Knoblauch-Confit und Knoblauchöl

Von Benishangul

Butterzarte Knoblauchzehen


Heute hatte ich richtig Lust, eine Kleinigkeit fürs Abendessen zu kochen. Irgendetwas, das sich eignet herkömmliche Vesper aufzuwerten. Nicht zu kompliziert aber doch mit Pepp und Pfiff.
Außerdem lechzte meine Seele nach Knoblauch. Und das bedeutet bei mir meist mehrere Knollen, zumindest wenn ich so richtig Appetit auf das kleine weiße "Ferkelchen" hab. Da bei uns dieses Wochenende keine weiteren Termine im Planer standen, sah ich endlich meine Chance gekommen, ein Knoblauch-Confit herzustellen.
So ein Confit ist nämlich eine delikate Angelegenheit. Der Lauch wird traumhaft weich und geschmeidig, schenkt ein wunderbares "mouthfeeling" und verliert all seine Schärfe. Er bekommt sogar eine leicht süßliche Note. So verspricht es jedenfalls der Autor von CLAUDIZ 747, in dessen YouTube Blog ich dieses erquickliche Labsal entdeckte.
Als Beiprodukt erhält man noch ein schmackhaftes Knoblauch-Olivenöl, mit dem sich ebenfalls allerlei appetitliche Happen zubereiten lassen.
Zutaten für ein kleines Einmachglas
  • drei Knollen Knoblauch
  • vernünftiges Olivenöl

Vorbereitung
Knoblauch in Zehen teilen und schälen. Bei einer solchen Menge empfiehlt es sich, die Zehen zuvor in kochendem Wasser für 20 Sekunden zu blanchieren und hernach kalt abzuschrecken. So lassen sie ihre Haut fast von selbst fallen.
Anschließend werden die Knöllchen in einen kleinen Topf umgelagert.
Alles mit Olivenöl auffüllen, bis der Knoblauch gerade so bedeckt ist.
Herd anstellen, auf höchste Stufe und sobald erste Bläschen aufsteigen, die Temperatur zurücknehmen, bis zur niedrigsten Stufe.
Die Zehen werden nun ca. 45 Minuten lang bei 80-90 °C ziehen gelassen. Mit einem digitalen Thermometer die Temperatur von Zeit zu Zeit überprüfen. Wer keines hat bestellt es sich am besten für schmales Geld bei Amazon. (AVAX DT-7 Digitales LCD Kochthermometer).
Wenn sie schön weich sind, etwas abkühlen lassen, ein kleines Einmachglas damit beschicken und genießen.

Blick ins Glas

Fazit
Ein Gedicht für den Knoblauchliebhaber. Besonders lecker schmeckt es, wenn die Zehen mit einer Gabel zerdrückt werden und ein Butterbrot damit bestrichen wird. Salz und Pfeffer darüber, reinbeißen und genießen. Eignet sich übrigens auch sehr gut  als Mitbringsel für eine Party.