Kommando zurück “Kony 2012″

Kommando zurück “Kony 2012″Fast zeitgleich mit dem “Kony 2012″ Sturm, der das Land überrollte, erhob die Fraktion derer, die es besser wussten, mahnend den Finger: “Achtung Achtung! Dieses imperialistische Machwerk (Video) der kriminellen Vereinigung “invisible children” dient einzig der Finanzierung weiterer Kriege und dafür, dass sich ein paar Leute die Taschen stopfen.” Ja, und wir, die auf das Video hereingefallen sind, sind alle dumm, während die, die zweifelten und kritisierten, klug sind. Sollen wir doch lieber mal richtig recherchieren, bevor wir alles nachplappern und uns einlullen lassen.

Mal abgesehen davon, dass ich mit der nun gewonnene Erkenntnis nichts hinzugewonnen habe, hab ich ein Problem damit, dass mir permanent vorgeworfen wird, ich hab mich nicht genug informiert und würde den Scheiss auch noch sharen.

Zunächst muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich es mir in meinem “Gute Laune Hirn” nicht im Ansatz vorstellen habe können, dass jemand ein solches Thema in einer solch dargebrachten Form missbraucht, um sich die Taschen vollzustopfen und dass das “Kony 2012″ Video nur eine “Propaganda verschwörerischer Mächte ist, um Kriegshandlungen zu rechtfertigen”. Ich hätte mich (so wie ich es normalerweise immer mache, wenn ich mal 25$ spende) natürlich einige Tage damit auseinandersetzen müssen, wohin das Geld geht, was damit passiert und wie die Konfliktsituation vor Ort genau ist. Und wie immer wäre ich, um dies für mich eindeutig zu verifizieren,  selbst nach Uganda geflogen, um mir ein Bild zu machen, denn die dargereichten Informationen der Kritiker stammen für mich ebenso aus dritter Hand wie die Informationen der “Invisible Children”. Und wer sagt mir denn, dass die Kritiker nicht aus einem anderen Topf der Gegenseite finanziert wurden?

Das ganze Thema und die Fülle an Informationen, die es dazu gibt, sind so komplex und vielschichtig, dass es mir nicht gelingen will, mir ein abschliessendes Urteil zu erlauben. Mir gefiel die Idee, zu zeigen, dass sich durch die heute vorhandenen (Internet-)Netzwerke, einiges ändern liesse und man zumindest mal einen Anfang macht. Ich hab gesehen, wie schnell sich Facebook-Gruppen bildeten, die Sammelbestellungen organisierten und bereit waren, einen Haufen Geld zu spenden. Ich hab gesehen, wie schnell sich das Video verteilte und plötzlich sehr viele Menschen bereit waren, sich zu engagieren. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das – nach der “Kony 2012 Luftnummer” – noch mal wiederholen liesse… Schade eigentlich.


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