Katzen Ortung: GPS Sender und Peilsender für Freigänger-Katzen

Von Hallaman @stechnik_blog

Es ist der Horror eines jeden Halters einer Freigägner-Katze: Die Mieze kommt tagelang nicht nach Hause und man weiß nicht wo sie sich aufhält, oder verschwindet sogar komplett - ist ihr etwas passiert? Wurde sie von jemandem Mitgenommen? Wurde sie irgendwo eingeschlossen? Diese Sorgen können einem ziemlich nah gehen und so manche Stunde Schalf kosten. Kein Wunder also, dass es inzwischen Überwachungstechnik für Katzen gibt, mit der man nachverfolgen kann, wo sich die Katze gerade aufhält. Zwei verschiedene Technologien stehen zur Verfügung:

  • GPS-Tracking, oft verbunden mit einer Smartphone-App
  • Peilsender auf Basis von Radiowellen

Beide Methoden zum Orten von Katzen haben ihre Vor- und Nachteile, die ich euch hier vermitteln möchte. Für beie Varianten gilt: Sowohl Peilsender als auch GPS Sender müssen durch ein Halsband an der Katze befestigt werden - und Halsbänder bergen immer die Gefahr, dass die Katze damit irgendwo hängen bleibt und sich dadurch schwere Verletzungen zuziehen kann. Doch dazu später mehr.

Vergleich GPS und Peilsender für Katzen

Da zwei verschiedene Technologie zur Ortung von Katzen existieren, möchte ich euch beide kurz vorstellen und auch die Vor- und Nachteile präsentieren:

GPS Sender / Tracker für Katzen

Größe + Gewicht - Die GPS Tracker die man aktuell für Katzen zu kaufen bekommt, sind alle im Vergleich größer und schwerer als die Peilsender. Das sorgt natürlich für weniger Tragekomfort für eure Katze.

Reichweite - Top ist dagegen die Reichweite: Wie beim Auto-Navigationsgerät werden die Satelliten des Global Positioning S ystems genutzt, die den Sender am am Katzenhalsband weltweit orten können. Voraussetzung dafür: Eure Katze muss unter freiem Himmel sein - wenn Sie also zum Beispiel irgendwo (versehentlich) eingeschlossen wird, kann sie nicht geortet werden. In solch einem Fall lässt sich, je nach Modell, aber meist die letzte bekannte Position sowie die zuletzt zurückgelegte Strecke anzeigen.

Ortung + Usability - Die meisten GPS Tracker für Katzen arbeiten mit einer Handy App, über die man den Aufenthaltsort seiner Katze auf einer Karte, zum Beispiel Google Maps, anzeigen lassen kann. Das geht kinderleicht, und erfordert keine großen technischen Kenntnisse. Der Akku hält bei den GPS Sendern, die ich mir angesehen habe zwei bis drei Tage, man muss also ziemlich häufig laden - wozu man den Sender natürlich von der Katze nehmen muss.

Kosten - Katzen-GPS-Sender sind teurer als Peilsender, kosten zwischen 100 und 150 Euro. Außerdem gibt es Folgekosten: In die Sender muss eine Sim-Karte eingesetzt werden (Pre Paid Karte wie beim Handy) um mit dem Smartphone kommunizieren zu können. Bei jeder Ortung entstehen die Kosten einer SMS.

Vorteile
  • Weltweite Ortung möglich
  • Einfache Bedienung und Ortung per Handy-App oder PC
Nachteile
  • Schwerer als Peilsender
  • Funktioniert nur unter freiem Himmel (wobei der letzte Standort vor Verlust des Signals angezeigt werden kann)
  • Akku muss alle 2-3 Tage geladen werden
  • Geringe Folgekosten pro Ortung

Peilsender für Katzen

Größe + Gewicht - Wie schon erwähnt sind die Peilsender, die ich mir angesehen habe kleiner und auch leichter als die GPS-Variante - Der Loc8tor (siehe unten) wiegt beispielsweise gerade mal 5 Gramm. Die Sender stehen kaum vom Halsband ab, was den Tragekomfort für Eure Katze erhöhen dürfte.

Reichweite - Im Gegensatz ist die Reichweite bei Katzen-Peilsendern begrenzt. 100-200 Meter Reichweite sind es in der Regel. Das macht natürlich die Ortung etwas schwieriger - aber dazu gleich mehr. Als Ausgleich für die relativ kleine Reichweite funktioniert ein Peilsender im Gegensatz zu GPS Sendern auch ohne freien Blick zum Himmel, also auch, wenn eure Katze sich zum Beispiel in einem Haus befindet.

Ortung + Usability - Wie das Orten einer verschollenen Katze mit einem Peilsender funktioniert, lässt sich am besten mit dem Heiß/Kalt -Spiel erklären, welches Kinder gerne spielen. Sobald man mit dem Handempfänger Signale vom Katzen-Tracker erhält, wird einem die Stärke des Signals per farbigen LEDs und Pieptönen angezeigt. Geht man dann in die richtige Richung, wird das Signal stärker, geht man in die falsche Richtung, wird das Signal stärker - beides wird durch den Piepton und die LEDs angezeigt. So findet man schnell die richtige Richtung, die einem zu seiner Katze führt. Das ist jetzt natürlich etwas weniger komfortabel als auf einer Karte auf dem Handy die genaue Position der Katze angezeigt zu bekommen. Dafür ist die Ortung sehr zuverlässig.

Die Batterien in einem Katzenpeilsender halten je nachdem, wie oft man die Ortung aktiviert, zwischen 2 und 9 Monaten. Man muss also nur sehr selten die Batterien wechseln, meist werden Uhrenbatterien (Knopfzellen) genutzt, die recht günstig in der Anschaffung sind.

Kosten - Peilsender für Katzen gibt es bereits ab 70 Euro. Die Folgekosten beschränken sich auch die Batterien, die man aller paar Monate austauschen muss.

Vorteile
  • Zuverlässige Ortung
  • Kleiner und leichter als GPS Katzen-Tracker
  • Günstig in der Anschaffung, geringe Folgekosten (Batterien)
Nachteile
  • Begrenzte Reichweite
  • Aufwändigere Ortung als mit einem GPS Sender

Produktempfehlungen

Peilsender für Katzen: Loc8tor von Loktier

  • Wiegt nur rund 5 Gramm
  • Die Batterie hält 3-9 Monate
  • Rund 120 Meter Reichweite
  • Eine Ortung ist auch möglich, wenn eure Katze z.B. in einem Haus ist
  • Ortung per Handsender
  • Bis zu 4 Peilsender können mit einem Handsender geortet werden - Peilsender kann man einzeln nachbestellen
  • Wasserdicht
Hier bekommt Ihr den Loc8tor Peilsender

GPS Sender für Katzen: Wo ist Lilly?

  • Unbegrenzte Reichweite
  • Ortung per Smartphone / Google Maps
  • Spritzwassergeschützt
  • Leerer-Akku-Alarm
  • Geo-Fence Funktion - Errichtet einen virtuellen "Zaun" für eure Katze - wenn Sie die Grenze überschreitet, werdet ihr alarmiert
  • Wiegt rund 23 Gramm
  • SOS Knopf am Sender
Hier bekommt ihr das Wo ist Lilly Katzen GPS Tracker Set