Kein Krieg in Vietnam!

Kein Krieg in Vietnam!
Südostasien ist sicher politisch keine sehr stabile Region. Das sieht man derzeit mal wieder. In den letzten Tagen wird hier heftig in den Medien über die Chinesen diskutiert, die die Paracel-Inseln und die Spratly-Inseln angeblich besetzt haben. In den Medien wird dies momentan sehr hochgepuscht - kriegslüsterne Berichterstattung vermarktet sich natürlich besser. Es wird aber kein Krieg in Vietnam geben - genausowenig wie zwischen Thailand und Kambodscha.
Die nördlich gelegenen Paracel-Inseln (Quần đảo Hoàng Sa) sind ein stetiger Zankapfel zwischen China und Vietnam. Sie werden von beiden Staaten beansprucht. China hat die Inseln der Provinz Hainan verwaltungstechnisch unterstellt, aber auch Vietnam hat den Besitz niemals abgetreten. Bislang hat dieses Nebeneinander gut funktioniert.
Die südlich gelegenen Spratly-Inseln (Quần đảo Trường Sa) sind noch komplizierter geteilt. Hier haben nicht nur Vietnam und China ihren Anspruch angemeldet, sondern auch die Philippinen und Malaysia (und andere). Alle haben auf den kleinen Inselchen irgendwie irgendwas gebaut oder stationiert. Die Vietnamesen haben eine Landebahn und Soldaten. Daneben werden die Inseln von vietnamesischen Fischern bewohnt. Vietnam beruft sich auf historische wie geografische Argumente für seinen Besitzanspruch. Auch die Chinesen tun dies (archäologische Relikte von chinesischen Wracks z.B.). Die paradiesische Urlaubsinsel Phu Quoc ist übrigens auch ein Zankapfel- zwischen Kambodscha und Vietnam.
Nachdem es 1988 schwere und blutige Gefechte gab, war es lange Zeit recht ruhig. Doch letzte Woche kam es zu einem erneuten Zwischenfall, in dem ein vietnamesisches Forschungsschiff und ein chinesischer Fischkutter involviert waren. Vietnam protestierte dagegen offiziell beim Chinesischen Außenministerium. In Ha Noi und Ho Chi Minh City kam es zu Demonstrationen gegen China und seine doch (aus Sicht Vietnams) arrogante Besetzungspolitik.
Es geht natürlich nicht nur um die paar Felsen, sondern vor allem um handfeste wirtschaftliche Interessen: das Gebiet besitzt Öl und Gas. Wer also die Inseln besitzt, kann diese auch wirtschaftlich ausbeuten. Dass China gegenüber seinen kleinen Nachbarn diplomatisch nicht sehr zimperlich umgeht, ist bekannt.
Vietnam reagiert nun mit einem Seemanöver in der Region. China protestiert nun dagegen.
Obwohl die Spannungen zwischen beiden Staaten momentan wachsen und die Beziehungen auf dem Nullpunkt angekommen sind, ist es momentan immer noch ein Fall der Diplomatie. Es wurden weder eine Generalmobilmachung noch Kriegsvorbereitungen angekündigt. Und das wird auch so bleiben. Ha Noi mag sich im Recht fühlen- gegen China als militärische Macht wird man jedoch kaum Stand halten können.
Quelle des Bildes: TAZ - Streit ums Meer vom 10.06.2011. Rechte des Bildes liegen bei Reuters
Ein ausführlicher, wenn auch ein wenig veralteter Artikel: Wolfgang Bethges Philippinen-Seite
Sorry, today only in German!

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