau?

Aufgrund ihrer beweglichen Bauteile verursachen Festplatten charakteristische Geräusche. Diese entstehen durch den Festplattenmotor, den Antrieb der Platter sowie die Bewegung der Schreib-Leseköpfe nach dem Start und während der Schreib-Lesezugriffe. Die Geräusche unterscheiden sich je nach Hersteller, Typ und Modell des Gerätes. Ein gewisses Geräuschniveau ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Meist ist ein deutliches Summen, das gelegentlich unterbrochen wird, hörbar. Das bildet sich beispielsweise, wenn die drehbar gelagerte Festplatte zu rotieren beginnt, nachdem man sie eingeschaltet hat.

Ungewöhnliche Geräusche lassen Defekt vermuten?

Neben den gewohnten Betriebsgeräuschen, die sicher viele Nutzer kennen, gibt es allerdings untypische Geräusche, die auf eine Beschädigung der Festplatte hindeuten. Sie entstehen, wenn eine reibungslose Rotation der Platte behindert wird. Stößt sie z.B. gegen die Schreib-Lesearme oder -köpfe, ist ein rhythmisches Klackern, Klicken oder Rattern wahrnehmbar. Auch wenn die Platte andere Bauteile des Laufwerks berührt, treten Kratz-, Schleif- oder Klopfgeräusche auf. Ein Piepen, Quietschen, Pfeifen oder ähnliche hochfrequente Töne lassen ebenfalls auf einen Defekt schließen.

Häufige Ursachen für eine Beschädigung der Festplatte?

Die Ursachen für Defekte, die mit den beschriebenen Geräuschen einhergehen, sind vielfältig: ein abgenutztes Lager, ein beschädigter Motor, defekte Schreib-Leseköpfe (Headcrash) oder fehlerhafte Elektronik. Des Weiteren können Verunreinigungen, Verschleißerscheinungen, Flüssigkeits- oder Überspannungsschäden, z.B. infolge eines Blitzeinschlags, die Funktionstüchtigkeit des Speichermediums beeinträchtigen. Externe Festplatten sind aufgrund des häufigen Transports besonders bedroht. Ein Sturz oder das Umkippen führen oft zu einem Crash und damit zu Datenverlust.

Der Tipp: Einfache und kostenfreie Fehlersuche mit dem Geräusch-Analyse-Tool !!

Für den Fall, dass die Festplatte klackert, kratzt oder piept, wurde ein Geräusch-Analyse-Tool entwickelt. Dieses ermöglicht eine einfache, kostenfreie und unverbindliche Fehlersuche. Der Nutzer wählt aus einer umfangreichen Liste das entsprechende Festplatten-Geräusch und den Hersteller des Gerätes. Anschließend erhält er eine Auswertung, die anzeigt, welche Beschädigung vorliegen könnte und mit welchem Aufwand eine Reparatur der Platte bzw. eine Datenwiederherstellung möglich wäre.

Eigenversuche und Freeware vermeiden - Totalverlust droht!

Offenbart das Tool einen Headcrash oder Ähnliches, rät der Allrounder dazu, Ruhe zu bewahren, das Speichermedium auszuschalten und eine professionelle Datenrettungsfirma zu kontaktieren. Auf keinen Fall sollten voreilige Schritte oder Eigenversuche unternommen werden. Ein unsachgemäßes Öffnen der Festplatte, das Einfrieren der Partitionen, das Berühren der Leseköpfe oder andere Tipps, die in Internetforen zu finden sind, helfen nicht. Im Gegenteil: Häufig verursachen solche Methoden einen irreparablen Datenverlust. Auch bei Freeware ist Vorsicht geboten. Die Lese- und Schreibvorgänge der Software führen oft zu einem Überschreiben der Daten und damit ebenfalls zu irreversiblen Schäden am Medium.Quelle pressetext.com
Also: Immer mit der Ruhe, Nerven nicht blank legen und Festplatte "Platte" sein lassen. Nicht selber dran rumfummeln! Sonst könnte passieren "rien ne va plus" - nichts geht mehr ...

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