Kölnisch-Wasser-Alkoholismus – Als Frau zur Flasche griff

Ständig lese ich in den Schlagzeilen, dass der Alkoholkonsum junger Leute zunimmt. Ja, ja, ja. Die Jugend von heute! Dabei war der Umgang mit Alkohol besonders in den 50ern alles andere als vorbildlich. Viele Frauen griffen regelmäßig zur Flaschen und waren alkoholabhängig.

Lebensfroh mit Frauengold

Als Deutschland nach Kriegsende in Schutt und Asche lag, bauten die Trümmerfrauen unseren Staat wieder auf. Doch als sich die Situation normalisierte, wollte Mann die Frau wieder dort haben, wo sie hingehört. Nämlich am Herd! Gegen den Frust der Hausfrau von damals gab es ein zuverlässiges Mittel: Frauengold.

Das rezeptfreie Mittelchen war in jeder Apotheke erhältlich. Angeblich hilft es gegen Schlaflosigkeit, Depressionen, Menstruationsbeschwerden und sonstige Wehwehchen. Der Inhalt des angeblichen Zaubermittels: 16 Volumenprozent Alkohol! Beworben wurde Frauengold mit „Nimm Frauengold und Du blühst auf!", „Frauengold schafft Wohlbehagen, wohlbemerkt - an allen Tagen!" und „Natürlich wirksam, natürlich für Frauen".

Kölnisch-Wasser-Alkoholismus

Dazu muss man wissen, dass Frauen früher keinen Zugang zu hochprozentigem Alkohol hatten. Es war nicht gerne gesehen, wenn Frau trank. Aber: Selbst ist die Frau! Deshalb griffen sie immer öfter zu ethanolhaltigen Flüssigkeiten.

In den 50er Jahren gab es kaum eine Damenhandtasche ohne den Duft Eau de Cologne. Aber nicht nur der Geruch des feinen Wassers machte die Frau glücklich, sondern auch der Alkoholgehalt von 70 bis 85 Volumenprozent. So entstand das Wort des Kölnisch-Wasser-Alkoholismus.

Wie hoch die Zahl der Alkoholabhängigen Mütter und Hausfrauen tatsächlich war, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

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