Kein Mitleid mit dieser Mittelschicht

Ein Grund, warum ich CDU und SPD so hasse ist und bleibt ihr Raubzug gegen die Mittelschicht. Beispiele gab es gestern wieder reichlich:
  • Der Bund will die Funklöcher, die die Bundesnetzagentur aufgedeckt hatte, schließen. Aber nicht mit einer Straffen der Genehmigungsverfahren und Verpflichtung der Netzbetreiber. Nein, jetzt gründen Merkel und Scholz erstmal eine neue Bundesagentur, unterhalb der BnetzA.
  • Merkel hat den Unternehmen Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. "Weil die USA und Frankreich da auch was machen." 
  • Und natürlich galoppieren die Kosten für die Heimreisen von IS-Terroristen und Wirtschaftsflüchtlingen weiter. 
  • Es wurden unzählige Agenturen, Projektträger etc. für die Verteilung von Sozialgeldern un den "Kampf gegen rechts" gegründet und rundum versorgt.
Der Grund ist klar: Die Steuern -vor allem die Einkommensteuer- sprudeln und es gibt viel an Klientel zu verteilen.
Und wenn dann mal einer fragt, wann denn die Mittelschicht, die sich für diese Klientel krumm macht, entlastet wird, kommt seit Jahren die Antwort. "Kein Spielraum, wir müssen die schwarze Null halten." Das ist so wie mit den Managergehältern und der anteiligen Gewinnausschüttung an die Belegschaft: Je ungenierter der Vorstand zugreift, desto weniger bleibt für die Wertschöpfenden übrig.
Aber selbst schuld. Wir lassen uns das gefallen. Sowohl im Betrieb, wo wir seit Jahrzehnten keine Angestelltengewerkschaft mehr haben. Als auch bei den Bundestagswahlen, wo den Leuten der vertraute Betrug lieber ist, als ein Befreiungsschlag. Mündigkeit zählt zu den größten Ängsten der Deutschen. "Hauptsache man wird nichts gefragt." hört man von ostdeutschen Bürgern auf Diskussionsforen. Und "die neue Freiheit war das schlimmste" hört man von westdeutschen Neurentnern. Dann doch lieber weiter arbeiten gehen bis zum Umfallen und Steuern auf die Rente zahlen.
Der Gegner geht immer bis zum Anschlag. Solange keine Gegenwehr kommt, nimmt er weiter Raum.  Erst wenn die Kosten für den Raub steigen, lässt er nach. Die deutsche Mittelschicht allerdings hofft lieber, als etwas zu tun. 
So gesehen ärgert mich nicht, wen es alles trifft. Genauso wenig wie bei den Opfern von Gruppenvergewaltigungen und Messermorden. Ihr habt bestellt - jedenfalls ward Ihr Euch zu fein, Euch zu wehren. Und Ding-Dong da ist die Lieferung.
Wenn sie sich mal wehren, sieht das so aus wie gestern Morgen im überfüllten ICE: Da saß ein Mittfünfziger mit Hemd und Pullunder auf dem Boden der 1. Klasse. Dann kam der Zugchef. Und der Mittfünfziger fragte, ob es denn keine Sitzplätze mehr gebe. Antwort: "Sie hatten 2. Klasse gebucht und dann erfolglos versucht, einen Sitzplatz in der 1. Kl. zu buchen. Das geht natürlich nicht." - "Ja, weil die 2. Kl. schon ausgebucht war, wollte ich upgraden." - "Nein, das geht so nicht."
Hier hätte der Passagier fragen können, warum die Bahn regelmäßig überfüllte Züge abfährt und ihre Kapazitäten nicht anpasst. Stattdessen fragte er: "Kann man da nicht ausnahmsweise außer der Reihe etwas machen?"
Das ist das Verhaltensmuster, das mich nervt: Gegen die Mächtigen wird sich nicht empört, da wird versucht, zu bestechen, zu mauscheln. Hauptsache man selbst kommt noch mal irgendwie durch. 
Und heute Morgen sieht es wieder so aus wie gestern. Ich selbst habe mir schon oft genug die Finger wund geschrieben. Habe eine Petition eingereicht. Habe im Berliner Hbf beim Bahnhofsmanager und am Servicepunkt rumgemeckert. Nützt nichts. Es nützt erst was, wenn die Bahner merken, dass wir vereint im großen Maßstab lästig werden.
Kein Mitleid mit dieser Mittelschicht
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