Kinotipp: Arrietty – Die wundersame Welt der Borger


ARRIETTY – DIE WUNDERSAME WELT DER BORGER

Regie: Hiromasa Yonebayashi
Drehbuch: Hayao Miyazaki und Keiko Niwa

Nach der Romanreihe „Die Borger“ von Mary Norton

Produzent: Toshio Suzuki
Musik: Cécile Gorbel
Kinostart: 2.Juni 2011
Länge: 94 Minuten, Universum Film

Der 12-jährige Sho soll den Sommer bei seiner Großtante Sadako verbringen – in dem Haus, in dem schon seine Mutter aufgewachsen ist. Er ist herzkrank und der Aufenthalt bei Sadako soll ihm vor einer komplizierten Operation Ruhe und Erholung schenken.
Als er an einem sonnigen Tag im Garten des Hauses ankommt, sieht er, wie die dicke Katze der Großtante einen Busch neugierig beobachtet. Sie scheint etwas zu jagen, wird jedoch von einer Krähe attackiert und verscheucht. Als Sho den Busch näher untersucht, entdeckt er, was die Neugierde der Katze auf sich gezogen hat: Arrietty, ein winziges Mädchen.
Als Arrietty den Fremden bemerkt, versteckt sie sich und flieht. Sie ist eine der letzten Borger und lebt mit ihrem Vater Pod und ihrer Mutter Homily in einem geheimen Versteck unter den Dielen einer Abstellkammer im Haus, das sich die Borger mit Blumen als Dekoration, Briefmarken als Bilder an den Wänden und einem offenen Kamin gemütlich eingerichtet haben. Die Borger leben von Dingen, die sie sich von den Menschen „borgen“, weshalb sie von Zeit zu Zeit Expeditionen ins Innere des Hauses – in die Welt der normalen Menschen – unternehmen müssen. In dieser Nacht wird Arrietty zum ersten Mal von ihrem Vater auf eine solche Expedition mitgenommen: Ein Moment, auf den sie lange warten musste und dem sie freudig entgegenfiebert.
In der Küche des Hauses angekommen „borgt“ sie zum ersten Mal selbst – ein Stück Zucker. Doch als sie es aus Versehen fallen lässt, wird sie von Sho entdeckt. Arrietty zittert am ganzen Körper, doch Sho sagt ihr, sie solle keine Angst haben und wenig später kehrt sie wieder in ihr sicheres Zuhause zurück. Doch Sho, der Menschenjunge, geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.
Und obwohl ihre Mutter ihr noch mal deutlich macht, dass die Borger niemals entdeckt werden dürfen, macht sich Arrietty auf, Sho wiederzusehen. Vor dem Fenster von Shos Zimmer wird Arrietty von einer Krähe angegriffen, aber Sho kann sie retten und die beiden werden zu Freunden.
Zuhause leben Arriettys Eltern in Angst. Arriettys Freundschaft mit Sho bedeutet, dass sie entdeckt wurden und nun ihr Zuhause verlassen müssen. Mithilfe von Spiller, den Pod auf einer Expedition ins Menschenhaus kennengelernt hat, wollen sie an einen neuen Ort aufbrechen.
Unterdessen entdeckt die Haushälterin Haru das Versteck der Borger, entführt Arriettys Mutter und hält sie in einem Einmachglas in der Vorratskammer des Hauses gefangen. Und sie hat einen noch viel schlimmeren Plan: Sie ruft Kammerjäger, um die Borger-Familie zu fangen!
Als Arrietty entdeckt, dass Homily verschwunden ist, bittet sie Sho um Hilfe…

Anklicken um TOSHIO SUZUKI ÜBER ARRIETTY – DIE WUNDERSAME WELT DER BORGER Ich glaube es war im Sommer 2008, als Hayao Miyazaki das Projekt zum ersten Mal vorgeschlagen hat. Unterdessen hatte ich eine andere Idee für einen Film im Kopf. Wiederholt haben wir diskutiert und debattiert, aber keiner von uns wollte nachgeben. Ich erkannte, dass dies nirgendwohin führen würde also gab ich, aus Respekt vor Herrn Miyazaki’s Dienstalter, nach. Vor fast vierzig Jahren wollten Miyazaki-san und Isao Takahata DIE BORGER adaptieren. Eines Tages erinnerte sich Miyazaki-san daran, empfahl mir nachdrücklich die Bücher zu lesen und begann ziemlich beharrlich damit, eine Verfilmung voranzutreiben. Vielleicht war es den angenehmen Erinnerungen an seine und Takahata-san’s Jugend geschuldet, ich weiß nicht…? Diese Art von Dingen kommt hin und wieder vor im Studio Ghibli. „Aber warum jetzt DIE BORGER?“, fragte ich Miyazaki-san und er begann, mir verschiedenste Rechtfertigungen für den Film vorzutragen. Die Idee einer Geschichte über das „Borgen“ ist faszinierend. Sie passt perfekt zur Lage der Dinge heutzutage. Die Ära des Massenkonsums geht zu Ende. Wir befinden uns in einer Wirtschaftskrise und die Vorstellung zu borgen, anstatt zu kaufen, zeigt sehr gut, in welche Richtung die Dinge gehen, erklärte er. Miyazaki-san handelt gerne schnell, wenn er meint, eine gute Idee zu haben, also schrieb er  sofort einen formellen Projektvorschlag für mich. Basierend auf Mary Norton’s DIE BORGER. Die Handlung wurde vom England der 1950er Jahre ins moderne Japan des Jahres 2010 verlegt. Unsere bekannte Koganei-Nachbarschaft würde sich gut als Handlungsort eignen. Unter dem Küchenboden eines alten Hauses lebt eine Familie winzig kleiner Menschen – Das 14jährige Mädchen Arrietty und ihre Eltern. Die kleinen Menschen bekommen alle ihre lebensnotwendigen Güter, indem Sie von den normalen Menschen „borgen“, die über dem Küchenboden leben. Sie sind keine Elfen und besitzen keinerlei magische Kräfte. Die Borger kämpfen gegen Mäuse, werden von Kakerlaken und Termiten geplagt, flüchten vor Ausräucherung und Insektensprays, und umgehen Kakerlakenfallen und Köder mit Borsäure. Die kleinen Menschen führen ein bescheidenes und vorsichtiges Dasein, in Angst gesehen zu werden oder Aufsehen zu erregen. Der Vater ist mutig und stark, und geht auf gefährliche „Borge-Missionen“. Mit Verantwortungsgefühl für die Familie beschützt und organisiert die Mutter das Haus. Arrietty ist ein sensibles Mädchen mit einem neugierigen Geist.  In ihnen erkennen wir den Zustand altmodischer Familienkonstellationen wieder. Die normale, irdische Welt wird auf erfrischende, neue Weise gesehen, wenn Sie mit den Augen von Menschen betrachtet wird, die nur zehn Zentimeter klein sind. Es wird eine große Freude sein, die kleinen Menschen bei der Arbeit und in ihren Bewegungen zu animieren. Die Geschichte wird den Alltag der kleinen Menschen portraitieren: Ihre Treffen, Austausche und die Trennung von Arrietty und dem Menschenjungen, mit dem sie sich angefreundet hat; und sie wird auch zeigen, wie die kleinen Menschen einem Unheil entgehen, dass ihnen ein grausamer Mensch zufügen will und das sie zwingt, zu fliehen und draußen auf den Feldern zu leben. In der Hoffnung, dass dieser Film den Menschen Trost und Mut in diesen chaotischen, unsicheren Zeiten schenken wird… Ursprünglich war der Titel des Films CHIISANA ARRIETTY (Kleine Arrietty). Ich dachte, dass sei eine mutige Wahl und fragte ihn nach dem Grund für diesen Titel. Miyazaki-san sagte, dass er den Klang des Namens „Arrietty“ mochte und ihn deshalb nie vergaß. Dennoch erwähnt dieser Titel das „Borgen“ nicht, das Miyazaki-san zufolge die Hauptrechtfertigung für den Film war. Als ich ihn darauf hinwies, änderte Miyazaki-san  den Titel sofort zu KARIGURASHI NO ARRIETTY (Die Borgerin Arrietty). Also war die nächste Frage, wer Regie führen sollte. Dies war eine schwere Entscheidung. Das Studio Ghibli hat es geschafft, fast alle seine Filme zu produzieren, indem Isao Takahata und Hayao Miyazaki abwechselnd Regie führen. Aber nun waren sie beide alt. Es gibt eine Redewendung die besagt „alt aber oho“, aber praktisch gesehen, ist ein alter Mann ab einem gewissen Punkt nur zu einer gewissen Menge von Arbeit in der Lage. Also brauchten wir, genau wie mit Goro Miyazaki bei den CHRONIKEN VON ERDSEE, einen jüngeren Regisseur für dieses Projekt. Wer sollte es also übernehmen? In solchen Situationen behandelte mich Miyazaki-san plötzlich wie den Alleinverantwortlichen für das Studio und es kam ihm nicht in den Sinn, dass eine solche Entscheidung ein wenig Bedenkzeit benötigte. Der einzige Name, der mir auf Anhieb in den Sinn kam, war der unseres jetzigen Regisseurs, Hiromasa Yonebayashi. „Maro“ ist sein Spitzname. „Wie wäre es mit Maro?“, fragte ich. Miyazaki-san blickte erstaunt. „Suzuki-san, wie lange hast Du Dir das überlegt?“, fragte er. „Vielleicht seit zwei oder drei Jahren“, log ich. Ich habe Maro niemals auch nur gefragt, ob er sich die Regie vorstellen könne. Ich nannte seinen Namen nur, weil er der erste war, der mir einfiel. Zufälligerweise ist Maro der beste Zeichner des Studio Ghibli. Für PONYO war er verantwortlich für die Szene, in der Ponyo auf einer Reihe von Wellen reitet auf der Suche nach Sosuke, und seine Zeichnungen beeindruckten Miyazaki-san. „Also laden wir ihn ein und reden wir mit ihm!“ Sobald er einmal entschieden hat, handelt Miyazaki-san rasch. Er lud Maro in sein Nibariki Studio vor, damit wir ihn davon überzeugen konnten, den Job zu übernehmen. Miyazaki-san kam direkt zum Punkt. Er zeigte Maro eine Ausgabe DER BORGER und sagte: „Maro, das ist unser nächstes Projekt und Du wirst dabei Regie führen!“ Maro, der selten seinen Gesichtsausdruck änderte, war überrascht. „Aber braucht ein Regisseur nicht seine eigene Philosophie oder einen eigenen Standpunkt?“, fragte er. „So etwas habe ich nicht.“ Miyazaki-san und ich riefen im Einklang aus: „Die gibt es schon im Buch!“ Maro war sprachlos, aber letztendlich akzeptierte er Miyazaki-san’s Entscheidung und seine Rolle als Regisseur. Zuerst versuchte Maro, Miyazaki-san’s Meinung zu allem einzuholen, aber als es an der Zeit war, die Storyboards zu zeichnen, realisierte er, dass er das alleine meistern musste, und informierte Miyazaki-san, dass er seinen Rat nicht mehr einholen wolle. Miyazaki-san antwortete: „Das ist mein Junge! Sei mutig!“, und ermutigte ihn zu solchen Schritten. Also ist nun Ghibli’s gesamtes Produktionspersonal vollkommen in die Herstellung des Films eingebunden, basierend auf Maro’s Storyboards. Die Dinge kommen reibungslos voran, und unsere einzige Sorge ist Miyazaki-san. Seine Gedanken sind sicher bei Maro, und man weiß nie, wann Miyazaki-san in den Produktionsbereich stürmt und ungebetene Ratschläge und neue Ideen gibt.

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