Kötbullar, Möbel, Edenborn

Eigentlich wollte er Fußballer werden, wurde sogar in der Champions League kurz mal für zehn Minuten eingewechselt: Mathias Edenborn hat einen anderen Weg eingeschlagen – und ist schon lange kein Auswechselspieler mehr, sondern gehört zur Stammbesetzung im Musical Das Phantom der Oper.

Kötbullar, Möbel, Edenborn

Der Mann hinter der Maske: Seit Ende November spielt Mathias Edenborg die Hauptrolle in “Das Phantom der Oper” in Hamburg. Foto: Stage Entertainment.

„Wenn man auf der Bühne einen Dialog führt, dann muss man einander zuhören und helfen. Und das Zuhören ist ein wenig wie im Fußball den Ball weiterzugeben. Und deswegen ist es auf der Bühne und im Fußball wichtig, den Ball weiter zu geben. Einander zu helfen. Denn alleine schießt man keine Tore.“
Dass Fußball und Musical so nahe beieinander liegen können, kann man erst durch Mathias Edenborn verstehen, der diese wundervolle Umschreibung mal in einem Interview zum besten gegeben hat. Dem Profifußball hat er inzwischen den Rücken gekehrt – der 37-Jährige ist nun mal für die langen Auftritte geboren, keinesfalls für kurze Einwechslungen.

Auf schwedischen Bühnen

Geboren 1975 im schwedischen Kiruna, wurde Mathias Edenborn an der Kulturama School of Arts und an der Royal Musica Academy in Stockholm ausgebildet. Schon während dieser Zeit spielte er die Rolle des Tony in der West Side Story. Für seine ersten Engagements in Deutschland schlüpfte der 37-Järhige in die Cover-Rolle des Graf von Krolock in Tanz der Vampire in Stuttgart und startete als Nightmare Solo. Als Radames glänzte er in der Premiere von Aida – Das Musical sowie als Benvolio in der Wiener Fassung von Romeo & Julia.
Im Jahr 2007 verkörperte Mathias in St. Gallen den Javert in Les Miserables, drei Jahre später spielte er in Oberhausen den Fiyero im Musical Wicked – Die Hexen von Oz und kurz darauf in der Weltpremiere des Musicals Die Päpstin im Schlosstheater Fulda den Markgrafen Gerold.

Sein letztes Engagement führte Mathias Edenborn zu Stage Entertainment: Im Musical Ich war noch niemals in New York in Oberhausen spielte er die Hauptbesetzung des Axel Staudach in Zürich.

Der Psychopath hinter der Maske

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Der Psychopath: Mathias Edenborn als Phantom im Musical “Das Phantom der Oper”. Foto: Stage Entertainment.

Seit der Premiere von Das Phantom der Oper in Hamburg vor wenigen Wochen spielt Edenborn das Phantom selbst. Liest man Interviews mit dem Künstler, erscheint diese Rolle gar nicht mehr als die furchterregende, die sie eigentlich ist: „Die Grenzen zwischen diesem Psychopathen, dieser Sehnsucht nach Liebe und dem Menschlichen faszinieren mich. Es ist eine sehr komplexe Figur. Sie ist voller Schmerz, aber auch gleichzeitig voller Leidenschaft und Passion. Ich finde es spannend herauszufinden, wo diese Grenzen liegen.“

Auf Hamburg habe er sich dabei besonders gefreut. „Ich möchte mir zum Beispiel auf jeden Fall ein Fußballspiel in Hamburg angucken. Es gibt ja so viel in Hamburg zu sehen, da freu ich mich drauf, was da alles auf mich zukommt. Ein Hafen mitten in der Großstadt, viele grüne Oasen zum Zurückziehen… ich bin gespannt, was ich alles entdecken werde.“
Und wieder der Fußball. Vor seiner Musicalkarriere spielte Mathias bei AIK Stockholm – 1994 wurde er im Match gegen Barcelona sogar kurz mal eingewechselt. Ein kurzer Auftritt – zum Glück ist Mathias nun auf der Bühne angekommen. Inzwischen garantiert ohne kurze Auftritte.


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