Kino-Kritik: Safe House

Ich habe eine dumme Angewohnheit. Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, gehe ich auch mal in zwei aufeinander folgende Filme. So auch diesmal. Bevor ich mich also in den Thriller Safe House gewagt habe, durfte ich erstmal durch die heile Welt von This means war wandeln. Und vorher habe ich wirklich gedacht, dass es sich beim 2.Film des Tages (also diesem hier) wohl eher um einen unterhaltsamen Streifen handelt. Hmm, falsch gedacht…

Kino-Kritik: Safe House

Matt Weston (Ryan Reynolds) hängt seit einem Jahr in Kapstadt fest. Er ist ein sogenannter Safe House-Wächter des CIA, d.h. er ist für eines der sicheren, unbekannten Verstecke des weltweit operierenden Geheimdienstes zuständig. Normalerweise ist nie etwas los. Und auch seine Bewerbung auf Versetzung bzw. in höhere Dienstgrade wird von seinem Chef David Barlow (Brendan Gleeson) abgewiesen.
Doch dann stellt sich Matts Welt auf den Kopf, als der berühmt-berüchtigte Informationsverkäufer und ehemalige CIA-Agent Tobin Frost (Denzel Washington) als Gast in sein Safe House gebracht wird, weil er im Besitz brandgefährlicher Informationen ist. Als dann aber das Safe House angegriffen wird, muss Matt alleine mit den Psychospielen von Frost fertig werden.

 

John Doggett – sagt euch der Name etwas? Ja? Nein? Dann habt ihr die Serie entweder nicht gesehen oder nach fünf, sechs Staffeln abgebrochen, denn John Doggett ist der FBI-Agent in den letzten Staffeln von Akte X, gespielt von Robert Patrick. Warum ich das erwähne? Hmm…weil ich ein Akte X-Freak bin und sogar das “I want to believe”-Poster über meinem Schreibtisch hängen habe? Ihr wollt etwas über Safe House lesen? Och nöö…

Ihr verderbt mir jede Wiedersehensfreude. Auch wenn Robert Patricks Auftritt nur kurz ist (ähnlich wie bei Christopher Lambert in Ghost Rider – Spirit of Vengeance), finde ich es doch mal schön, alte Bekannte wiederzuentdecken.
Safe House ist allerdings auch eine Herberge für anderen, interessante Cast-Bewohner. Da wäre natürlich mein persönlicher Favorit Brendan Gleeson zu nennen, aber auch Vera Farmiga oder Denzel Washington (mit dem typisch-schiefen Denzel Washington-Grinsen). Herausstechen tut aber – für mich ziemlich überraschend – Ryan Reynolds. Endlich mal ein schauspielerisch einwandfreier Auftritt des Green Lantern. Leider ist der Film so grau wie das Poster, dass ich hier verwendet habe. Trotz eines sehr farbenfrohen Südafrikas (Location wird auch hervorragend genutzt!).

Trend aktueller Agententhriller ist es die Welt so zu zeigen, wie sie sich uns derzeit darstellt: Schwarz und Weiß sind nur Kategorien, in Wirklichkeit verschwimmen die Grenzen und bald ist nichts mehr als gut oder böse zu erkennen – Grau halt.
So auch Safe House, bei dem selbst der Hauptdarsteller Reynolds irgendwann nicht mehr aus der grauen Masse herauszuhalten ist. Das ist eigentlich nicht so schlimm und begrüße ich sogar. Das gibt viel ethischen Diskussionsstoff.
Aber wenn man eine solche Welt zeichnet, muss man auch konsequent bleiben. Und hier, im Safe House, will der Film den zuschauer am Ende quasi in Sicherheit bringen und erzählt eine viel zu freudige Variante eines Happy Ends. Auch dagegen habe ich nichts, aber gemeinsam ist das einfach nur Dreck. Tut mir leid, es so zu sagen, aber mir persönlich fehlt für diese Inkonsequenz jegliches Verständnis. Entweder ganz grau in Regenbogenfarben. Nicht die Prinzipien des Films verraten.

Kino-Kritik: Safe HouseGanz ehrlich: eigentlich ist Safe House kein schlechter Film (einzig die Actionszenen sind krankhaft schnell geschnitten) und würde durchaus auf seine drei Sterne kommen. Objektiv betrachtet. Bei mir sind es allerdings nur zwei Sterne geworden, weil ich mit dem Ende ganz und gar nicht einverstanden bin. Und auch wenn Kapstadt als Location gut eingefangen wurde, Reynolds toll spielt und sich auch der Rest des Castes nicht verstecken braucht, so fängt es mich nicht auf. Ich hab mich nicht sicher gefühlt nach dem Ende von Safe House.

 


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