Konzertbericht: Jonas Alaska in Stuttgart

Nach Stuttgart verirren sich eigentlich recht wenige meiner geliebten Künstler. Umso erfreulicher daher, dass der Norweger Jonas Alaska zum wiederholten Mal im Cafe Galao am Marienplatz am 24. Mai vorspielte.

Stimmige Kulisse in der leicht versenkten Bar am Marienplatz. Bierkisten wurden kurzerhand mit einem Schafsfell belegt und fungieren als Sitzreihen vor der Mini-Bühne, zu der sich die Künstler auch erstmal durchkämpfen müssen. Draußen sitzt das Gespann um die Hauptattraktion des Abends. Jonas Alaska hat seine Freundin Billie Van und seinen besten Kumpel Mikhael Paskalev mitgebracht. Beide eigentlich ebenfalls Solo-Künstler, doch haben sie am Abend beim Gesang unterstützt.

Musikalisch war es recht minimalistisch, wie man es sich von dem typischen Singer-Songwriter vorstellt. Eine Gitarre, ab und zu wurde noch die Mundharmonika zurechtgerückt. Kein ödes „Gestrumme" auf der Gitarre, sondern kreatives Gezupfe und schöne Melodien. Zu Beginn waren die sehr ruhigen Nummern noch ein Solo von Alaska, später holte er dann seine zwei Unterstützer mit auf die Bühne.

Gesungen wurde viel über Trauer, Tod und natürlich auch die Liebe. Alaska stimmte sein Publikum darauf ein und es wurde beinahe zum Running Gag, dass es immer wieder auch um Heroin ging.

Die ruhige, stimmungsvolle Musik, die ich bereits von den aufgenommenen Platten kannte, war in der Live-Aufführung mit minimalem Instrumenteneinsatz sehr gut umgesetzt worden. Eine klasse Vorstellung von einem großartigen Künstler, der hier in der Stube sicherlich noch öfter zu Gast sein wird.


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