Kirchenstreit auf Mallorca

Kirchenstreit auf Mallorca

Die Ordensfrauen des Hieronymus-Klosters in der Hauptstadt Palma wollen die Konventsschlüssel nicht an das Bistum herausgeben. Sie werfen sie der Diözese „Habgier“ – eine der sieben Todsünden – vor.

Die Gemeinschaft der Hieronymitinnen ist einem Bericht der „Mallorca-Zeitung“ vom gestrigen Montag (12.02.2018) nach überaltert, die Gebäude aus dem 15. Jahrhundert am Ostrand der Altstadt sind von Verfall bedroht.

Ein Gerichtsurteil hatte das Kloster bereits 2017 dem Bistum Mallorca zugesprochen; das Urteil ist rechtskräftig. Aufgrund des schlechten Bauzustands der Gemäuer seien die Ordensfrauen bereits in einen anderen Konvent nach Inca umgezogen, so die Zeitung. Obwohl das Gebäude also unbewohnt und die Diözese offiziell Besitzerin der Immobilie sei, dürfe sie sich keinen Zutritt verschaffen.

Nach ihrem Umzug nach Inca wollten die Klosterfrauen das Gebäude in der Altstadt verkaufen, wie es weiter heißt. Man habe über ein Boutique-Hotel nachgedacht. Der frühere Bischof Javier Salinas habe es aber auf die Diözese umschreiben lassen. Salinas wurde allerdings im September 2016 durch Papst Franziskus von der Leitung der Diözese entbunden, nachdem Gerüchte um eine angebliche Liebesbeziehung zu seiner Sekretärin für Unruhe gesorgt hatten. Mittlerweile ist er Weihbischof im Erzbistum Valencia.

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